Bachelorarbeit, 2013
47 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Männer in der frühkindlichen Erziehung und Bildung
Retrospektive
Gegenwärtige Situation
Ausblick
Der Dritte: Männer im Rollengefüge der Familie
Entwicklungsaufgabe Triangulierung
Der Dritte
Vaterabwesenheit
Vaterbilder
Der Erzieher: Männer in der Elementarpädagogik
Chancen und Kompensation durch männliche Erzieher
Männliche Vorbilder
Geschlechtsspezifische Sozialisation
Männer in KiTas
Aktuelle Situation
Gründe, Ängste und Vorurteile
Initiativen & Modellprojekte
Fazit
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Männern und männlichen Vorbildern in der frühkindlichen Erziehung und Bildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen Einfluss väterliche An- oder Abwesenheit sowie professionelle männliche Bezugspersonen auf die kindliche Entwicklung, insbesondere im Kontext der psychoanalytischen Triangulierung und der geschlechtsspezifischen Sozialisation, haben.
Entwicklungsaufgabe Triangulierung
Ein Kernthema der psychoanalytischen Eltern- und Vaterforschung ist die sogenannte Triangulierung, die mitunter als maßgeblich für eine gesunde Entwicklung des Kindes sowie darüber hinaus wesentlich für die psychische Gesundheit der Eltern ist. Ihr Entwicklungsverlauf, der bereits vor Geburt des Kindes beginnt, definiert die Dreiecksbeziehung von Vater, Mutter und Kind, sowie das weitere Beziehungsverständnis des Kindes, welches Einfluss auf seine gesamte Lebensbiografie hat. Die Thematik der Triangulierung näher zu betrachten eignet sich somit besonders zur Klärung der Frage nach der Wichtigkeit von Männern in der frühkindlichen Erziehung und Bildung und birgt darüber hinaus noch weitere wichtige Aspekte, welche die Perspektive diesbezüglich noch erweitern.
So beginnt das Leben eines Menschen mit der symbiotischen Verbindung zwischen Mutter und Kind während der neunmonatigen Schwangerschaft und zeichnet sich auch nach der Geburt, während der Stillzeit in der engen Mutter-Kind Dyade ab. Der Vater des Kindes fungiert als dritte Variable und ebnet seinem Kind in der frühkindlichen Triangulierung den Weg aus der vertrauten Dyade nach außen (Voos 2012, 1).
Einleitung: Der Autor erläutert seine Motivation, das Thema männliche Vorbilder in der frühkindlichen Bildung zu untersuchen, basierend auf eigenen Erfahrungen als Mann in einem pädagogischen Feld mit geringem Männeranteil.
Männer in der frühkindlichen Erziehung und Bildung: Das Kapitel bietet einen historischen Rückblick auf die professionelle Kinderbetreuung und hinterfragt die Entwicklung der männlichen Teilhabe vor dem Hintergrund bestehender Forschungsdefizite.
Der Dritte: Männer im Rollengefüge der Familie: Es wird die zentrale psychoanalytische Bedeutung des Vaters als "Dritter" innerhalb der Triade für die kindliche Entwicklung und die Folgen einer etwaigen Vaterabwesenheit analysiert.
Der Erzieher: Männer in der Elementarpädagogik: Dieses Kapitel diskutiert die Chancen eines verstärkten Einsatzes männlicher Erzieher zur Kompensation fehlender männlicher Vorbilder sowie die Bedeutung geschlechtersensibler Ansätze.
Männer in KiTas: Der Abschnitt beleuchtet die aktuelle Datenlage zum Männeranteil in deutschen KiTas, analysiert Barrieren wie den "Generalverdacht" sowie soziale Vorurteile und stellt diverse politische Initiativen zur Gewinnung männlicher Fachkräfte vor.
Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, dass Väter und männliche Erzieher als "Dritte" und kompensatorische Bezugspersonen eine wichtige Rolle in der kindlichen Entwicklung und Sozialisation spielen.
Männliche Vorbilder, frühkindliche Erziehung, Triangulierung, Vaterrolle, Elementarpädagogik, Vaterschaft, Vaterabwesenheit, Geschlechtsidentität, Erzieher, männliche Fachkräfte, geschlechtsspezifische Sozialisation, Familienformen, Rollenbilder, professionelle Betreuung, Entwicklungspsychologie.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Männern und männlichen Vorbildern sowohl im familiären Kontext als auch in der professionellen frühkindlichen Bildung.
Zentrale Themen sind die Entwicklung der Vaterrolle, die psychoanalytische Triangulierung, die Auswirkungen von Vaterabwesenheit sowie die Förderung des Männeranteils in Kindertagesstätten.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie wichtig männliche Vorbilder für die gesunde kognitive und sozio-emotionale Entwicklung von Kindern sind und inwiefern männliche Fachkräfte kompensatorisch wirken können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung bestehender sozialwissenschaftlicher, entwicklungspsychologischer und erziehungswissenschaftlicher Literatur sowie der Analyse von Statistiken und Studien zur Situation von Männern in Kitas.
Der Hauptteil analysiert theoretisch die psychoanalytische Bedeutung des "Dritten" (Vaters), die Folgen von Vaterabwesenheit, verschiedene Vaterschaftstypen sowie die aktuelle Situation und Initiativen zur Gewinnung von Männern in der Elementarpädagogik.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Triangulierung, männliche Vorbilder, Elementarpädagogik, Vaterabwesenheit und geschlechtsspezifische Sozialisation charakterisiert.
Die Triangulierung beschreibt den notwendigen Prozess, in dem das Kind die exklusive Bindung zur Mutter überwindet und durch den Vater als dritte Variable in die gesellschaftliche Realität findet.
Zu den genannten Barrieren gehören das geringe Gehalt, das negative Berufsimage, die unbezahlte Ausbildung sowie der als "Generalverdacht" bezeichnete gesellschaftliche Argwohn gegenüber männlicher Nähe zu Kindern.
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