Bachelorarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Problemstellung
2. Grundlagen der Finanzierung
2.1 Finanzierungsbegriff
2.2 Finanzierungsquellen
2.2.1 Eigenkapitalfinanzierung
2.2.2 Fremdkapitalfinanzierung
2.2.3 Mezzanine-Finanzierung
3. Mittelstandsfinanzierung
3.1 Definition und Abgrenzung des Mittelstands
3.2 Bedeutung des Mittelstands
3.3 Finanzierungssituation und Wandel der Mittelstandsfinanzierung
3.4 Auswirkungen von Basel III auf den Mittelstand
4. Anleihefinanzierung als Finanzierungsoption des Mittelstands
4.1 Grundlagen der Anleihefinanzierung
4.2 Börsensegmente
4.3 Klassifizierung von Unternehmensanleihen
4.4 Neues Handelssegment Prime Standard für Unternehmensanleihen
4.5 Charakteristika von Mittelstandsanleihen und Mittelstandsanleihesegmente
4.6 Kapitalmarktfähigkeit
4.7 Emission von Mittelstandsanleihen
4.7.1 Eigenemission
4.7.2 Fremdemission
4.7.3 Leistungen der Emissionsbank
4.7.4 Anleiheemissionsprozess und -strategie
4.7.4.1 Planungsphase
4.7.4.2 Vorbereitungsphase
4.7.4.3 Ausführungsphase
4.8 Emissionskosten
4.8.1 Variable Kosten der Anleiheemission
4.8.2 Fixkosten der Anleiheplatzierung
4.9 Bedeutung von Mittelstandsanleihen für Emittenten
4.9.1 Vorteile und Nutzen der Emission
4.9.1.1 Stärkung der Unabhängigkeit und finanziellen Flexibilität
4.9.1.2 Steigerung des Bekanntheitsgrades und positive Imagewirkung
4.9.1.3 Höhere Emissionsvolumina
4.9.1.4 Planungssicherheit
4.9.2 Nachteile für Emittenten
4.9.2.1 Kosten und Mindestemissionsvolumina
4.9.2.2 Lange Vorbereitungszeit und unsicheres Platzierungsvolumen
4.9.2.3 Refinanzierungsrisiko
4.9.2.4 Diskretionsverlust durch höhere Transparenz und Publizitätspflichten
4.10 Rating von Mittelstandsanleihen
4.10.1 Grundlagen des Ratings
4.10.2 Ratingmethodik
4.10.3 Ratingkosten
4.10.4 Anreize und Nutzenpotenziale von Ratings
4.10.5 Kritik und mittelstandsspezifische Anforderungen an Ratings
5. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Mittelstandsanleihen als alternative Fremdkapitalfinanzierungsmöglichkeit für mittelständische Unternehmen in Deutschland, vor dem Hintergrund verschärfter Kreditvergabebedingungen und der Notwendigkeit einer strategischen Unternehmensfinanzierung.
4.7.1 Eigenemission
Bei der Selbstemission bzw. Eigenemission wird die Emission der Anleihe vom Emittenten selbst vorgenommen. Es handelt sich um eine direkte Platzierung ohne Einschaltung einer Bank oder eines Emissionskonsortiums. Bei der Eigenemission werden die Investoren vom Emittenten selbst angesprochen. Meist nutzen die Emittenten zur Platzierung der Anleihe ihre Unternehmens-Homepage. Der Direktvertrieb über ein Online-Zeichnungsportal auf der Website des Anleiheemittenten ist ein möglicher Vertriebskanal zur Platzierung der Anleihe. Über diesen Vertriebsweg werden vor allem dem Unternehmen nahestehende Investoren („Friends & Family“) angesprochen. Die Einschaltung einer Emissionsbank erfolgt ausschließlich zur Unterstützung des Vertriebs bei der Platzierung des Emissionsvolumens als sogenannte „Selling Agents“. Selling Agents übernehmen den Vertrieb der Anleihen in Form eines Kommissionärs vor allem an (semi-)institutionelle Investoren. Zudem unterstützen viele Mittelstandsanleihesegmente mittlerweile die Emittenten bei der Vermarktung ihrer Anleihe. Die Mittelstandsbörsen stellen den Emittenten häufig eigene Vertriebskanäle (Zeichnungsbox) zur Verfügung, um darüber Retailanleger zu gewinnen.
Zur Sicherung einer vollständigen Anleiheplatzierung im Rahmen der Eigenemission sollten diese drei Vertriebswege genutzt und kombiniert werden.
1. Einleitung und Problemstellung: Zusammenfassung der ökonomischen Bedeutung des Mittelstands und der Notwendigkeit zur Erschließung neuer Finanzierungsinstrumente aufgrund veränderter Kreditvergabebedingungen.
2. Grundlagen der Finanzierung: Darstellung der theoretischen Einordnung von Finanzierungsbegriffen sowie der Unterteilung in Innen- und Außenfinanzierung.
3. Mittelstandsfinanzierung: Analyse der Definition und volkswirtschaftlichen Bedeutung des Mittelstands sowie der Auswirkungen von Basel III auf die Kreditfinanzierung.
4. Anleihefinanzierung als Finanzierungsoption des Mittelstands: Umfassende Betrachtung der Anleihe als Instrument, von den Grundlagen über den Emissionsprozess und die Kostenstruktur bis hin zur Bedeutung von Ratings für den Emittenten.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Abwägung der Chancen und Risiken der Anleihefinanzierung und Einschätzung der langfristigen Etablierung dieser Finanzierungsform im deutschen Mittelstand.
Mittelstand, Mittelstandsanleihen, Unternehmensfinanzierung, Fremdkapital, Anleiheemission, Kapitalmarktfähigkeit, Rating, Basel III, Bankenabhängigkeit, Finanzielle Flexibilität, Börsensegmente, Eigenemission, Fremdemission, Emissionskosten, Transparenz
Die Arbeit untersucht Mittelstandsanleihen als alternative Finanzierungsmethode, um die Abhängigkeit mittelständischer Unternehmen von klassischen Bankkrediten zu verringern.
Zentral sind die Finanzierungssituation des Mittelstands, die Bedeutung neuer Anleihesegmente, die Rolle von Ratings sowie die Analyse von Kosten und Nutzen einer Anleiheemission.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, unter welchen Voraussetzungen und für welche Unternehmen eine Anleiheemission eine lohnenswerte und praktikable Finanzierungsalternative darstellt.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, die Auswertung von Marktstudien (z.B. von PwC und KfW) sowie die Analyse von regulatorischen Rahmenbedingungen und Börsensegmenten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Finanzierung, die spezifische Situation des Mittelstands, die Mechanismen der Anleiheemission und die detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse inklusive Rating-Methodik.
Zu den zentralen Begriffen zählen Mittelstandsanleihen, Fremdkapital, Kapitalmarktfähigkeit, Rating, Basel III und Finanzielle Flexibilität.
Eine solide Eigenkapitalquote ist ein zentrales Kriterium für die Bonitätsbewertung durch Banken, insbesondere nach der Einführung von Basel III, und ist maßgeblich für die Zinskonditionen bei Krediten.
Ein Hauptproblem ist das Refinanzierungsrisiko am Laufzeitende sowie die teils hohen Emissionskosten und die strengen Transparenzanforderungen, die den administrativen Aufwand für den Emittenten erhöhen.
Ein Rating reduziert die Informationsasymmetrie zwischen Emittent und Investor, schafft Transparenz und ist an den meisten Mittelstandsbörsen eine verpflichtende Zugangsvoraussetzung.
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