Masterarbeit, 2015
104 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung in die Thematik: Die Notwendigkeit kulturell intelligenter internationaler Geschäftsreisender
2 Erfahrungsbasierte Entwicklung der kulturellen Intelligenz von internationalen Geschäftsreisenden
2.1 Internationale Geschäftsreisende als spezifische Form internationaler Mobilität: Begriffsbestimmung und Abgrenzung
2.2 Konzept der Kulturellen Intelligenz
2.2.1 Definitorische Aspekte: Kulturelle Intelligenz als erlernbare Fähigkeit des effektiven interkulturellen Handelns
2.2.2 Kulturelle Intelligenz als multidimensionales Konstrukt
2.2.3 Konzeptionelle Abgrenzung der Kulturellen Intelligenz als individuelles Unterscheidungsmerkmal
2.2.3.1 Abgrenzung der Kulturellen Intelligenz von Persönlichkeit
2.2.3.2 Abgrenzung der Kulturellen Intelligenz von weiteren Intelligenzformen
2.2.3.3 Abgrenzung der Kulturellen Intelligenz von interkulturellen Kompetenzmodellen
2.3 Die Grundlage interkulturellen Lernens
2.3.1 Theorie des Erfahrungsbasierten Lernens nach Kolb (1984)
2.3.1.1 Lernprozesse und –dimensionen als Bestandteil des Erfahrungsbasierten Lernzyklus
2.3.1.2 Erfahrungsbasierte Lernstile und Wissensformen
2.3.1.3 Kritische Rezension der ELT
2.3.2 Die Theorie des Erfahrungsbasierten Lernens und Kulturelle Intelligenz
3 Forschungsstand und -bedarf der Einflussfaktoren auf den Aufbau Kultureller Intelligenz
3.1 Qualitative kulturelle Exposition: Kontaktqualität
3.2 Wahrgenommene kulturelle Distanz
3.3 Quantitative kulturelle Exposition: Internationale Berufserfahrung
3.4 Internationale berufsbedingte Mobilitätsbereitschaft
3.5 Persönlichkeitseigenschaften
4 Forschungsmethodisches Vorgehen
4.1 Stichproben- und Datenerhebung
4.2 Operationalisierung der Variablen
4.2.1 Abhängige, unabhängige und Kontrollvariablen
4.2.2 Datenbereinigung und –aufbereitung
4.3 Analytisches Vorgehen
5 Ergebnisse der statistischen Analysen
5.1 Reliabilität, Validität und Anpassungsgüte
5.2 Methodenverzerrung
5.3 Ergebnisse der Strukturgleichungsmodellierung und Hypothesenprüfung
5.4 Post-Hoc-Analyse
6 Diskussion der Ergebnisse und Einbettung in den Forschungsstand
7 Ergebnisbasierte Handlungsempfehlungen und Limitationen der eigenen Studie
7.1 Handlungsempfehlungen für die Forschung
7.2 Handlungsempfehlungen für die Praxis
7.3 Methodische und konzeptionelle Limitationen
8 Zusammenfassung und Fazit: Internationale Geschäftsreisende als differenzierte Form internationaler Mobilität
Diese Masterarbeit analysiert die Einflussfaktoren auf den Aufbau kultureller Intelligenz (CQ) bei internationalen Geschäftsreisenden, um zu verstehen, wie diese trotz kurzfristiger Auslandsaufenthalte interkulturelle Kompetenzen entwickeln können. Dabei steht die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen individuellen, kontextuellen und erfahrungsbasierten Faktoren im Zentrum.
3.1 Qualitative kulturelle Exposition: Kontaktqualität
Gegenwärtige Forschungsbefunde durch Li und Kollegen (2013), Crowne (2008) und Tay und Kollegen (2008: 127-128) demonstrieren nachhaltig, dass internationale Geschäftsreisen als Form internationaler Berufserfahrung nicht pauschal, sondern differenziert zu betrachten sind. Denn aus quantitativer Sicht entscheiden sich Geschäftsreisen hinsichtlich der Anzahl, Frequenz (Crowne, 2008: 395; Takeuchi et al., 2005: 87; Tarique & Takeuchi, 2008: 57; Tay et al., 2008: 127-128) und Länge (Li et al., 2013: 34; Takeuchi et al., 2005: 87; Tay et al., 2008: 127-128). Aus qualitativer Sicht führen multiple Autoren darüber hinaus kulturell-soziale Kontaktqualität (Crowne, 2013: 10-11; Rosenblatt, Worthley & MacNab, 2013: 363) während Auslandsreisen als Differenzierungsmerkmal an. Die simultane Betrachtung beider Merkmale – quantitativ und qualitativ – legt im Folgeschluss den Grad an kultureller Exposition (Crowne, 2008: 393-395; Crowne, 2013: 9) fest, die jeweilige Geschäftsreisende auf ihren Auslandsreisen erleben. Hier ist grundsätzlich anzunehmen, dass eine hohe Anzahl der Geschäftsreisen sowie eine ausgeprägte soziale Kontaktqualität während der Reisen das Maß an kultureller Exposition erhöht.
Diese getroffene Unterteilung erscheint sinnvoll, um sowohl die Breite als auch die Tiefe internationaler Erfahrung differenziert aber dennoch integrativ zu betrachten. Einige gegenwärtige Studien greifen das Konzept der kulturellen Exposition auf (u.a. Crowne, 2008; Crowne, 2013: 16). Gegensätzlich zu quantitativen, internationalen (Berufs)erfahrungen, sind qualitative Faktoren jedoch bislang als unzureichend erforscht zu bezeichnen (Kim & Slocum, 2008: 122; Ng et al., 2012: 39). Diese Forschungslücke ist insofern zu bedauern, dass qualitative Faktoren internationaler Erfahrung für die Entwicklung CQ „could be as important, if not more critical, than quantity“ (ebd.: 39).
1 Einführung in die Thematik: Die Notwendigkeit kulturell intelligenter internationaler Geschäftsreisender: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung internationaler Geschäftsreisen für global agierende Unternehmen und identifiziert die Notwendigkeit kultureller Intelligenz für IGR als zentrales Forschungsthema.
2 Erfahrungsbasierte Entwicklung der kulturellen Intelligenz von internationalen Geschäftsreisenden: Dieses Kapitel definiert internationale Geschäftsreisende als spezifische Form der Mobilität und führt das theoretische Fundament der kulturellen Intelligenz sowie die Theorie des erfahrungsbasierten Lernens ein.
3 Forschungsstand und -bedarf der Einflussfaktoren auf den Aufbau Kultureller Intelligenz: Hier erfolgt die Aufarbeitung des Forschungsstands zu Einflussfaktoren wie Kontaktqualität, kultureller Distanz und Berufserfahrung, woraus die zentralen Hypothesen der Arbeit abgeleitet werden.
4 Forschungsmethodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Design der Studie, einschließlich der Stichprobenerhebung bei IGR, der Operationalisierung der Variablen und der geplanten statistischen Auswertung.
5 Ergebnisse der statistischen Analysen: Hier werden die Ergebnisse der durchgeführten Strukturgleichungsmodellierung präsentiert, die Reliabilität und Validität der Modelle geprüft sowie die Hypothesen auf Basis der Datenlage bestätigt oder widerlegt.
6 Diskussion der Ergebnisse und Einbettung in den Forschungsstand: Die Befunde werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den existierenden wissenschaftlichen Diskurs zum interkulturellen Lernen eingeordnet.
7 Ergebnisbasierte Handlungsempfehlungen und Limitationen der eigenen Studie: Basierend auf der Diskussion werden praktische Empfehlungen für Unternehmen sowie forschungsspezifische Implikationen und methodische Grenzen der Arbeit aufgezeigt.
8 Zusammenfassung und Fazit: Internationale Geschäftsreisende als differenzierte Form internationaler Mobilität: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen und unterstreicht die Bedeutung qualitativer Faktoren für die Entwicklung kultureller Intelligenz im Kontext kurzfristiger Mobilität.
Kulturelle Intelligenz, Internationale Geschäftsreisende, Erfahreungsbasiertes Lernen, Kontaktqualität, Kulturelle Distanz, Internationale Berufserfahrung, Mobilitätsbereitschaft, Offenheit für Erfahrungen, Extraversion, Strukturgleichungsmodellierung, Interkulturelles Handeln, Persönlichkeitseigenschaften, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren die Entwicklung kultureller Intelligenz (CQ) bei internationalen Geschäftsreisenden (IGR) beeinflussen, wobei ein besonderer Fokus auf die Integration von quantitativen und qualitativen Faktoren liegt.
Zentrale Themen sind die kulturelle Intelligenz als multidimensionales Konstrukt, erfahrungsbasiertes Lernen, der Einfluss internationaler Berufserfahrung und Mobilitätsbereitschaft sowie Persönlichkeitseigenschaften wie Offenheit für Erfahrungen.
Das primäre Ziel ist es, die Prädiktoren kultureller Intelligenz im spezifischen Kontext kurzfristiger internationaler Geschäftsreisen zu identifizieren und empirisch zu analysieren.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse mittels einer Online-Fragebogenerhebung (n=614) und einer anschließenden reflektiven Strukturgleichungsanalyse zur Prüfung der Hypothesen.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Konzept CQ, ELT nach Kolb) dargelegt, gefolgt von der Analyse des Forschungsstands und der Hypothesenbildung sowie der methodischen Beschreibung und Ergebnisdiskussion.
Wichtige Begriffe sind Kulturelle Intelligenz, Internationale Geschäftsreisende, Kontaktqualität, Kulturelle Distanz und erfahrungsbasiertes Lernen.
Hohe Kontaktqualität fördert interkulturelles Lernen durch die Konfrontation mit unerwarteten Verhaltensweisen, die eine kritische Reflexion und damit den Aufbau komplexerer CQ-Dimensionen anregen.
Die Studie zeigt, dass kulturelle Distanz keinen direkten linearen, sondern einen komplexeren, indirekten Effekt auf die CQ hat, wobei Kontaktqualität hier oft eine wichtige mediatorische Rolle spielt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

