Bachelorarbeit, 2015
100 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehen und Gliederung der Arbeit
2. Theoretische und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Diskussion wichtiger Begriffe
2.1.1 Online-Marketing
2.1.2 Content-Marketing
2.1.3 Native Advertising
2.1.4 Mobile Endgeräte
2.1.5 Werbewirkung
2.1.6 Glaubwürdigkeit im journalistischen Kontext
2.2 Rahmenbedingungen und Entwicklungen
2.2.1 Rechtliche Aspekte zur Regulierung von Native Advertising
2.2.2 Aktuelle Entwicklungen des Online / Mobile Marketing und die daraus resultierenden Herausforderungen für Publisher von journalistischen Inhalten
2.3 Werbewirkungsmessung im Kontext von Native Advertising
2.3.1 Erklärungstheoretische Modelle der Werbewirkungsforschung
2.3.2 Operationalisierung der Werbewirkung
2.3.3 Werbeerfolgsmessung mit der Messmethode Eyetracking
3. Forschungsstand und Herleitung der Forschungsfrage
3.1 Aktueller Forschungsstand
3.2 Abgrenzung des Forschungsfeldes
3.3 Herleitung und Darstellung der Forschungsfrage und den daraus abgeleiteten Hypothesen
4. Empirische Untersuchung
4.1 Untersuchungsdesign
4.1.1 Wahl der Methode
4.1.2 Auswahl des Untersuchungsgegenstandes
4.1.3 Auswahl der Probanden
4.2 Durchführung der Untersuchung
4.2.1 Untersuchungssaufbau des Eyetrackings
4.2.2 Konzipierung und Aufbau des Fragebogens
4.3 Darstellung der Ergebnisse
4.4 Diskussion der Ergebnisse und Kritik am Untersuchungsaufbau
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Native Advertising auf mobilen Endgeräten gekennzeichnet werden muss, um ein optimales Gleichgewicht zwischen der Werbewirkung (Klickrate) und der positiven Wahrnehmung durch den Konsumenten sowie der Glaubwürdigkeit des Mediums zu erzielen.
2.1.3 Native Advertising
Wie schon zuvor das Content-Marketing, wird auch Native Advertising als „Buzzword“ bezeichnet. Es beschreibt die konkrete Erscheinungsform der Werbemaßnahmen im Kosmos des Content-Marketing. Die beiden Begriffe müssen klar voneinander abgrenzt werden. Content-Marketing bezeichnet die Kreation und Distribution von relevantem Content, um Konsumenten zu aktivieren, zu gewinnen und an die Marke zu binden. Wohingegen Native Advertising die bezahlte Medialeistung bezeichnet, bei der das Anzeigeformat in Form und Funktion in die User Experience des Trägermediums eingebettet ist. Native Advertising kann aus unterschiedlichen Medieninhalten wie Text, Bild, Grafik, Animation, Audio oder Video bestehen. Einige Beispiele für Native Advertising sind Sponsored Stories bei Facebook, Promoted Videos bei YouTube, Promoted Tweets bei Twitter, Sponsored Listings bei Ebay oder Promoted Playlists bei Spotify.
Dan Greenberg der CEO des Softwareunternehmens Sharethrough aus San Francisco definiert Native Advertising wie folgt:
„Native advertising is a form of paid media, where the ad experience follows the natural form and function of the user experience in which it is placed“
Er versteht darunter also eine Form von medialem Inhalt, welcher in die eigentliche visuelle Gestaltung des entsprechenden Mediums eingebunden ist, und bei der die Werbung einen Teil des Inhalts darstellt. Diese Definition erinnert an eine bereits bekannte Werbeform, den „Advertorials“. In der Ausrichtung und Umsetzung ist das Native Advertising eng verwandt mit dem Advertorial. Im Vergleich zum Advertorial werden Inhalte aber nicht mehr manuell integriert, sondern automatisch ausgespielt. So können Zielgruppen direkt angesprochen werden und die Anzeige wird plattformübergreifend ausgeliefert und kann dennoch zentral bearbeitet werden. Somit wird dem Werbekunden die Möglichkeit geboten, einen Inhalt über eine zentrale Stelle (Adserver), über viele verschiedene Publisher zu verteilen und dabei eine Abrechnung zu wählen, die aus anderen Formaten bekannt ist (TKP). Das macht Content-Marketing und Advertorials unter dem Namen "Native Advertising" skalierbar.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen Native Advertising ein, skizziert die Problematik zwischen redaktionellen Inhalten und Werbeformaten und definiert die Zielsetzung sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Theoretische und konzeptionelle Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Online-Marketing, Content-Marketing und Native Advertising, beleuchtet rechtliche Rahmenbedingungen und diskutiert etablierte Modelle der Werbewirkungsforschung sowie die Methode des Eyetrackings.
3. Forschungsstand und Herleitung der Forschungsfrage: Auf Basis aktueller Studien wird der Forschungsstand zusammengefasst, eine Forschungslücke identifiziert und die zentrale Forschungsfrage sowie die darauf aufbauenden Hypothesen abgeleitet.
4. Empirische Untersuchung: Das Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die Wahl des Mediums (Zeit Online), die Auswahl der Probanden sowie die Durchführung der Eyetracking-Studie und der anschließenden Befragung zur Hypothesenprüfung.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Auswirkungen der Kennzeichnung auf Werbeerfolg und Glaubwürdigkeit und gibt eine Empfehlung für die Praxis.
Native Advertising, Online-Marketing, Werbewirkung, Eyetracking, Mobile-Marketing, Kennzeichnungspflicht, Trennungsgebot, Content-Marketing, Nutzerwahrnehmung, Glaubwürdigkeit, Werbeerfolg, Digitale Medien, User Experience, Werbepsychologie, Online-Journalismus.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Werbeform Native Advertising, insbesondere mit der Herausforderung, werbliche Inhalte so zu gestalten und zu kennzeichnen, dass sie einerseits als Werbung erkennbar sind, andererseits aber nicht die Glaubwürdigkeit des Mediums oder den Lesefluss beeinträchtigen.
Die zentralen Themenfelder sind die Definition und Abgrenzung von Native Advertising im digitalen Marketing, rechtliche Anforderungen zur Kennzeichnung von Anzeigen, psychologische Wirkungsmechanismen von Werbung sowie die Untersuchung der Nutzerwahrnehmung auf mobilen Endgeräten.
Das Ziel ist es, herauszufinden, in welcher Ausprägung die Abgrenzung zwischen redaktionellen und werblichen Inhalten bei Native Advertising erfolgen muss, um ein optimales Gleichgewicht zwischen einer hohen Klickrate und einer positiven Bewertung der Werbeform zu erreichen.
Es wird eine empirische Studie durchgeführt, die eine Kombination aus Eyetracking (Blickregistrierung) und einer anschließenden quantitativen/qualitativen Befragung von 30 Probanden nutzt, um das Verhalten und die Einstellung der Nutzer zu analysieren.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Modelle der Werbewirkung) erörtert, der Forschungsstand analysiert, die Forschungsfrage hergeleitet und anschließend das Untersuchungsdesign sowie die konkreten Ergebnisse der Eyetracking-Studie detailliert diskutiert.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Native Advertising, Werbewirkung, Eyetracking, Glaubwürdigkeit, Kennzeichnungspflicht und Mobile-Marketing.
Die Studie zeigt, dass eine sehr deutliche Kennzeichnung zwar das Image der Werbeform und die Akzeptanz bei den Nutzern verbessern kann, gleichzeitig jedoch die physische Wahrnehmung der Werbebotschaft und damit die Klickrate negativ beeinflusst.
Die Glaubwürdigkeit ist ein hohes Gut für journalistische Medien. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine deutliche Kennzeichnung dazu beitragen kann, das Vertrauen der Leser zu schützen, da sich die Konsumenten bei fehlender Kennzeichnung eher hintergangen fühlen.
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