Masterarbeit, 2015
188 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 VORURTEILE UND DISKRIMINIERUNG
2.1 Vorurteile
2.1.1 Definition
2.1.2 Dimensionen
2.1.3 Vorurteile bei Kindern
2.1.3.1 Lerntheoretische Ansätze
2.1.3.2 Kognitive Theorie
2.1.3.3 Motivationale Theorie
2.1.3.4 Integrative Theorie
2.2 Diskriminierung
2.2.1 Definition
2.2.2 Forschungsstand
2.2.3. Dimensionen
2.2.4 Diskriminierung bei Kindern
2.2.5 Kategorien von Diskriminierung
2.2.5.1 Individuelle Diskriminierung
2.2.5.2 Institutionelle Diskriminierung
2.2.5.3 Strukturelle Diskriminierung
2.2.6 Intersektionalität
2.3 Sozialpsychologische Erklärungsansätze
2.3.1 Konflikte und Kooperation als Ursache
2.3.2 Abbau von Feindseligkeiten durch Kontakt
2.3.3 Bedeutung von sozialer Identität
2.3.4 Bedeutung von sozialer Dominanz
3 FOKUSGRUPPE GRUNDSCHULKINDER
3.1 Entwicklungspsychologischer Hintergrund
3.1.1 Kognitive Entwicklung
3.1.2 Entwicklung von Selbst und Persönlichkeit
3.1.3 Emotionale und motivationale Entwicklung
3.2 Entwicklungsrisiken und Entwicklungsabweichungen
4 ABLEITUNG DER FRAGESTELLUNG
5 BEFRAGUNG VON KINDERN ZUM ERLEBEN VON DISKRIMINIERUNG
5.1 Methodik
5.2 Erhebung der Daten
5.2.1 Rahmenbedingungen
5.2.2 Ablauf
5.3 Darstellung der Ergebnisse
5.3.1 Vorurteile und Diskriminierung aus eigenem Erleben
5.3.2 Beschreibungen zum Denken und Fühlen von Opfern
5.3.3 Verhalten von Kindern im Umgang mit Vorurteilen und Diskriminierung
5.3.4 Möglichkeiten für Helfer
5.3.5 Protektive Faktoren und Ressourcen
6 DISKUSSION UND FAZIT
6.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
6.2 Fragestellung
6.3 Theoretischer Hintergrund
6.3.1 Vorurteile bei Kindern
6.3.2 Diskriminierung bei Kindern
6.3.3 Kategorien von Diskriminierung
6.3.4 Sozialpsychologische Erklärungsansätze
6.3.5 Entwicklungspsychologische Aspekte
6.4 Methodische Reflexion und Kritik
6.5 Problemstellung
7 ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht das Erleben von Vorurteilen und Diskriminierung bei Grundschulkindern in einem urbanen sozialen Brennpunkt, um Lücken in der kindheitsorientierten Diskriminierungsforschung zu schließen und Erkenntnisse für die psychosoziale Praxis zu gewinnen.
1 EINLEITUNG
Nach der UN-Menschenrechtscharta sowie dem internationalen Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung ist auch der deutsche Staat verpflichtet Rassenhass und rassistischer Propaganda entgegen zu treten. Dies allein schützt jedoch viele in Deutschland lebende Menschen nur unzureichend vor Vorurteilen und Diskriminierung. Im Sinne der Merkmale der Charta werden viele Menschen aufgrund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder z. B. auch Schulbildung oder Behinderung zu Opfern von Vorurteilen und Diskriminierung. Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder sind betroffen - weltweit, in Europa, in Deutschland und mit großer Wahrscheinlichkeit auch in Mönchengladbach. Bezüglich Rasse und Ethnie zeigen z.B. in den USA durchgeführte Untersuchungen, dass Kinder und Jugendliche mit solchen Merkmalen ein hohes Risiko haben ‚schikaniert’ bzw. ‚gemobbt’ zu werden. Die Segregation in Spielsituationen im Sinne der sogenannten ‚straightforward exclusion’ ist nur ein Beispiel für viele mögliche Erlebnisse alltäglicher Diskriminierung von Kindern. Sie stellt für Mädchen als auch Jungen eine geschlechtsspezifische Ungleichbehandlung dar.
Während erforscht ist, wie sich Kinderwelten u. a. im Kontext gesellschaftlicher und familiärer Modernisierungsphänomene in den letzten Jahrzehnten veränderten, ist noch weitgehend unklar, wie Kinder soziale Ungleichheit wahrnehmen und wie sie sich hierauf bezogen verhalten. Vorurteile und Diskriminierung im Erleben von Kindern – als ein Aspekt sozialer Ungleichheit – werden von der Forschung ebenso vernachlässigt. Die Frage: Wie erleben Kinder Vorurteile und Diskriminierung? ist bisher kaum beantwortet.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik von Vorurteilen und Diskriminierung bei Kindern und Darlegung der Forschungsabsicht, diese Lücke durch eine qualitative Befragung zu untersuchen.
2 VORURTEILE UND DISKRIMINIERUNG: Theoretische Herleitung der Phänomene Vorurteile und Diskriminierung, ihrer Dimensionen sowie sozialpsychologischer Erklärungsmodelle.
3 FOKUSGRUPPE GRUNDSCHULKINDER: Darstellung des entwicklungspsychologischen Hintergrunds der untersuchten Altersgruppe sowie relevanter Risikofaktoren wie Armut.
4 ABLEITUNG DER FRAGESTELLUNG: Begründung der zentralen Forschungsfrage und Adaption wissenschaftlicher Kriterien zur Operationalisierung für die Befragung.
5 BEFRAGUNG VON KINDERN ZUM ERLEBEN VON DISKRIMINIERUNG: Methodische Beschreibung der Untersuchung, des Erhebungskontextes und der Auswertung mittels strukturierter Inhaltsanalyse.
6 DISKUSSION UND FAZIT: Kritische Reflexion der Forschungsergebnisse, Beantwortung der Fragestellung und Ausblick auf die Bedeutung für die psychosoziale Praxis.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Kurze Rekapitulation der Arbeit, der Methodik und der zentralen Erkenntnisse.
Vorurteile, Diskriminierung, Kindheitsforschung, Grundschulkinder, qualitative Forschung, soziale Ungleichheit, Entwicklungspsychologie, Sozialisation, Gruppendiskussion, Opfererleben, Bewältigungsstrategien, Schulerleben, psychosoziale Beratung, Menschenfeindlichkeit, Intersektionalität.
Die Masterthesis untersucht das bisher wenig erforschte Erleben von Diskriminierung und Vorurteilen durch Kinder im Grundschulalter in einem urbanen Kontext.
Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Definitionen von Vorurteilen und Diskriminierung, der entwicklungspsychologischen Perspektive auf diese Phänomene sowie der empirischen Erhebung durch Gruppeninterviews.
Das Ziel ist es, die Forschungsfrage „Wie erleben Kinder Vorurteile und Diskriminierung?“ qualitativ zu beantworten und Handlungsempfehlungen für die psychosoziale Praxis zu entwickeln.
Es werden qualitative, leitfadengestützte Gruppeninterviews durchgeführt, die mittels einer strukturierten Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema, die Darstellung des entwicklungspsychologischen Hintergrunds der Zielgruppe sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Befragungen.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Vorurteile, Diskriminierung, Kindheitsforschung, soziale Ungleichheit, Entwicklungspsychologie und Bewältigungsstrategien.
Das soziale Umfeld, insbesondere die Unterstützung durch Lehrer und Eltern sowie die Bedeutung von Freundschaften, spielt eine entscheidende Rolle für das Wohlbefinden und die Bewältigung von diskriminierenden Erfahrungen.
Die befragten Kinder zeigen diverse Strategien, die von defensiven Verhaltensweisen wie Weglaufen bis hin zu offensiven Maßnahmen und dem Suchen von Unterstützung bei Erwachsenen reichen.
Die in der Schule eingeführte „Stopp-Regel“ dient vielen Kindern als zentrales, bekanntes Werkzeug zur Bewältigung von Konflikten und Ärgereien.
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