Diplomarbeit, 2004
63 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Aktualität der Thematik – Zielsetzung der vorliegenden Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2 Grundlagen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit
2.1 Definition und Indikatoren von Entwicklung – Implikationen für die Beurteilung der Entwicklungshilfe
2.2 Ursprung der Entwicklungshilfe – Annahmen und ihre Auswirkungen
3 Die Entwicklungshilfe in der Diskussion
3.1 Beobachtungen, Ansichten und Forderungen der Kritiker
3.1.1 Geber im Spannungsfeld von Altruismus und Eigennutz
3.1.2 Kapazitäten und Leistungsfähigkeiten der Nehmerländer und ihr Einfluss auf den Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit
3.1.3 Zusammenarbeit und Koordination
3.1.3.1 Koordination zwischen verschiedenen Gebern
3.1.3.2 Koordination zwischen Gebern und Nehmern
3.1.4 Volatilität und Fungibilität der Entwicklungshilfezahlungen
3.1.5 Die „Holländische Krankheit“
3.1.6 Wirkung der Entwicklungshilfe auf die inländische Ersparnis
3.2 Schlussfolgerungen – Beendigung der Entwicklungszusammenarbeit?
4 Weltbank und die Verbesserung der Entwicklungszusammenarbeit
4.1 Weltbank und entwicklungspolitische Forschung
4.2 Voraussetzungen einer erfolgreichen Entwicklungszusammenarbeit
4.2.1 „Gute Politiken“ und Institutionen in den Nehmerländern
4.2.2 Wohlstandsniveau in den Empfängerländern
4.2.3 Anpassungsempfehlungen
5 Perspektiven und Konzepte für die Entwicklungshilfe im 21. Jahrhundert – Resümee, Ergänzungen, Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht kritisch die Effektivität traditioneller Entwicklungshilfeprogramme unter Berücksichtigung historischer Erfahrungen und aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse, um fundierte Empfehlungen für eine zukunftsfähige Entwicklungszusammenarbeit abzuleiten.
Geber im Spannungsfeld von Altruismus und Eigennutz
Ein erstes Problemfeld im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit ergibt sich nach Ansicht der Kritiker hinsichtlich der Motivation der Geberländer. Geber tendieren in vielen Fällen dazu, den Eindruck zu erwecken, dass ihr Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit überwiegend auf uneigennützige Beweggründe zurückzuführen ist, was sich beispielsweise auch in den bereits angesprochenen Millennium Development Goals widerspiegelt. Eine solche altruistische Motivationslage wird allerdings von Kritikern angezweifelt, sie sehen eigennützige Überlegungen der Geberländer als Hauptgründe für die Entwicklungshilfe. Sie glauben nicht, dass die Bemühungen der Geber vorrangig auf die Erhöhung der Wohlfahrt und des Glücks in den Nehmerländern ausgerichtet sind. Ganz im Gegenteil: „Im allgemeinen muß man jedoch davon ausgehen, daß Geberstaaten auf dem Wege der EZ [Anm. d. Verf.: Entwicklungszusammenarbeit] vor allem Eigeninteressen ökonomischer, politischer und geostrategischer Art verfolgen und gar Gegenleistungen erwarten.“
So waren nach dem zweiten Weltkrieg vor allem politische Motive dominant: „In der Systemkonkurrenz zwischen Sozialismus und Kapitalismus versuchten die verschiedenen Geberländer, Einflußzonen in der durch die Auflösung des Kolonialismus entstandenen Dritten Welt zu gewinnen. Im ideologisch bestimmten ,Wettlauf der Systeme’ ging es darum, die Ausbreitung der jeweils anderen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu verhindern [...]. Entwicklungshilfe wurde so zu einem wichtigen Teil der Außen- und Sicherheitspolitik.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung und Relevanz der Entwicklungshilfe ein und legt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Untersuchung dar.
2 Grundlagen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet verschiedene Indikatoren für Entwicklung und analysiert den historischen Ursprung sowie die theoretischen Annahmen der Entwicklungshilfe.
3 Die Entwicklungshilfe in der Diskussion: Hier erfolgt eine tiefgreifende kritische Auseinandersetzung mit der Motivationslage der Geber, den Kapazitäten der Nehmerländer, Koordinationsproblemen sowie spezifischen ökonomischen Effekten wie Fungibilität und der „Holländischen Krankheit“.
4 Weltbank und die Verbesserung der Entwicklungszusammenarbeit: Dieses Kapitel untersucht die Rolle der Weltbank und arbeitet die entscheidende Bedeutung von institutionellen Rahmenbedingungen („gute Politiken“) für den Erfolg von Hilfsmaßnahmen heraus.
5 Perspektiven und Konzepte für die Entwicklungshilfe im 21. Jahrhundert – Resümee, Ergänzungen, Schlussfolgerungen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und formuliert Ansätze für eine reformierte, effektivere Gestaltung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.
Entwicklungshilfe, Entwicklungszusammenarbeit, Armutsbekämpfung, Geberländer, Nehmerländer, Good Governance, Fungibilität, Volatilität, Wirtschaftswachstum, Institutionen, Weltbank, Entwicklungsökonomie, Institutionelle Anreize, Effektivität, Entwicklungspolitik.
Die Arbeit analysiert die Kritik an der internationalen Entwicklungshilfe und untersucht, unter welchen Bedingungen Hilfsleistungen tatsächlich zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in Empfängerländern beitragen können.
Zu den Schwerpunkten gehören die Motivationslage der Geberländer, die Rolle der Regierungsführung in Nehmerländern, die Auswirkungen von Koordination und Hilfsbindungen sowie die Bedeutung institutioneller Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, die Gründe für das oft enttäuschende Abschneiden der Entwicklungshilfe zu identifizieren und auf Basis neuester Forschungsergebnisse Verbesserungsvorschläge für eine effektivere Praxis zu formulieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse entwicklungstheoretischer Ansätze und wertet empirische Befunde sowie Fallstudien (u. a. der Weltbank) aus, um die Wirksamkeit von Hilfeleistungen zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Diskussion der bisherigen Hilfspraxis, die Untersuchung von Störfaktoren wie Fungibilität und Volatilität und eine anschließende Analyse der Erfolgsfaktoren („gute Politiken“) durch die Weltbank.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Entwicklungshilfe, Good Governance, Institutionen, Fungibilität und Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit charakterisiert.
Projekthilfe ist an spezifische, vom Geber festgelegte Investitionsvorhaben geknüpft, während Programmhilfe dem Nehmerland mehr Freiheit in der Mittelverwendung lässt.
Es erwies sich als realitätsfern, da es rein kapitalorientierte Ansätze (ähnlich dem Marshallplan) auf Entwicklungsländer übertrug, ohne die dort fehlenden institutionellen und sozialen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Kapitalabsorption zu berücksichtigen.
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