Bachelorarbeit, 2015
64 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Die Finanzierung und das Kapitalgeber-Management von Sozialunternehmen in der Literatur
2.1 Definition des Begriffs „Sozialunternehmen“
2.2 Ausgestaltungsmerkmale der Finanzierung von Sozialunternehmen
2.2.1 Eigenkapital
2.2.2 Fremdkapital
2.2.3 Mezzaninkapital
2.2.4 Spenden
2.2.5 Hybridkapital
2.3 Finanzierungsquellen von Sozialunternehmen
2.3.1 Leistungsempfänger und öffentliche Hand
2.3.2 Philanthropen
2.3.3 Sozial motivierte Investoren
2.3.4 Kommerziell motivierte Investoren
2.4 Das Kapitalgeber-Management von Sozialunternehmen
2.4.1 Die Prinzipal-Agent-Theorie als Grundlage des Kapitalgeber-Managements
2.4.2 Herausforderungen im Kapitalgeber-Management von Sozialunternehmen
2.4.3 Lösungsansätze für die Herausforderungen im Kapitalgeber-Management
2.5 Zwischenfazit
3. Beschreibung der Methodik und der Durchführung
4. Evaluation
4.1 Diskussion der Thesen
4.1.1 These 1: Ausgestaltungsmerkmale der Finanzierung
4.1.2 These 2: Finanzierungsquellen
4.1.3 These 3: Konflikte zwischen Kapitalgebern und Sozialunternehmern
4.1.4 These 4: Konflikte unter den Kapitalgebern
4.1.5 These 5: Lösungsansätze im Unternehmen
4.1.6 These 6: Lösungsansätze auf Systemebene
4.2 Abschließende Bewertung der Diskussionsergebnisse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Sozialunternehmen ihre Kapitalgeber effektiv managen können. Dabei wird analysiert, welche Finanzierungsformen existieren, welche Herausforderungen bei der Akquise von Kapital entstehen und durch welche Maßnahmen Konflikte zwischen Sozialunternehmern und Kapitalgebern auf Unternehmens- und Systemebene gelöst werden können.
2.2.1 Eigenkapital
Eigenkapital ist nachranging und permanent, das heißt es wird ohne Rückzahlungsanspruch vergeben. Der Investor kann sich nur aus dem Unternehmen zurückziehen, indem er seinen Anteil an einen anderen Investor übergibt. Der Investor trägt bei dieser Form der Finanzierung das höchste Risiko (vgl. Achleitner et al. 2011b, S. 280). Im Gegenzug für das Risiko erhält er einen Anteil am Unternehmen. Dadurch hat er eine gewisse Kontrolle über das Unternehmen, da er Miteigentümer wird und in der Regel Stimmrechte erhält. Diese werden in den vertraglichen Vereinbarungen geregelt und sind von der Rechtsform des Unternehmens sowie der Höhe der Anteile abhängig (vgl. Spiess-Knafl 2012, S. 76). Normalerweise verlangen Investoren als Gegenleistung zur Überlassung des Eigenkapitals eine Beteiligung an zukünftigen Gewinnen.
Im Fall von Sozialunternehmen wird der Gewinn jedoch meistens nicht ausgeschüttet, eine Vollausschüttung gibt es nie. Durch die Reinvestition der Gewinne in das Sozialunternehmen entsteht dafür ein vermehrter sozialer Gewinn (vgl. Achleitner et al. 2011b, S. 280).
Eigenkapital hat den Vorteil, dass es unbegrenzt zur Verfügung steht. Mitspracherechte sind jedoch ein zentrales Thema. Für Unternehmer, die sich für eine Eigenkapitalfinanzierung entscheiden, verringert sich durch sie der Einfluss auf ihr Unternehmen (vgl. Achleitner et al. 2011b, S. 280). Klassische Eigenkapitalbeteiligungen an Sozialunternehmen sind selten, weil die Ausschüttungen in der Regel geringer sein werden als bei profitorientierten Unternehmen und klassische Exit-Strategien schwierig zu realisieren sind, da sie die sozialen Ziele der Sozialunternehmer untergraben können (vgl. Bank of England (Hg.) 2003, S. 47–49).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen des Sozialunternehmertums ein, erläutert die Bedeutung der Finanzierung als Grundlage und definiert die explorative Zielsetzung der Arbeit.
2. Die Finanzierung und das Kapitalgeber-Management von Sozialunternehmen in der Literatur: Dieses Kapitel liefert einen Literaturüberblick zu Definitionen, Finanzierungsinstrumenten sowie den verschiedenen Kapitalgeber-Typen und deren Erwartungen im Kontext der Prinzipal-Agent-Theorie.
3. Beschreibung der Methodik und der Durchführung: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Experteninterviews sowie deren Auswertung durch ein Kategoriesystem dargelegt.
4. Evaluation: Dieses Kapitel diskutiert die aus der Literatur abgeleiteten Thesen anhand der geführten Experteninterviews und bewertet die Diskussionsergebnisse abschließend.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Finanzierung von Sozialunternehmen zusammen, betont die Relevanz der Kommunikation zur Konfliktlösung und gibt Ausblicke auf die Weiterentwicklung des Impact Investing-Marktes.
Sozialunternehmen, Finanzierung, Sozialunternehmertum, Impact Investing, Kapitalgeber-Management, Mezzaninkapital, Prinzipal-Agent-Theorie, Soziale Rendite, Finanzielle Rendite, Wirkungsmessung, Konfliktmanagement, Soziale Innovation, Stiftungen, Risikokapital.
Die Arbeit analysiert, wie Sozialunternehmen ihre Finanzierung sichern und ihr Kapitalgeber-Management optimieren können, um soziale und ökonomische Ziele in Einklang zu bringen.
Die Untersuchung beleuchtet verschiedene Finanzierungsinstrumente, die Typologie von Kapitalgebern, die Konfliktpotenziale zwischen diesen Akteuren sowie Lösungsansätze zur Verbesserung der Zusammenarbeit.
Ziel ist es, Thesen über die Finanzierung und das Management von Sozialunternehmen zu entwickeln, die durch Experteninterviews validiert und erweitert werden.
Es wurde ein explorativer Ansatz gewählt, der auf einer Literaturanalyse und qualitativen Experteninterviews mit fünf Fachleuten aus verschiedenen Bereichen der Sozialfinanzierung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Finanzierungsinstrumente und Konflikttheorien sowie eine empirische Diskussion, in der Thesen zu Konfliktbewältigung und Marktentwicklung erörtert werden.
Wichtige Konzepte sind das "Sozialunternehmertum", "Impact Investing", "Prinzipal-Agent-Probleme", "Mezzaninkapital" und die Herausforderung der "Wirkungsmessung".
Sie dient als theoretischer Rahmen, um die Interessenkonflikte zwischen Sozialunternehmern (Agent) und Kapitalgebern (Prinzipal) zu analysieren und Agency-Kosten zu verstehen.
Sie werden als erfolgsabhängige Finanzierungsinstrumente diskutiert, die die öffentliche Hand und private Investoren verbinden können, um spezifische soziale Ziele zu erreichen.
Es bietet eine hohe Flexibilität, ermöglicht Kapitalgebern Stimmrechte, ohne die Kontrolle des Unternehmers so stark wie bei reinem Eigenkapital zu beschneiden, und gilt als attraktiver Kompromiss.
Eine Kombination von Rechtsformen (z.B. GmbH und e.V.) hilft, den sozialen Zweck zu schützen und gleichzeitig den Zugang zu verschiedenen Kapitalquellen zu erleichtern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

