Bachelorarbeit, 2014
59 Seiten, Note: 1,3
Begriffsdefinitionen
Einleitung
1. Die japanische Wirtschaft
1.1 Entwicklung der japanischen Wirtschaft
1.1.1 Entwicklung der japanischen Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg
1.1.2 Die wirtschaftliche Krise – Ölkrisen, Bubble economy und wirtschaftliche Stagnation
1.1.3 Die wirtschaftliche Situation Japans heute
1.2 Besonderheiten der japanischen Wirtschaft
2. Japanische Unternehmenskultur
2.1 Theoretische Grundlagen zur Unternehmenskultur
2.1.1 Abgrenzung des Begriffs Unternehmenskultur
2.1.2 Ebenen und Symbolik von Unternehmenskultur
2.1.3 Starke und schwache Kulturen
2.2 Merkmale Japanischer Unternehmenskultur
2.2.1 Die drei Säulen japanischer Unternehmenskultur
2.2.2 Aufgabenbereiche, Gruppenarbeit und Entscheidungsprozesse
2.2.3 Frauen in japanischen Großunternehmen
2.3 Japanische Kultur als Einflussfaktor auf japanische Unternehmenskultur
3. Empirischer Teil
3.1 Methodische Vorgehensweise
3.1.1 Auswahl der Experten
3.1.2 Aufbau und Inhalt der Leitfäden
3.1.3 Durchführung und Auswertung
3.2 Ergebnisse
3.2.1 Lebenslange Anstellung, das Senioritätsprinzip und Unternehmensidentifikation
3.2.2 Aufgabenbereiche, Gruppenarbeit und Rekrutierung
3.2.3 Bekundete Werte, Rituale und Zeremonien
3.2.4 Entscheidungsfindung und hierarchische Strukturen
3.2.5 Arbeitsklima, Karoshi und Kündigung
3.2.6 Die Rolle der Frauen in japanischen Großunternehmen
3.2.7 Veränderungen der japanischen Unternehmenskultur
3.3 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Entwicklung der japanischen Unternehmenskultur von Großunternehmen seit der Wirtschaftskrise in den 1990er Jahren sowie die Beantwortung der Frage, welche traditionellen Praktiken noch heute fortbestehen oder sich verändert haben.
2.2.1 Die drei Säulen japanischer Unternehmenskultur
Immer wenn von japanischer Unternehmenskultur die Rede ist, trifft man auf die sogenannten drei Säulen, auf die japanische Unternehmenskultur aufbaut. Sie sind kennzeichnend für die japanische Wirtschaft und spielten vermutlich auch eine wichtige Rolle beim wirtschaftlichen Erfolg Japans in der Nachkriegszeit.
Zu den drei Säulen zählen:
1. Lebenslange Anstellung
2. Senioritätsprinzip in Bezug auf Gehalt und Hierarchie
3. Betriebsgewerkschaften
Dabei werden Absolventen bestimmter Universitäten, vornehmlich der staatlichen Tokyo Universität und der Kyoto Universität von großen Unternehmen rekrutiert und erhalten bei dem Unternehmen die Sicherheit lebenslanger Beschäftigung bis zur Pension. Diese Strategie führt zu einem verstärkten Bemühen von Familien ihre Kinder auf diesen Elite-Universitäten studieren zu lassen. Da der dementsprechende Andrang auf diesen Universitäten studieren zu können enorm ist, werden diese Kinder bereits im Kindergarten unter Leistungsdruck gesetzt, um auf die bestvorbereitende Grundschule kommen zu können. Dadurch können sie dann wiederum auf die bestvorbereitende Oberschule aufgenommen werden.
Begriffsdefinitionen: Definition zentraler japanischer Fachbegriffe wie MITI, Keiretsu und Ringisho, die für das Verständnis der Arbeit notwendig sind.
Einleitung: Hinführung zum Thema japanische Unternehmenskultur und Darstellung der Problemstellung sowie der Zielsetzung der Forschungsarbeit.
1. Die japanische Wirtschaft: Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung Japans seit 1945 mit Fokus auf Krisen, Strukturwandel und die Besonderheiten der Unternehmensvernetzung.
2. Japanische Unternehmenskultur: theoretische Einordnung von Unternehmenskultur sowie Beschreibung der zentralen Säulen und Merkmale, die japanische Großunternehmen charakterisieren.
3. Empirischer Teil: Detaillierte Darstellung der qualitativen Expertenbefragung sowie Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der aktuellen Relevanz traditioneller kultureller Aspekte.
Japan, Unternehmenskultur, Großunternehmen, Wirtschaftskrise, 90er Jahre, Lebenslange Anstellung, Senioritätsprinzip, Ringisho, Gruppenarbeit, Firmenidentifikation, Wandel, Japanische Wirtschaft, Kaisha, Experteninterviews, Arbeitskultur.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die japanische Unternehmenskultur in Großunternehmen durch die langanhaltende Wirtschaftskrise der 1990er Jahre beeinflusst wurde und welche traditionellen Aspekte heute noch Bestand haben.
Zentrale Themen sind die historische wirtschaftliche Entwicklung Japans, theoretische Grundlagen der Unternehmenskultur sowie spezifische japanische Praktiken wie lebenslange Anstellung und das Senioritätsprinzip.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob sich die japanische Unternehmenskultur im Zuge der wirtschaftlichen Stagnation der 1990er Jahre nachhaltig verändert hat oder ob die traditionellen Strukturen eine hohe Resilienz aufweisen.
Die Arbeit verwendet eine qualitative Forschungsmethode in Form von teilstrukturierten Interviews mit Mitarbeitern japanischer Großunternehmen sowie einem Experten aus der Wissenschaft.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragungen zu Arbeitsklima, Entscheidungsfindung, Rekrutierung und der Rolle von Frauen in Firmen analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem "Lebenslange Anstellung", "Ringisho" (Entscheidungsdokument), "Karoshi" (Tod durch Überarbeitung) und "Keiretsu" (Unternehmensgruppen).
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass die Mitarbeiterbindung in japanischen Großunternehmen trotz der Krise weiterhin sehr stark ausgeprägt ist und das Unternehmen für viele Arbeitnehmer eine zentrale Rolle im Lebensalltag spielt.
Die Forschung zeigt, dass Frauen weiterhin unterrepräsentiert sind, oft in Sekretariatsfunktionen ("office ladies") arbeiten und mit den hohen Anforderungen an die Work-Life-Balance und klassischen Rollenbildern kämpfen.
Nein, die Befragten bestätigen, dass das Ringisho-System weiterhin ein fester Bestandteil der Entscheidungsfindung ist, auch wenn es oft als rein formeller Prozess wahrgenommen wird.
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