Bachelorarbeit, 2015
54 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Methodik
2. Stationärer Einzelhandel
2.1. Definition
2.2. Betriebstypen
2.2.1. Einkaufszentrum / Shopping-Center (Mall)
2.2.2. Historie
2.2.3. Agglomerationseffekte
2.2.3.1. Im Vergleich zur Innenstadt
2.2.3.2. Im Vergleich zum E-Commerce
3. Standortpolitik
3.1. Der Standort als folgenreiche Investition
3.2. Instrumente und Ziele der Standortpolitik
3.2.1. Revitalisierung von Standorten
3.2.2. Nutzungs - und Branchen - Mix
4. Standortfaktorenanalyse
4.1. Standortpräferenzen im Laufe der Zeit
4.2. Standortpräferenzen vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels
4.3 Standortfaktoren
4.3.1. Erste Kategorisierungsansätze
4.3.2. Aktuelle Einschätzung relevanter Standortfaktoren
4.3.3. Quantitative und qualitative Standortfaktoren
4.4. Perspektive
5. Methoden der Standortwahl
5.1. Herangehensweise bei der Standortwahl
5.2. Die Makroanalyse
5.3 Die Mikroanalyse
5.3.1 Standortbewertungsmethoden
5.3.2 Erste Implementierungsversuche von der Forschung in die Praxis
5.3.3. Aktuelle Studien zur Nutzung von Bewertungsmethoden
6. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung der Standortwahl für stationäre Einzelhandelsunternehmen sowie die historische Entwicklung und praktische Anwendung von Methoden zur Standortanalyse. Dabei wird insbesondere analysiert, wie sich Anforderungen an Standorte über die Zeit gewandelt haben und welche Rolle moderne computergestützte Analyseverfahren spielen.
2.2.3.1. Im Vergleich zur Innenstadt
Das gewachsene Einkaufszentrum z. B. in Form von Einkaufsstraßen in innerstädtischen Lagen, weist in der Regel konzeptionelle und strukturelle Nachteile im Vergleich zum geplanten Einkaufszentrum auf. Diese spiegeln sich u. a. in: schlechter Erreichbarkeit mit dem Individualverkehr, Über – oder Unterversorgung von bestimmten Gütern, fehlender Informationen über Standorte der einzelnen Händler und variierender Ladenöffnungszeiten zwischen den Geschäften. Diese Mängel resultieren vor allem aus nicht vorhandener zentraler Organisation und werden darüber hinaus von externen Stakeholdern (z. B. Anwohnern) negativ beeinflusst (vgl. Teller, 2008: S. 4 - 9). Das zentralisierte Management von synergetischen Effekten über alle Händler hinweg, wird als wichtigstes Erfolgskriterium der Shopping – Center gesehen. Durch die fehlende Kooperation und der einhergehenden Verluste von Synergie - Effekten von Händlern in gewachsenen Einkaufsstraßen, verlieren diese Formate immer mehr Marktanteile (vgl. Teller & Schnedlitz, 2012: S. 1043 - 1044). Bei einer aktuellen Umfrage eines Markt – und Forschungsinstitutes in Österreich, wurde die Bevorzugung der Shopping – Center gegenüber Einkaufsstraßen seitens der Konsumenten deutlich (vgl. Prokasky, 2015).
Vor allem europäische Städte sind von dieser Entwicklung betroffen, da dort die traditionellen Einkaufsstraßen stark ausgeprägt sind. Um dem gegenüber zu treten, entschließen sich zunehmend mehr Händler in gewachsenen Einkaufszentren zur Zusammenarbeit nach zentralisiertem Vorbild. So werden einzelne Elemente des zentralisierten Managements der Shopping – Center von Einkaufsstraßen nachgeahmt (vgl. Teller, 2008: S. 5).
1. Einleitung: Einführung in die ökonomische Relevanz des Einzelhandels und die kritische Bedeutung der Standortwahl als langfristige unternehmerische Entscheidung.
2. Stationärer Einzelhandel: Definition des stationären Einzelhandels und Analyse verschiedener Betriebstypen, insbesondere der Einkaufszentren und deren Agglomerationsvorteile.
3. Standortpolitik: Darstellung der Standortpolitik als strategisches Instrument, inklusive der Strategien für Standortwahl, Revitalisierung und der Gestaltung des Nutzungs- und Branchen-Mixes.
4. Standortfaktorenanalyse: Detaillierte Untersuchung räumlicher Eigenschaften, die den Erfolg bestimmen, unterteilt in quantitative und qualitative Faktoren sowie deren zukünftige Entwicklung.
5. Methoden der Standortwahl: Vorstellung und Bewertung verschiedener methodischer Ansätze zur Standortanalyse, von der Makro- über die Mikroanalyse bis hin zur praktischen Implementierung computergestützter Verfahren.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Trends im stationären Einzelhandel und der zukünftigen Notwendigkeit einer methodisch fundierten, aber subjektiv ergänzten Standortplanung.
Standortwahl, Stationärer Einzelhandel, Standortplanung, Einkaufszentrum, Agglomerationseffekte, Standortfaktoren, Standortbewertung, Mikroanalyse, Makroanalyse, Standortmanagement, Einzelhandelsimmobilien, Revitalisierung, Standortfaktorenanalyse, Geografische Informationssysteme, GIS
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Standortwahl für den Erfolg von stationären Einzelhandelsunternehmen und beleuchtet die Entwicklung sowie Anwendung von Standortanalysen.
Die zentralen Themen sind der stationäre Einzelhandel, die Standortpolitik, die Differenzierung von Standortfaktoren sowie die verschiedenen Methoden zur Standortbewertung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich Standortfaktoren über die Zeit verändert haben und wie sich der Einsatz von Methoden zur Standortanalyse in der Praxis entwickelt hat.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Fundierung sowie die Auswertung zahlreicher empirischer Untersuchungen und Fachstudien zum Standortmanagement im Einzelhandel.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Standortpolitik, die Kategorisierung von Standortfaktoren und die Analyse spezifischer Methoden wie GIS, Checklisten und Regressionsmodelle.
Wichtige Begriffe sind Standortwahl, Einzelhandelsimmobilien, Agglomerationseffekte, Standortfaktorenanalyse und die Nutzung moderner computergestützter Analyseverfahren.
Da Standorte langfristige Investitionen darstellen und oft nicht leicht revidierbar sind, ist die Revitalisierung entscheidend, um den Markterfolg bei steigendem Wettbewerb zu sichern.
Die Makroanalyse dient der Grobauswahl von Regionen und Marktgebieten, während die Mikroanalyse die differenzierte Bewertung einzelner potenzieller Standorte beinhaltet.
Ihre Bedeutung wächst stetig, da sie aufgrund des gesellschaftlichen Wertewandels und des Strebens nach Individualität vermehrt als entscheidendes „Zünglein an der Waage“ dienen.
GIS ermöglichen eine effiziente Visualisierung und Analyse komplexer geodemografischer Daten, was die Standortwahl objektiver und für Anwender zugänglicher gemacht hat.
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