Masterarbeit, 2014
131 Seiten, Note: 1,0
1 Hintergründe und Zielsetzung
2 Grundlagen und theoretischer Hintergrund
2.1 Die Automobilindustrie
2.1.1 Produktlebenszyklus
2.1.2 Aufbau der Produktion
2.1.3 Herausforderungen
2.2 Projektlebenszyklus im Anlagenbau
2.2.1 Projektphasen
2.2.2 Prozesse im Projekt
2.3 Requirement Engineering und Management
2.3.1 Anforderungen
2.3.2 Werkzeuge und Hilfsmittel
2.3.3 Personelle Voraussetzung und Verantwortlichkeiten
3 Analyse von RE&M im Anlagenbau der Automobilindustrie
3.1 Unterstützung von Prozessen durch RE&M
3.1.1 Risikomanagement
3.1.2 Änderungs- und Claim Management
3.1.3 Kostenreduktion und Qualitätssicherung
3.1.4 Kontinuierliche Verbesserung
3.1.5 Zertifizierungen
3.2 Mögliche Anwendung von RE&M im Projekt
3.2.1 RE&M und Projektmanagement
3.2.2 RE&M in der Angebotsphase
3.2.2.1 Vorbereitung und Projektstart
3.2.2.2 Erfassen von Anforderungen
3.2.2.3 Dokumentieren von Anforderungen
3.2.2.4 Validieren von Anforderungen
3.2.2.5 Abschluss der Angebotsphase
3.2.3 RE&M in der Abwicklungsphase
3.2.3.1 Ausarbeitung der Projektplanung
3.2.3.2 Managen von Anforderungen
3.2.3.3 Projektverfolgung
3.2.3.4 Projektabschluss
3.2.4 RE&M in der Nutzungsphase der Anlage
3.2.4.1 Vertragsrelevante Anforderungen
3.2.4.2 After-Sales-Management
4 Ausblick: Implementierung
4.1 Einführung von RE&M in einer Unternehmung
4.2 Werkzeugauswahl
5 Resümee
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Requirement Engineering & Management (RE&M) Methoden auf das Projektmanagement im automobilen Anlagenbau, um die Effizienz der Projektabwicklung angesichts steigender Marktkomplexität und schwindender Margen zu steigern.
3.2.2.2 Erfassen von Anforderungen
Wie bereits im Theorieteil unter Punkt 2.3.1 beschrieben, sind in der Regel folgende Quellen die Basis für Anforderungen: Die Grundlage im Anlagenbau sind Dokumente, wie zum Beispiel das Lastenheft mit seinen Anhängen. Aber auch die Stakeholder sind enorm wichtig und bringen viele Anforderungen in das Projekt ein. Weitere Anforderungen können aus bereits im Betrieb befindlichen Anlagen entstehen, zum Beispiel bei Integrationen und/oder Erweiterungen von bestehenden Produktionslinien.
Im Gegensatz zur Ermittlung der Anforderungen in einem Softwareprojekt, welches als eines der Ursprünge des RE&M gilt, und bei welchem viele Anforderungen ungenau sind, sind die Anforderungen im Anlagenbau der Automobilindustrie meist eindeutig und gut dokumentiert.
Herausforderung ist die Menge und die Konsistenz der Anforderungen. Die Systematik von RE&M unterstützt dabei, die Menge an Anforderungen und Änderungsanforderungen zu bewältigen. Auch im Anlagenbau können Befragungstechniken verwendet werden, um Unklarheiten zu beseitigen. Diese Befragungen können zum Beispiel in einem Interview und auf Basis der erstellten LOP mit dem Kunden geführt werden. Weitere Techniken zur Informationsgewinnung, die durchaus im Anlagenbau verwendet werden können, sind die sogenannten Artefakt-basierten Techniken (siehe Punkt 2.3.1). Hier kann zum Beispiel mit der Re-Use - Wiederverwendung gearbeitet werden.
Je nach Projekt, Art und Unternehmung können auch mehrere Methoden miteinander kombiniert werden, um die Effektivität der bisher beschriebenen Ermittlungstechniken und die Qualität der ermittelten Anforderungen zu verbessern. Hierzu gibt es weitere sogenannte unterstützende Techniken die helfen, gezielt und mit dem richtigen Aufwand Requirement zu erfassen.
Eine Möglichkeit der unterstützenden Maßnahmen sind zum Beispiel Workshops, die im Rahmen der Anforderungsermittlung durchgeführt werden. Hier können zum Beispiel bisher gewonnene Anforderungen nach Relevanz geordnet, inhaltlich gebündelt und konkretisiert werden. Oder offene Fragen können innerhalb des Workshops geklärt werden.
1 Hintergründe und Zielsetzung: Einleitung in die wirtschaftliche Situation der Automobilbranche und die Notwendigkeit von RE&M im Anlagenbau.
2 Grundlagen und theoretischer Hintergrund: Vermittlung des Basiswissens zu Automobilproduktion, Projektlebenszyklen und den theoretischen Aspekten des Requirement Engineering.
3 Analyse von RE&M im Anlagenbau der Automobilindustrie: Detaillierte Untersuchung des Nutzens von RE&M für Unternehmensprozesse und seine Anwendung in spezifischen Projektphasen.
4 Ausblick: Implementierung: Erläuterung der methodischen Einführung von RE&M in Unternehmen und Kriterien für die Werkzeugauswahl.
5 Resümee: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse zur Effizienzsteigerung durch RE&M.
Requirement Engineering, Anforderungsmanagement, Automobilindustrie, Anlagenbau, Projektmanagement, Risikomanagement, Prozessoptimierung, Lastenheft, Stakeholderanalyse, Qualitätssicherung, Traceability, After-Sales, Terminplanung, Änderungsmanagement, Produktentstehungsprozess
Die Arbeit analysiert, wie Requirement Engineering & Management (RE&M) als Instrument zur Optimierung und Steuerung von Projekten im Anlagenbau der Automobilindustrie eingesetzt werden kann.
Zentrale Themen sind die Automobilproduktion, Projektmanagementmethoden im Anlagenbau, die Anwendung von RE&M in verschiedenen Projektphasen sowie die strategische Implementierung dieser Prozesse.
Das Ziel ist es, den Mehrwert von RE&M-Methoden nachzuweisen, um trotz wachsender Komplexität und hohem Wettbewerbsdruck Projekte effizienter und kostengünstiger abzuwickeln.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturanalyse sowie die Untersuchung von Industrieprozessen und Projektlebenszyklen, um Anforderungen und deren Management zu systematisieren.
Der Hauptteil analysiert die Unterstützung von Unternehmensprozessen durch RE&M (Risiko, Kosten, Qualität) und konkretisiert die Anwendung in Angebots-, Abwicklungs- und Nutzungsphasen.
Zu den Kernbegriffen gehören Requirement Engineering, Anforderungsmanagement, Anlagenbau, Automobilindustrie, Projektlebenszyklus, Traceability und Kostenreduktion.
Aufgrund der enormen Komplexität, der kurzen Realisierungszeiten und des hohen Preisdrucks hilft RE&M, ungenaue Anforderungen frühzeitig zu eliminieren und so kostspielige Fehler zu vermeiden.
Quality Gates fungieren als wichtige Meilensteine zur Kontrolle der Anforderungsqualität und der Plausibilität, um Führungskräften eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Angebotsfreigabe zu bieten.
Während Anforderungen in Softwareprojekten oft sehr ungenau starten, sind sie im Anlagenbau der Automobilindustrie meist bereits recht eindeutig. Die Herausforderung liegt hier eher in der Menge, der Konsistenz und der strikten Einhaltung durch komplexe Stakeholder-Strukturen.
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