Diplomarbeit, 2008
92 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
2. CHARAKTERISTIKA EINES PRIVATE EQUITY INVESTMENTS
2.1 Die Anlageklasse Private Equity
2.2 Werttreiber
2.3 Investitionsprozess eines Private Equity-Funds
3. BEWERTUNG DES BETEILIGUNGSUNTERNEHMENS
3.1 Grundlagen der Unternehmensbewertung
3.2 Das Modell von Schwartz und Moon: Idee und Annahmen
Modellierung des Umsatzprozesses
Modellierung des Umsatzwachstumsprozesses
Modellierung des Kostenprozesses
3.3 Modellerweiterung und Entwicklung des Cashflow-Prozesses
3.4 Überführung in die risikoneutrale Welt
3.5 Berechnung des Unternehmenswertes
4. OPTIONSPREISTHEORETISCHE BEWERTUNG DES PRIVATE EQUITY INVESTMENTS
4.1 Bewertung eines Investments unter Berücksichtigung ihres Options Charakters
4.2 Erwartete interne Verzinsung des Investments
4.3 Ausfallwahrscheinlichkeiten
Risiko aus der Kapitalstruktur
Risiken aus der Aktiva-Seite
Optionspreistheoretische Ausfallswahrscheinlichkeit
Wahrscheinlichkeit der Nichterreichung angestrebter Ziel-Verzinsungen
4.4 Zusammenfassung
4.5 Implementierung
Approximation durch das diskrete Zeitmodell
Vorgehensweise für die Monte-Carlo-Simulation
Fallstudie: Carlyle kauft Neochimiki
5. SENSITIVITÄTSANALYSE DES WERTES DES PRIVATE EQUITY INVESTMENTS
5.1 Sensitivität bezüglich der Werttreiber
5.2 Sensitivität bezüglich des Risikos der drei Unsicherheitsquellen
6. KRITISCHE WÜRDIGUNG DES MODELLS DER VORLIEGENDEN ARBEIT
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit entwickelt ein theoretisches Modell zur quantitativen Bewertung und Beurteilung von Private Equity Investments, das Unsicherheiten über künftige Umsätze, Kosten und Wachstumsraten mittels stochastischer Prozesse integriert und das Ausfallrisiko sowie die Rendite-Risiko-Profile der Investments analysiert.
4.1 Bewertung eines Investments unter Berücksichtigung ihres Options-Charakters
1973 haben Black und Scholes sowie Merton gezeigt, dass ein zeitstetig angepasstes, selbstfinanzierendes Portefeuille aus einer Option und ihrem Basisinstrument einen risikolosen Ertrag liefern muss. Aus Arbitragegründen stimmt die Verzinsung dieses Portefeuilles mit der einer risikolosen Anlage überein. Folglich kann für die Option ein Preis berechnet werden. Eine Eigenkapitalposition lässt sich als Option betrachten: Der Wert der Beteiligung eines Private Equity-Funds entspricht dem Wert einer Kaufoption auf das Beteiligungsunternehmen. Asymmetrische Auszahlungsprofile begründen die Optionssichtweise, da ein Investor das Unternehmen zum Ausübungszeitpunkt kaufen kann, wenn der Marktwert des Fremdkapitals unter dem Unternehmenswert liegt und die Differenz als Ertrag realisiert. Anderenfalls lässt ein rationaler Investor die Möglichkeit des Kaufs verfallen.
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema Private Equity und Begründung der Relevanz einer quantitativen Risikomessung bei Investments.
2. CHARAKTERISTIKA EINES PRIVATE EQUITY INVESTMENTS: Erläuterung der Anlageklasse, der Rolle der Beteiligungsphasen und Identifikation der zentralen Werttreiber.
3. BEWERTUNG DES BETEILIGUNGSUNTERNEHMENS: Mathematische Herleitung der Unternehmensbewertung unter Integration von stochastischen Umsatz- und Kostenprozessen sowie der risikoneutralen Welt.
4. OPTIONSPREISTHEORETISCHE BEWERTUNG DES PRIVATE EQUITY INVESTMENTS: Anwendung der Optionspreistheorie zur Bewertung der Beteiligung, Durchführung der Monte-Carlo-Simulation und Analyse des Ausfallrisikos.
5. SENSITIVITÄTSANALYSE DES WERTES DES PRIVATE EQUITY INVESTMENTS: Untersuchung der Auswirkungen von Änderungen bei Werttreibern und Risikoparametern auf das Rendite-Risiko-Profil.
6. KRITISCHE WÜRDIGUNG DES MODELLS DER VORLIEGENDEN ARBEIT: Reflexion über die Stärken und Grenzen des entwickelten Bewertungsansatzes.
7. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der Private Equity Bewertung.
Private Equity, Unternehmensbewertung, Optionspreistheorie, Monte-Carlo-Simulation, Ausfallrisiko, Cashflow-Prozess, Werttreiber, Risikoadjustierung, Interne Verzinsung, IRR, Schwartz und Moon, Black-Merton-Scholes, Leverage, Sensitivitätsanalyse, Ziel-Verzinsung.
Die Arbeit befasst sich mit der Bewertung von Private Equity Investments unter Verwendung optionspreistheoretischer Ansätze, um eine fundierte, quantitative Entscheidungsgrundlage für die Rendite- und Risikomessung zu schaffen.
Der Fokus liegt auf der stochastischen Unternehmensbewertung, der Modellierung von Unsicherheiten bei Werttreibern sowie der aktiven Messung von Ausfallrisiken und Rendite-Risiko-Profilen im Private Equity Umfeld.
Ziel ist es, ein theoretisches Modell zu entwickeln, mit dem Private Equity Investments quantitativ bewertet werden können, um Renditeerwartungen und Risiken objektiv abzubilden und somit rationalere Investitionsentscheidungen zu unterstützen.
Die Arbeit nutzt das Bewertungsmodell von Schwartz und Moon als Grundlage, ergänzt dies durch die Optionspreistheorie (Black-Merton-Scholes) und implementiert das Modell zur numerischen Lösung mittels Monte-Carlo-Simulation.
Der Hauptteil gliedert sich in die Modellierung der Cashflow-Prozesse (Umsatz, Kosten), die Überführung in die risikoneutrale Welt, die optionspreistheoretische Bewertung der Beteiligung sowie eine detaillierte Sensitivitätsanalyse.
Zentrale Begriffe sind Private Equity, Unternehmensbewertung, Optionen, Monte-Carlo-Simulation, Ausfallwahrscheinlichkeit, IRR, Risikoadjustierung und Werttreiber.
Die Arbeit führt eine Fallstudie über die Übernahme des griechischen Chemiekonzerns Neochimiki durch die Firma Carlyle durch, um die Modellparameter und die Ergebnisse in der Praxis zu demonstrieren.
Da Eigenkapitalgeber bei Private Equity Investments vor einer Insolvenz geschützt sind und nur von Wertsteigerungen profitieren, ähnelt das Auszahlungsprofil dem einer Kaufoption.
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