Bachelorarbeit, 2015
91 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Paradigmen – Versuch einer Begriffsklärung
2.1 Zivilgesellschaft
2.2 Organisationsverständnis
2.3 Prosperität
3. Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel
3.1 Der dritte Sektor: Zivilgesellschaft in Beziehung zu Staat und Markt
3.2 Zur Ökonomisierung des zivilgesellschaftlichen Sektors: Kulturfinanzierung im Verhältnis 90/10
3.3 Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH): Vereinbarkeit von ideeller Zielsetzung und ökonomischem Wirtschaften
4. Gemeinwohlorientiertes und solidarisches Wirtschaften: Der Peißnitzhaus e.V. als Praxisbeispiel
4.1 Das Selbstverständnis des Peißnitzhaus e.V.
4.2 Die praktischen Vor- und Nachteile des Konglomerats
5. Ausblick für eine prosperierende Gesellschaft
5.1 Potenziale einer von Staat und Wirtschaft gestärkten Zivilgesellschaft
5.2 Grenzen des gemeinwohlorientierten Wirtschaftens
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Hypothese, inwieweit die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) als hybride Organisationsform – welche ideelle Zielsetzungen mit ökonomischen Prinzipien verbindet – als Werkzeug für zivilgesellschaftliche Selbstbestimmung und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer modernen Gesellschaft fungieren kann.
Die gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH): Vereinbarkeit von ideeller Zielsetzung und ökonomischem Wirtschaften
Die gGmbH als gemeinnützige Kapitalgesellschaft unterliegt den allgemeinen Regelungen des Gesellschaftsrechts. Kapitalgesellschaften sind zwar vom Gesetzgeber für erwerbswirtschaftliche Unternehmungen konzipiert, eignen sich jedoch hervorragend „als äußerer rechtlicher Rahmen für gemeinnütziges Engagement“.
Die gGmbH bietet sich für die Ausübung gemeinnütziger Tätigkeiten insbesondere deswegen an, weil ihr einerseits gesellschaftsrechtlich eine klare Struktur innewohnt, die das Handeln der Organe eng an die Vorgaben der Satzung anknüpft. Andererseits verfügt sie aufgrund der institutionell vorgesehenen Fremdorganschaft über eine streng weisungsgebundene Geschäftsführung, für die anders als etwa im Fall der Stiftung nicht das Primat des ursprünglichen Stifterwillens, sondern die aktuellen, an die jeweiligen Umstände anpassbaren Weisungen der Gesellschafter gelten.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Dritten Sektors ein und thematisiert das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem Wandel, Markt- und Staatsversagen.
2. Theoretische Paradigmen – Versuch einer Begriffsklärung: Das Kapitel definiert die zentralen Begriffe Zivilgesellschaft, Organisationsverständnis und Prosperität als theoretische Grundlage der Arbeit.
3. Gemeinnützige Organisationen im gesellschaftlichen Wandel: Hier wird die historische Entwicklung gemeinnütziger Arbeit beleuchtet, die Beziehung zu Staat und Markt analysiert und die gGmbH als Instrument der Professionalisierung vorgestellt.
4. Gemeinwohlorientiertes und solidarisches Wirtschaften: Der Peißnitzhaus e.V. als Praxisbeispiel: Das Kapitel veranschaulicht anhand des Peißnitzhaus e.V. in Halle die praktische Umsetzung eines Rechtsform-Konglomerats zur Sicherung gemeinnütziger Arbeit.
5. Ausblick für eine prosperierende Gesellschaft: Dieser Ausblick diskutiert Potenziale und Grenzen gemeinnützigen Wirtschaftens für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie hybride Organisationsformen zivilgesellschaftliches Engagement stärken können, und unterstreicht die Notwendigkeit von Verantwortung durch das Individuum.
Zivilgesellschaft, Dritter Sektor, gGmbH, Gemeinnützigkeit, Hybridorganisation, Sozialunternehmen, Prosperität, Bürgerliches Engagement, Solidarische Ökonomie, Organisationswandel, Partizipation, Nachhaltigkeit, Wissensgesellschaft, Gemeinwohl-Ökonomie, Change Management
Die Arbeit untersucht die Rolle und Potenziale von zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Bewältigung moderner gesellschaftlicher Krisen durch neue Formen der Organisation.
Die Schwerpunkte liegen auf der Zivilgesellschaft als Funktionssystem, der Rolle von Hybridorganisationen wie der gGmbH und der Bedeutung solidarischen Wirtschaftens.
Ziel ist es zu klären, ob hybride Rechtsformen wie die gGmbH effektiv dazu beitragen können, gemeinnützige Ziele mit ökonomischer Stabilität zu verbinden und so die Zivilgesellschaft zu stärken.
Die Autorin stützt sich auf eine breite Literaturrecherche sowie eine hermeneutisch-interpretative Analyse des Diskurses um zivilgesellschaftliche Organisationen.
Im Hauptteil werden theoretische Paradigmen geklärt, der historische Wandel gemeinnütziger Arbeit analysiert und das Praxisbeispiel des Peißnitzhaus e.V. detailliert untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Hybridisierung, Systemtheorie nach Luhmann, Gemeinnützigkeit und soziale Innovation charakterisiert.
Die gGmbH wird als Werkzeug betrachtet, das durch eine klare gesellschaftsrechtliche Struktur Professionalisierung ermöglicht, ohne den gemeinnützigen Zweck zu opfern.
Es zeigt anschaulich, wie ein Konglomerat aus Verein, Genossenschaft und GmbH genutzt werden kann, um komplexe soziokulturelle Projekte finanziell und strukturell abzusichern.
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