Bachelorarbeit, 2013
59 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
1. 1. Thema der Arbeit
1. 2. Forschungsfrage
1. 3. Theorieperspektive
1. 4. Aufbau der Arbeit
1. 5. Methodisches Vorgehen
1. 6. Forschungsstand
2. Definitionen
2. 1. Begriffsbestimmung
2. 2. Theorieansätze
3. Gründe für die Abnahme der Wähler- und Mitgliederzahlen
3. 2. Mikrosoziologische Theorie
3. 1. 1. Konfession und Kirchenbindung
3. 1. 2. Bildung
3. 2. Rationalistische Theorie
3. 2. 1. Nutzenmaximierende Wahlversprechen
3. 2. 2. Negative Kosten
3. 3. Sozialpsychologische Theorie
3. 3. 1. Kandidatenorientierung
3. 3. 2. Sachthemenorientierung (Wirtschaftslage)
3. 3. 3. Parteiidentifikation
4. Milieutheorie: Beantwortung der Verlustfrage durch Wegfall der Stammwählerschaft?
5. Theoriekritik
6. Schlussbemerkung
Die Bachelorarbeit untersucht die Ursachen für den kontinuierlichen Wähler- und Mitgliederverlust der CDU in Deutschland. Ziel ist es, den Rückgang der Stammwählerschaft im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen durch die Anwendung verschiedener politikwissenschaftlicher Wahlentscheidungstheorien zu erklären und daraus resultierende Probleme für die Bundespolitik abzuleiten.
1. 1. Thema der Arbeit
Die Demokratie bildet als Staatsform der Bundesrepublik Deutschland seit nunmehr über 60 Jahren das Rückgrat von tiefstem Frieden und vor allem von politischer Stabilität. Hierbei spielten und spielen speziell die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) mit ihrer Schwesterpartei der Christlich Sozialen Union Bayerns (CSU), sowie der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) eine herausragende Rolle in der Geschichte, da sie in den Nachkriegsjahren des zweiten Weltkrieges der Demokratie erste Möglichkeiten zur Existenz boten und damit dem politischen und wirtschaftlichen Leben im vom Krieg gezeichneten Deutschland. Beide Parteien wurden in den Nachkriegsjahren gegründet bzw. reaktiviert und stellten von diesem Zeitpunkt an alle deutschen Kanzler – sie sind die so genannten Volksparteien.
Nachdem sowohl die Mitgliederzahlen als auch die Zahl der abgegebenen Stimmen für diese beiden Volksparteien in den letzten Jahren mitunter dramatisch abgenommen hatten (vgl. Abb. 1: Die SPD verlor zwischen 1990 und 2010 ca. 46% ihrer Mitglieder, die CDU 36%), stellt sich die Frage, ob dieser Umstand der »volkslosen Volksparteien« einem veränderten Partizipationsverhalten eines jeden Bürgers geschuldet ist, ob sich die Parteien eher – und hierbei soll besonderer Wert auf die CDU gelegt werden – in eine falsche Richtung entwickelt haben, oder ob es andere Gründe für die schrumpfende Popularität der Partei gibt.
In Abbildung 1 ist deutlich der angesprochene Rückgang der Mitglieder der beiden großen Volksparteien zu erkennen. Es werden hierbei die Mitgliederzahlen in absoluten Zahlen auf der Ordinate und die Jahreszahlen der Messungen auf der Abszisse abgetragen. Die senkrechte schwarze Linie stellt das Datum der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland dar. Es ist zu beobachten, dass die große Verlustwelle der Mitglieder hier einsetzt.
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Volksparteien und Formulierung der Forschungsfrage zum Wählerverlust der CDU.
2. Definitionen: Klärung der Kernbegriffe "Volkspartei" und "konservativ" sowie theoretische Einordnung der gewählten Forschungsmodelle.
3. Gründe für die Abnahme der Wähler- und Mitgliederzahlen: Analyse der Ursachen durch die mikrosoziologische, rationalistische und sozialpsychologische Theorie im Hinblick auf die CDU.
4. Milieutheorie: Beantwortung der Verlustfrage durch Wegfall der Stammwählerschaft?: Zusammenführende Diskussion darüber, ob die Erosion von Milieus den langfristigen Rückgang der CDU-Wählerschaft hinreichend erklären kann.
5. Theoriekritik: Kritische Reflexion über die Aussagekraft und Grenzen der angewandten politikwissenschaftlichen Theorien.
6. Schlussbemerkung: Fazit und Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Zukunft der Volksparteien in einem sich wandelnden gesellschaftlichen Umfeld.
CDU, Volkspartei, Wahlverhalten, Stammwählerschaft, Mikrosoziologische Theorie, Rationalistische Theorie, Sozialpsychologische Theorie, Mitgliederverlust, Parteiidentifikation, Kandidatenorientierung, Gesellschaftlicher Wandel, Säkularisierung, Cleavages, Politische Stabilität, Konservatismus.
Die Arbeit befasst sich mit dem historischen und aktuellen Rückgang von Wählern und Mitgliedern bei den deutschen Volksparteien, mit einem besonderen Fokus auf die CDU.
Zentrale Themenfelder sind die Analyse von Wahlentscheidungsprozessen, der Einfluss des gesellschaftlichen Wandels auf das Parteiensystem sowie die Rolle von sozialen Milieus und Parteibindungen.
Die Forschungsfrage lautet: Warum verliert die CDU ihre Wähler, und welche Rolle spielt dabei der Wegfall der Stammwählerschaft durch gesellschaftliche Divergenz?
Es werden eine Auswertung vorhandener Fachliteratur sowie eine Dokumentenanalyse von Daten der Wahlforschung durchgeführt, um verschiedene theoretische Modelle auf die Praxis anzuwenden.
Der Hauptteil gliedert sich in drei Theorieblöcke: mikrosoziologische Ansätze (Konfession, Bildung), rationalistische Kosten-Nutzen-Modelle und sozialpsychologische Erklärungsansätze.
Wichtige Begriffe sind insbesondere: CDU, Volkspartei, Stammwählerschaft, Milieutheorie, Parteiidentifikation und politischer Wandel.
Die CDU hat historische Wurzeln im christlichen Werteverständnis. Der Rückgang der Kirchenbindung führt laut Arbeit zu einer Erosion des traditionellen Stammwählermilieus der Partei.
Die Analyse zeigt, dass die Kandidatenorientierung in Deutschland eine deutlich geringere Relevanz für das Wahlverhalten besitzt als beispielsweise in den USA und den Wählerverlust der CDU nicht erklären kann.
Die Erosion bedeutet, dass soziale Bindungen (wie Konfession oder Schichtzugehörigkeit) an politischer Prägekraft verlieren, was die Stammwählerbasis schrumpfen lässt und Volksparteien vor die Herausforderung stellt, sich in einem volatilen Umfeld neu zu positionieren.
Der Autor stellt fest, dass zwar eine Korrelation zwischen steigendem Bildungsniveau und Wählerverhalten bestehen kann, die Wirkungsrichtung jedoch komplex ist und nicht pauschal als alleiniger Ursache für den Stimmenverlust gewertet werden darf.
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