Bachelorarbeit, 2014
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Motivation und Einbettung in meinen Studienverlauf
1.2 Struktur der Arbeit
2. Hauptteil
2.1 Situativer Urbanismus und die Psychogeographie
2.1.1 Die Situationistische Internationale
2.1.2 Die Psychogeographie
2.1.3 The Naked City
2.1.4 The New Babylon
2.2 Kunst im öffentlichen Raum und in der Stadtlandschaft
2.2.1 Definition
2.2.2 „Raum, Zeit und Architektur“
2.2.3 Gelebter Raum Stadtlandschaft früher und heute
2.2.4 Soziale Plastik
2.3 Urban Interventions
2.3.1 Definition
2.3.2 Überblick über die Kategorien
2.3.3 „Wenn aus Models Monster werden“
2.4 Cultural Hacking
2.4.1 Definition
2.4.2 Irritation im öffentlichen Raum
2.4.3 Kunst des Handelns
2.5 Promenadologie: Stadtspaziergänge
2.5.1 Die Idee
2.5.2 „Büro für Städtereisen“
2.5.3 Beispiele aus dem Unterricht
3. Schlussteil
3.1 Fazit
3.1.1. Ist Psychogeographie Teil der Kunst?
3.1.2 Sollte die Psychogeographie Einzug in den Unterricht erhalten?
3.1.3 Unterrichtsentwurf
3.2 Reflexion
3.2.1 Aufbau und Auswahl der Unterthemen
3.2.2 Schlusswort
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, das Themengebiet der Urban Interventions und insbesondere der Psychogeographie theoretisch aufzuarbeiten, um zu prüfen, inwieweit diese Ansätze als künstlerische Methode in den Kunstunterricht der Sekundarstufe integriert werden können, um Schülern einen neuen, aktiven Zugang zum öffentlichen Raum zu ermöglichen.
2.1.1 Die Situationistische Internationale
Den Hauptteil werde ich mit dem Situativen Urbanismus und der Psychogeographie beginnen. Das hat den Hintergrund, dass die Arbeit immer wieder darauf zurückgeführt werden soll und aufgrund dessen die wichtigsten Informationen dazu von Beginn an bekannt sein sollten.
Der Beginn des Situativen Urbanismus lässt sich auf das Jahr 1946 datieren. Einige Jugendliche, unter ihnen der Rumäne Isodore Isou, gründeten die Lettristische Bewegung. Schlechtes Benehmen und Rebellion sowie ihre schmutzigen Uniformen waren Ausdruck ihrer Unzufriedenheit. Aus dieser eher sporadisch organisierten Jugendfront bildeten sich zwei Lager. Eines um Isou, dessen Anhänger sich mit Kunst und Ästhetik beschäftigten. Die andere Seite hatte sich die “Anti-Kunst” und die kulturelle Sabotage zum Ziel gesetzt. 1952, nachdem der neunzehnjährige Guy Debord sich der zweiten Strömung der geteilten Gruppe anschloss, kam es durch eine Störaktion von Isou und seinen Anhängern zum endgültigen Bruch der gegensätzlichen Lager. Die um Debord gefestigte Gruppe trug nun den Namen Lettrische Internationale.
1957 entstand dann aus dieser die bis heute unter dem Namen Situationistische Internationale (kurz: SI) bekannte Gruppe, bei welcher Debord als Mitbegründer ausgeschrieben wird. Diese politisch links orientierte Gruppe bildete die Schnittstelle zwischen Kunst und Politik, Architektur und Wirklichkeit. Dessen Mitglieder, mit der Zeit hauptsächlich Künstler und Intellektuelle, wurden in den sechziger Jahren aktiv. Ihre Ziele waren relativ überschaubar. Die Situationisten wollten die bestehenden gesellschaftlichen Strukturen auflösen und durch spontane Aktionen und experimentelle Strategien Einfluss auf die Gesellschaft nehmen.
Sie “ersuchten die größtmögliche emanzipatorische Erneuerung der Gesellschaft.” Vor allem die herrschende Architektur des kapitalistischen Urbanismus war ihnen zuwider gewesen. Die SI veröffentlichte zudem eine Revue, die International Situationniste. In dieser publizierten sie auf ernste und zugleich witzige bis selbstironische Weise ihre Gedanken. Das Gründungsmanifest beinhaltet viele verschiedene Aspekte von vielen Situationisten und zeigt auf, warum die Abneigung zu den gesellschaftlichen Verhältnissen so gewachsen ist.
1. Einleitung: Darstellung der persönlichen Motivation und Struktur der Arbeit, die sich auf das Themenfeld der Urban Interventions konzentriert.
2. Hauptteil: Detaillierte theoretische Erarbeitung von Psychogeographie, Kunst im öffentlichen Raum, Urban Interventions, Cultural Hacking und Promenadologie sowie deren praktische Anwendung im Unterricht.
3. Schlussteil: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage sowie eine methodische Reflexion und Empfehlung für die Umsetzung im Schulalltag.
Psychogeographie, Urban Interventions, Situativer Urbanismus, Situationistische Internationale, Kunst im öffentlichen Raum, Cultural Hacking, Promenadologie, Stadtspaziergang, Soziale Plastik, Kunstunterricht, Raumtheorie, Dérive, Stadtlandschaft, Intervention
Die Arbeit untersucht die Verbindung zwischen künstlerischen Interventionen im öffentlichen Raum und deren Potenzial für den Kunstunterricht an Schulen.
Die Arbeit thematisiert schwerpunktmäßig Psychogeographie, Urban Interventions, Cultural Hacking und die Lehre der Promenadologie.
Das Ziel ist es, zu eruieren, ob Konzepte wie das bewusste Spazierengehen oder künstlerische Eingriffe in den Stadtraum geeignet sind, um Schülern ein neues Verständnis für ihren Handlungsraum zu vermitteln.
Die Autorin stützt sich auf eine literaturbasierte Analyse und den Transfer theoretischer Konzepte in praktische Unterrichtsentwürfe.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Situationistischen Internationale, Raumtheorien, Definitionen von Urban Interventions und praktische Beispiele wie das „Büro für Städtereisen“ oder konkrete Schulprojekte.
Die zentralen Begriffe umfassen Psychogeographie, Urban Interventions, Soziale Plastik, Kunstunterricht und Raumtheorie.
Unter Rückgriff auf Michel de Certeau wird Raum als ein durch menschliches Handeln und Bewegung ständig neu geschaffenes Resultat definiert, im Gegensatz zum statischen „Ort“.
Sie argumentiert, dass der öffentliche Raum als Ort der Interaktion Jugendliche motiviert, aktiv an ihrer Umwelt zu partizipieren und provokative gesellschaftliche Fragestellungen künstlerisch zu bearbeiten.
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