Bachelorarbeit, 2011
53 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen
2.1 Definition Geschäftsbereich
2.2 Erfolgsbeurteilung als Teil des Controllings
3 Anforderungen an die Erfolgsbeurteilung
3.1 Entscheidungsrelevanz
3.2 Kontrollrelevanz
3.2.1 Anreizverträglichkeit
3.2.2 Kommunikationsfähigkeit
3.3 Wirtschaftlichkeit
3.4 Zusätzliche Anforderungen an ein Beteiligungscontrolling
4 Eignung traditioneller Erfolgsgrößen für die Erfolgsbeurteilung
4.1 Periodenerfolg
4.1.1 Zielkongruenz
4.1.2 Maßgenauigkeit
4.2 Renditekennzahlen
4.2.1 ROI
4.2.2 ROE
4.3 Fazit zur Eignung traditioneller Erfolgsgrößen
5 Eignung CVA vs. SVA für die Erfolgsbeurteilung
5.1 CVA
5.1.1 CFROIIRR
5.1.2 Algebraischer CFROI
5.1.3 Kritische Würdigung des CFROI-Konzeptes
5.1.4 Kapitalkosten
5.1.5 Eignung CVA
5.2 SVA
5.2.1 Ermittlung des Shareholder Value
5.2.2 SVA als Performancemaß
5.2.3 Eignung des SVA
5.3 Vergleich CVA vs. SVA und Fazit
6 Zusammenfassung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit die Kennzahlen des Cash Value Added (CVA) und des Shareholder Value Added (SVA) zur wertorientierten Erfolgsbeurteilung von Geschäftsbereichen geeignet sind. Dabei wird die Eignung der Instrumente insbesondere vor dem Hintergrund der Anforderungen der Anreizverträglichkeit, bestehend aus Zielkongruenz und Maßgenauigkeit, kritisch geprüft und mit traditionellen Erfolgsgrößen verglichen.
4.2.1 ROI
Der ROI ist als Instrument zur Erfolgsbeurteilung von Geschäftsbereichen äußerst beliebt. Diese Popularität resultiert in erster Linie daraus, dass durch eine einzige Kennzahl ein globaler Finanzstatus wiedergegeben und eine Vergleichbarkeit von Geschäftsbereichen ermöglicht wird. Allgemein ist der ROI wie folgt definiert: ROI = Gewinn / Gesamtkapital
Für den ROI existieren unterschiedliche Definitionen hinsichtlich der Gewinn- und Kapitalgröße. Bei Verwendung des Jahresüberschusses kann die Höhe des ROI durch Veränderungen der Kapitalstruktur beeinflusst werden. Bei Verlagerung der Finanzierung von Fremd- auf Eigenkapital, sinkt der Zinsaufwand und der Jahresüberschuss sowie der ROI steigen. Wird das Gesamtergebnis vor Zinsen und Steuern angesetzt, ist der ROI hingegen nicht mehr durch Finanzierungsentscheidungen beeinflussbar. Dies ist vorteilhaft, da Manipulationsmöglichkeiten entfallen. Problematisch ist allerdings anzusehen, dass der ROI, aufgrund der Unbeeinflussbarkeit, nicht reagiert, wenn die Verschuldung vom Optimum abweicht.
Der ROI weist im Zähler eine Gewinngröße auf, die aus der Periodenerfolgsrechnung stammt und somit mit den in Abschnitt 3.1 diskutierten Schwächen behaftet ist. Insbesondere die Problematik der mangelnden Zielkongruenz wird auch durch das In-Bezug-Setzen zur Kapitalbasis des Geschäftsbereichs nicht gelöst, da diese ebenfalls auf periodisierten Vergangenheitsgrößen basiert. Vielmehr führt die Quotientenbildung dazu, dass der ROI sehr stark von der Höhe der Kapitalbasis abhängt. Diese wiederum unterliegt dem Einfluss zahlreicher Faktoren, deren Zusammenhang zu einer Wertsteigerung der Geschäftsbereiche als äußerst kritisch bzw. nicht gegeben anzusehen ist. Im Folgenden werden diese Faktoren und deren verzerrender Einfluss auf die Aussagefähigkeit des ROI sowie die dadurch auftretenden Probleme erläutert.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung des Shareholder Value als unternehmenspolitische Zielsetzung und die Notwendigkeit geeigneter Performancegrößen in dezentralen Geschäftsbereichsstrukturen.
2 Grundlagen: Hier wird der Geschäftsbereich als Investment-Center definiert und die Erfolgsbeurteilung in den Kontext der Controlling-Aufgaben eingeordnet.
3 Anforderungen an die Erfolgsbeurteilung: Es werden zentrale Anforderungen wie Entscheidungsrelevanz, Kontrollrelevanz, Anreizverträglichkeit und Maßgenauigkeit für Steuerungsinstrumente abgeleitet.
4 Eignung traditioneller Erfolgsgrößen für die Erfolgsbeurteilung: Die Schwächen klassischer Größen wie Periodenerfolg, ROI und ROE hinsichtlich ihrer mangelnden Zielkongruenz und Anfälligkeit für Verzerrungen werden dargelegt.
5 Eignung CVA vs. SVA für die Erfolgsbeurteilung: Eine detaillierte Untersuchung des CVA- und SVA-Konzeptes sowie ein Vergleich ihrer Eignung unter Berücksichtigung des Zielkonflikts zwischen Zielkongruenz und Maßgenauigkeit.
6 Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden synthetisiert und der Zielkonflikt zwischen den Anforderungen einer wertorientierten Steuerung resümiert.
Shareholder Value, Cash Value Added, Shareholder Value Added, Erfolgsbeurteilung, Geschäftsbereiche, Controlling, Anreizverträglichkeit, Zielkongruenz, Maßgenauigkeit, ROI, ROE, Wertorientierung, Investitionsrechnung, CFROI, Kapitalkosten.
Die Arbeit untersucht die Eignung der wertorientierten Kennzahlen Cash Value Added (CVA) und Shareholder Value Added (SVA) für die Erfolgsbeurteilung von Geschäftsbereichen.
Die Arbeit behandelt die wertorientierte Unternehmensführung, das Controlling von Geschäftsbereichen, die Analyse traditioneller Kennzahlen und die Prüfung moderner Residualgewinnkonzepte auf ihre Eignung als Steuerungsinstrumente.
Das primäre Ziel ist zu prüfen, inwieweit CVA und SVA die Anforderungen an eine anreizverträgliche Erfolgsbeurteilung erfüllen, insbesondere im Hinblick auf Zielkongruenz und Maßgenauigkeit.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und kritischen Würdigung bestehender Managementkonzepte, unterstützt durch eine Eignungsuntersuchung anhand definierter Anforderungen und durch Beispielrechnungen.
Der Hauptteil analysiert zunächst die Schwächen traditioneller Renditekennzahlen und vergleicht anschließend die Konzeptionen sowie die Manipulationsanfälligkeit von CVA und SVA.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Shareholder Value, CVA, SVA, Anreizverträglichkeit, Zielkongruenz, Maßgenauigkeit und wertorientierte Steuerung.
Der ROI basiert auf vergangenheitsorientierten Werten und ist anfällig für bilanzpolitische Verzerrungen, was zu Fehlanreizen und mangelnder Zielkongruenz führt.
Während der SVA als zukunftsorientiertes Maß eine höhere Zielkongruenz aufweist, ist er stärker manipulationsanfällig; der CVA bietet zwar eine höhere Maßgenauigkeit, hat jedoch Schwächen bei der Abbildung zukünftiger Wertpotenziale.
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