Masterarbeit, 2015
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Vorgehensweise und wissenschaftliche Fragestellung
3 Begriffsbestimmungen
3.1 Resilienz
3.2 Stress
3.3 Salutogenese
3.4 Führung
4 Resilienz als Ressource von Unternehmen
4.1 Resilienz und Unternehmenserfolg
4.2 Resilienzfaktoren in Unternehmen
4.3 Resilienzförderung in Unternehmen
5 Resilienz und Führungsforschung – eine Bestandsaufnahme
5.1 Methodik der Bestandsaufnahme
5.2 Ergebnisse der Bestandsaufnahme
5.3 Zusammenfassung und Diskussion der Bestandsaufnahme
6 Resilienzförderung und Führung
6.1 Transformationale Führung: Entstehungsgeschichte
6.2 Transformationale Führung: Weiterentwicklung
6.3 Transformationale Führung: Wirkung und Erfolg
7 Zusammenfassung und kritische Diskussion
8 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den aktuellen Wissensstand über Resilienz und Unternehmensführung, um auf Basis einer Literaturrecherche zu ermitteln, welche Führungsmodelle und -stile positive Wirkungen auf die Resilienz von Mitarbeitern und Unternehmen entfalten können.
3.1 Resilienz
„Resilience is neither ethically good or bad. It is merely the skill and the capacity to be robust under conditions of enormous stress and change” (Diane Coutu. In: Amann / Alkenbrecher 2015, S. 19).
„Im Leben geht es nicht nur darum, gute Karten zu haben, sondern auch darum, mit einem schlechten Blatt gut zu spielen“ (Robert Louis Stevenson. In: Draht 2014, S. 101).
Resilienz ist in der Entwicklungspsychologie und Kinderpädagogik seit den 1950er Jahren Thema wissenschaftlicher Diskussionen, Forschungen und Publikationen. Die Resilienz- und Invulnerabilitätsforschung sucht wie die Stress- und Stressbewältigungsforschung nach Faktoren, welche die psychische und physische Gesundheit von Individuen schützen und erhalten, ihr Gegenstand ist eine gesunde und stabile Persönlichkeits- und Verhaltensentwicklung trotz ungünstiger Erfahrungen und Belastungen in der frühen Kindheit (vgl. Draht 2014, S. 101; vgl. Leypold 2009, S. 8 ff.; vgl. Bengel 2004, S. 63).
Der Begriff Resilienz leitet sich vom lateinischen Verb resilire ab, bedeutet so viel wie zurückspringen oder abprallen und kommt ursprünglich aus der Materialwissenschaft, wo er die Fähigkeit eines Körpers beschreibt, auf eine äußere Einwirkung elastisch zu reagieren, um anschließend wieder in seinen ursprünglichen Zustand zurückzukehren (vgl. Draht 2014, S. 101; vgl. Amann/Alkenbrecher 2015, S. 19). Laut Draht kann Resilienz mit Elastizität oder Wiederherstellungsfähigkeit übersetzt werden. Auf den Menschen bezogen, beschreibt Resilienz die Fähigkeit, Krisen unbeschadet zu bewältigen, an ihnen zu wachsen und gestärkt daraus hervorzugehen. Fehlende Resilienz wird auch als Vulnerabilität bezeichnet, abgeleitet vom lateinischen Wort vulnus für Wunde (vgl. Draht 2014, S. 101). Manche Autoren sprechen von der Kunst des Stehaufmännchens oder allgemein von Widerstandskraft einer Person (vgl. Amann/Alkenbrecher 2015, S. 19; vgl. Leypold 2009, S. 6).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Resilienz und Führung vor dem Hintergrund zunehmender psychischer Belastungen und Fehlzeiten in der modernen Arbeitswelt.
2 Vorgehensweise und wissenschaftliche Fragestellung: In diesem Kapitel wird das methodische Vorgehen definiert, insbesondere die Literaturrecherche zur Beantwortung der Frage nach dem Einfluss verschiedener Führungsstile auf die Resilienz.
3 Begriffsbestimmungen: Es werden die zentralen theoretischen Begriffe Resilienz, Stress, Salutogenese und Führung definiert, um eine gemeinsame Wissensbasis für die weitere Analyse zu schaffen.
4 Resilienz als Ressource von Unternehmen: Dieses Kapitel betrachtet Resilienz als strategische Ressource und identifiziert Faktoren im Unternehmen, die gesundheitsförderlich und krisenresistent wirken.
5 Resilienz und Führungsforschung – eine Bestandsaufnahme: Hier wird der aktuelle Forschungsstand anhand einer systematischen Bestandsaufnahme analysiert, wobei der Schwerpunkt auf empirischen Studien zur Führungsforschung liegt.
6 Resilienzförderung und Führung: Kapitel 6 untersucht detailliert die Entstehung und Wirkung transformationaler Führung im Kontext von Stressbewältigung und Resilienzaufbau.
7 Zusammenfassung und kritische Diskussion: Die Ergebnisse werden zusammengefasst und kritisch reflektiert, wobei Grenzen der aktuellen Forschung und Potenziale für die Praxis diskutiert werden.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Anforderungen an Führungskräfte sowie notwendige Forschungsansätze.
Resilienz, Unternehmensführung, Transformationale Führung, Stressbewältigung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Salutogenese, Führungskräfteentwicklung, Arbeitszufriedenheit, Psychische Widerstandskraft, Stressoren, Führungshandeln, Unternehmenskultur, Organisationsresilienz, Leistungsfähigkeit, Gesundheit am Arbeitsplatz.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Führungsstilen und der Resilienz von Beschäftigten und Unternehmen.
Die zentralen Themen sind Resilienz, Stressbewältigung, transformationale Führung sowie deren praktische Anwendung im betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welcher Führungsstil wissenschaftlich fundiert als resilientitätsfördernd für Beschäftigte und das Unternehmen eingestuft werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche und -analyse wissenschaftlicher Publikationen der Jahre 1995 bis 2015, primär aus der Datenbank PSYNDEX.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Begriffsbestimmung, die Betrachtung von Resilienz als Unternehmensressource sowie eine Bestandsaufnahme der Führungsforschung mit Fokus auf transformationaler Führung.
Die wichtigsten Schlagworte sind Resilienz, transformationale Führung, Salutogenese, betriebliches Gesundheitsmanagement und psychische Gesundheit.
Die Untersuchung zeigt, dass transformationale Führung als besonders förderlich für das Wohlbefinden und die Resilienz der Mitarbeiter wahrgenommen wird, da sie Sinn vermittelt und Stress reduziert.
Malik kritisiert die "Enthusiasmierung" der Mitarbeiter als nicht primäre Aufgabe der Führung und favorisiert stattdessen die genaue Beobachtung sowie die Passung von Aufgaben und Stärken.
Die Diskussion verdeutlicht, dass viele Studien auf subjektiven Einschätzungen beruhen und ein Bedarf an Längsschnittstudien besteht, um Wirkmechanismen präziser zu erklären.
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