Masterarbeit, 2015
168 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Definitionen und Bedeutung kultureller Gegebenheiten
2.1 Kultur vs. Interkulturalität
2.2 Kommunikation vs. interkulturelle Kommunikation
2.3 Kompetenz- und Wissensbegriff
2.4 Interkulturelle Kompetenz
2.5 Relevanz von interkultureller Kompetenz im Zeitalter der Globalisierung
3 Theoretische Ansätze aus kulturwissenschaftlicher Perspektive
3.1 Vergleichsstudien unterschiedlicher Kulturen
3.1.1 Kulturdimensionen nach Hofstede
3.1.2 Kulturdimensionen nach Trompenaars
3.2 Die Rolle von Stereotypen & Ethnozentrismus
4 Wirtschaftswissenschaftliche Perspektive
4.1 Zerfall der UdSSR: Scheitern und Neubeginn
4.2 Systemwechsel: Übergang zur Marktwirtschaft
4.3 Russland in der Ära El'cin (1991–1999)
4.3.1 Wirtschaftsreform (1991–1993)
4.3.2 Die russländische Verfassung von 1993
4.3.3 Das System El'cin – Eine Bilanz
4.4 Russland in der Ära Putin (2000 bis heute)
4.4.1 Das System unter Putin
4.4.2 Kritik aus dem Westen
4.4.3 Die Entklammerung aus der Oligarchie
4.4.4 Wirtschaftsaufschwung
4.4.5 Russische „Tandemokratie“ (2008–2012)
4.4.6 Die Putin-Ära: Eine Zwischenbilanz mit Ausblick
4.4.7 Nachwort zu Russland
4.4.8 Beziehungen zwischen der EU und Russland
5 Empirische Studie
5.1 Umfrage 1: Österreichische Unternehmen mit Russlandbezug
5.1.1 Methodik: Eine quantitative Erhebung
5.1.2 Durchführung
5.1.3 Selektion der Zielgruppe
5.1.4 Statistische Daten
5.1.5 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Umfrage 2: Russische Führungskräfte mit Österreichbezug
5.2.1 Methodik und Durchführung
5.2.2 Selektion der Zielgruppe
5.2.3 Statistische Daten
5.2.4 Auswertung und Interpretation der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung interkultureller Kompetenz für die geschäftliche Interaktion zwischen Österreich und Russland. Ziel ist es, kulturelle Gemeinsamkeiten und Konfliktpotenziale zu identifizieren, um Handlungsempfehlungen für Führungskräfte zu formulieren und die Erfolgsaussichten bei Projekten in Russland zu steigern.
1.1.5 Zeitorientierung
Als Ergänzung der bereits existierenden Dimensionen begründet Hofstede mit der fünften Dimension der Zeitorientierung die Langzeit- und Kurzzeitorientierung einer Kultur. Als langfristige Orientierung definiert er auf den Erfolg in der Zukunft gerichtete Werte wie Beharrlichkeit und Sparsamkeit. Hingegen zählt er Tugenden wie Respekt vor Traditionen, das Streben nach schnellen Ergebnissen und Lösungen, soziales Engagement und die Wahrung des Gesichtes (vergangenheits- und gegenwartsorientiert) zu der kurzfristigen Zeitorientierung einer Kultur (vgl. Hofstede 2006: 292f.).
Was das Zeitverständnis unterschiedlicher Kulturen anbelangt, so driften die Meinungen jedoch weit auseinander. Der Faktor Zeit kann wohl als die komplexeste Komponente innerhalb der Kulturdimensionen gesehen werden, weshalb gerade diese noch umfassend erforscht werden sollte und vermutlich auch werden wird. In seinem Buch Europa und die Seele des Ostens schilderte der Autor Walter Schubart, dass der Russe endlos Zeit habe, weil er die lebendige Gewissheit in sich trägt, dass er ein endloses Wesen ist. Im Banne dieses Zeitgefühls verläuft die Geschichte Russlands in einem viel weiter gespannten Rhythmus als die abendländische (Schubart 1947: 119); der Russe wurzelt tief im Ewigen (Schubart 1947: 97).
Während Hall zwischen monochronen (Zeit einteilen: „immer eins nach dem anderen“) und polychronen Zeitverständnis (Zeit zerteilen: „können viele Dinge gleichzeitig tun“) unterscheidet, so liegt in der von Hofstede soeben erläuterten Kurzzeit- und Langzeitorientierung eine weitere Differenzierung vor.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wechselhafte Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und leitet zur Notwendigkeit interkultureller Kompetenz im heutigen russisch-österreichischen Wirtschaftsgefüge über.
2 Definitionen und Bedeutung kultureller Gegebenheiten: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Kultur, Interkulturalität und interkulturelle Kommunikation und diskutiert deren Relevanz für den Unternehmenserfolg in der globalisierten Wirtschaft.
3 Theoretische Ansätze aus kulturwissenschaftlicher Perspektive: Hier werden die Kulturdimensionen nach Hofstede und Trompenaars vorgestellt, um einen systematischen Rahmen zum Vergleich der Kulturen Österreichs und Russlands zu schaffen.
4 Wirtschaftswissenschaftliche Perspektive: Das Kapitel analysiert die Transformation der russischen Wirtschaft von der Plan- zur Marktwirtschaft ab 1991, unterteilt in die Ära Jelzin und die Ära Putin.
5 Empirische Studie: In diesem Hauptteil werden die Ergebnisse zweier quantitativer Umfragen unter österreichischen Unternehmen und russischen Führungskräften zur praktischen Zusammenarbeit präsentiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, interkulturelle Kompetenz als strategischen Wettbewerbsvorteil zu begreifen.
Interkulturelle Kompetenz, Russland, Österreich, Geschäftskultur, Wirtschaftstransformation, Management, Umfrage, Globalisierung, Kulturdimensionen, Ost-West-Konflikt, Führungskräfte, Unternehmensbeziehungen, Kommunikation, Wettbewerbsvorteil, Markteintritt.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der geschäftlichen Interaktion zwischen österreichischen und russischen Unternehmen vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede und politischer Spannungen.
Die Arbeit verknüpft kulturwissenschaftliche Theorien, wie die Dimensionen von Hofstede und Trompenaars, mit der wirtschaftlichen Entwicklungsgeschichte Russlands seit 1991 und empirischen Daten aus der Unternehmenspraxis.
Das Ziel ist es, auf Basis einer eigenen empirischen Studie zu zeigen, wie interkulturelle Kompetenz Missverständnisse minimieren und Kooperationen zwischen österreichischen und russischen Geschäftspartnern nachhaltig stärken kann.
Der Autor nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer quantitativen empirischen Methode in Form von zwei Online-Umfragen unter Führungskräften und Mitarbeitern österreichischer sowie russischer Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung über Kulturmodelle, eine wirtschaftshistorische Analyse der russischen Föderation unter Jelzin und Putin sowie die detaillierte Auswertung der empirischen Umfragen.
Wichtige Begriffe sind interkulturelle Kompetenz, russischer Markt, Geschäftskultur, Wirtschaftsreformen, internationale Kooperation, Managementstile und interkulturelle Kommunikation.
Da die gegenwärtige Geschäftskultur und das politische Umfeld in Russland stark von diesen zwei Epochen geprägt sind, ist eine wirtschaftshistorische Betrachtung unerlässlich, um das Verhalten russischer Wirtschaftsakteure heute zu verstehen.
Die Tandemokratie zwischen Putin und Medvedev verdeutlicht die Konsolidierung politischer Macht, die sich maßgeblich auf die Stabilität und Modernisierungsbemühungen des russischen Wirtschaftssystems ausgewirkt hat.
Die empirische Studie zeigt, dass trotz politischer Sanktionen das Interesse österreichischer Firmen an einer engeren Zusammenarbeit besteht, wobei der Dialog auf Augenhöhe als kritischer Erfolgsfaktor eingestuft wird.
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