Masterarbeit, 2015
89 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die mehrdeutige Konzeption von Figurenbeschreibungen in Wolframs von Eschenbachs „Parzival“ hinsichtlich der klassischen Dichotomie hässlich/böse und schön/gut. Sie analysiert die Figur des Parzival und die Gralsbotin Cundrie, um herauszuarbeiten, wie die unterschiedlichen Ebenen von narrativer Stimme und Wahrnehmungsperspektiven diese Dichotomie in Frage stellen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Kontext der Figurenbeschreibungen in Wolframs „Parzival“ einführt und die Forschungsfrage formuliert. Das zweite Kapitel beleuchtet den philosophischen Diskurs über Schönheit und Hässlichkeit im Mittelalter. Das dritte Kapitel analysiert die literarische Darstellung von Schönheit und Hässlichkeit in höfischen Romanen. Das vierte Kapitel stellt die methodische Grundlage der Arbeit vor. Kapitel 5 untersucht die Figur des Parzivals und seine Ambiguität in Bezug auf Schönheit und Moral. Kapitel 6 analysiert die Figur der Cundrie und ihren Kontrast zwischen äußerer Hässlichkeit und innerer Weisheit. Die Arbeit endet mit einem Fazit, das die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Schönheit, Hässlichkeit, Ambiguität, Figurenbeschreibung, narrative Stimme, Wahrnehmungsperspektiven, höfische Literatur, Wolfram von Eschenbach, „Parzival“, Parzival, Cundrie. Sie analysiert die Figuren und ihre Darstellung in Bezug auf die klassische Dichotomie hässlich/böse und schön/gut.
Eigentlich galt im Mittelalter: Schön ist gut, hässlich ist böse. Wolfram bricht dies jedoch auf, indem er den schönen Parzival moralisch fragwürdig handeln lässt und die hässliche Cundrie als weise und tugendhaft darstellt.
Cundrie ist die Gralsbotin, die äußerlich extrem hässlich (mit Wildschweinzähnen) beschrieben wird, aber hochgebildet ist, drei Sprachen beherrscht und die septem artes liberales studiert hat.
Obwohl Parzival als schönster Mann seit Adam gilt, begeht er schwere Sünden, wie die Ermordung Ithers oder das Versäumnis der Mitleidsfrage auf der Gralsburg.
Es ist die Untersuchung der Korrelation zwischen der körperlichen Erscheinung (Außen) und der charakterlichen bzw. moralischen Verfassung (Innen) einer literarischen Figur.
Am Ende tritt das Lob seiner Schönheit zurück und seine Tugenden werden stilisiert. Dies symbolisiert seine innere Wandlung und Reife zum Gralskönig.
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