Bachelorarbeit, 2009
37 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Das Ausmaß der Jerusalemer Übereinkunft (Gal 2, 7-10) im Dienst des Apostels Paulus
2.1 Die Ausgangslage: Hungersnot in Judäa
2.2 Exkurs: Lässt sich Gal 2, 1-10 mit dem Bericht der Apostelgeschichte harmonisieren?
2.3 Die Vereinbarung der Armenfürsorge (Gal 2, 10)
2.3.1 Kurze Charakterisierung der Bitte
2.3.2 Wer sind „die Armen“?
2.4 Zwischenergebnis
3. Die Missionstätigkeit des Apostels Paulus unter dem Aspekt der Kollektensammlung
3.1 Exkurs: Zur Chronologie des Apostels Paulus im Zusammenhang der Kollektenüberbringung nach Jerusalem
3.2 Zum Vorgang der Sammlung
3.2.1 In Galatien
3.2.2 In Mazedonien (Philippi)
3.2.3 In Achaja (Korinth)
3.2.4 In Rom?
3.3 Zur Motivation der Geldsammlung nach Röm 15, 16.25-28 und Überbringung der Kollekte nach Jerusalem (Apg 21, 17ff.)
4. Rückblick und Ertrag: Zur Bedeutung der Kollektensammlung bei Paulus
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Kollektensammlung im Leben und Dienst des Apostels Paulus. Ziel ist es, die Motive und Intentionen des Apostels hinter diesem Projekt zu identifizieren und die Kollekte als ein in den paulinischen Missionsauftrag integriertes Element zu verstehen, welches über eine rein karitative Maßnahme hinausgeht.
2.3 Die Vereinbarung der Armenfürsorge (Gal 2, 10)
Paulus beendet seinen Bericht von der Jerusalemer Konferenz mit der Erwähnung einer Bitte, welche die „Angesehenen“ (Gal 2, 2.6.9) Barnabas und ihm gegenüber nachdrücklich vorgebracht haben: µόνον τῶν πτωχῶν ἵνα µνηµονεύωµεν („nur sollten wir der Armen gedenken“; 2, 10a). Wenn die Bitte der Jerusalemer Leiter um die Kollekte nach Becker „als eine freiwillige und einmalige Diakonie Antiochias für die Armen des Judenchristentums in Jerusalem (Röm 15, 26) zu verstehen [ist], ... nicht als eine regelmäßige Abgabe aller völkerchristlichen Gemeinden an alle Jerusalemer Christen“ (1998a:37), dann ist das insoweit richtig, als dass ihr freiwilliger Aspekt sowie ihre Begrenzung auf die Mildtätigkeit Antiochias betont wird (vgl. Georgi 1994:29). Wir finden in der Tat keine Anzeichen dafür, dass den Abgesandten Antiochias an dieser Stelle die Sammlung außerhalb ihres Gemeindekreises auferlegt wird. Der von Becker angenommene Einmaligkeitscharakter der Kollekte muss aufgrund des Textbefundes jedoch eindeutig abgelehnt werden – die Bitte der Jerusalemer Apostel, die Paulus mit „nur sollten wir der Armen gedenken“ (Gal 2, 10a) wiedergegeben hat, vermag diese These nicht zu stützen. So ist eher mit Horn (2001:29) für wahrscheinlich zu halten, „dass es in der Frühzeit mehrere Unterstützungsaktionen für Jerusalem gegeben hat, die im wesentlichen von Antiochia ausgingen“.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, indem sie die Bedeutung des Geldes und der finanziellen Hilfeleistungen im frühchristlichen Kontext und in der Paulusforschung skizziert.
2 Das Ausmaß der Jerusalemer Übereinkunft (Gal 2, 7-10) im Dienst des Apostels Paulus: Dieses Kapitel analysiert das Jerusalemer Abkommen, insbesondere die Bitte um Armenfürsorge, und hinterfragt deren Bedeutung und zeitliche Einordnung.
3 Die Missionstätigkeit des Apostels Paulus unter dem Aspekt der Kollektensammlung: Hier wird der Prozess der Sammlung in verschiedenen Provinzen sowie die chronologische Einordnung des paulinischen Wirkens in diesem Zusammenhang detailliert untersucht.
4 Rückblick und Ertrag: Zur Bedeutung der Kollektensammlung bei Paulus: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Kollekte als ein wichtiges Instrument für die Einheit und Dokumentation der Kirche.
Paulus, Kollektensammlung, Jerusalem, Heidenmission, Armenfürsorge, Galaterbrief, Korintherbriefe, Römerbrief, christliche Einheit, soziale Hilfe, Apostelgeschichte, Missionschronologie, Spende, Gemeinschaft, Diakonie.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung und die Beweggründe der von Paulus initiierten Kollektensammlung für die Jerusalemer Urgemeinde im Kontext seines gesamten apostolischen Wirkens.
Zentrale Themen sind die historische Einordnung der Kollekte, die Analyse von Bibelstellen (v.a. Galater- und Korintherbrief), die Rolle der Jerusalemer Übereinkunft sowie die missionstheologische Bedeutung finanzieller Hilfe.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Kollekte nicht nur eine soziale Hilfsmaßnahme war, sondern tief in das theologische Verständnis von Einheit zwischen Juden- und Heidenchristen bei Paulus eingebettet ist.
Die Arbeit folgt einer exegetisch-historischen Methode, indem sie biblische Texte und zeitgenössische Forschungsliteratur analysiert, um eine chronologische und theologische Einordnung des Kollektenthemas vorzunehmen.
Im Hauptteil wird der Prozess der Sammlung in den verschiedenen Missionsgebieten (Galatien, Mazedonien, Achaja) nachgezeichnet und die Motivation nach dem Römerbrief sowie der Apostelgeschichte diskutiert.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kollektensammlung, Heidenmission, soziale Gerechtigkeit, christliche Einheit, Paulus und Jerusalem geprägt.
Die Chronologie ist entscheidend, um den zeitlichen Ablauf der Kollektenreise zu verstehen und zu klären, wann und wie die Sammlung in den verschiedenen Gemeinden initiiert wurde.
Der Autor argumentiert, dass dieser Aufruf nicht nur finanziell zu verstehen ist, sondern als ein fortwährendes Versprechen zur Solidarität und als Ausdruck der apostolischen Beziehung zwischen Paulus und der Jerusalemer Urgemeinde.
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