Magisterarbeit, 2004
87 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Die Holocaust-Autobiographie als literarische Form
3. Die Autoren
3.1 Primo Levi
3.2 Hermann Langbein
3.3 Elie Wiesel
3.4 Ruth Elias
3.5 Ruth Klüger
3.6 Solly Ganor
4. Kurzvorstellung der Autobiographien
4.1 Primo Levi: Ist das ein Mensch? (1947)
4.2 Hermann Langbein: Die Stärkeren (1949)
4.3 Elie Wiesel: Die Nacht (1958)
4.4 Ruth Elias: Die Hoffnung erhielt mich am Leben (1988)
4.5 Ruth Klüger: weiter leben. (1992)
4.6 Solly Ganor: Light One Candle (1995)
5. Adressaten und Schreibanlass
5.1 Ist das ein Mensch?
5.2 Die Stärkeren
5.3 Die Nacht
5.4 Die Hoffnung erhielt mich am Leben
5.5 weiter leben
5.6 Light One Candle
5.7 Fazit
6. Aufbau, Form und Sprache
6.1 Ist das ein Mensch?
6.2 Die Stärkeren
6.3 Die Nacht
6.4 Die Hoffnung erhielt mich am Leben
6.5 weiter leben
6.6 Light One Candle
6.7 Fazit
7. Untersuchung einiger Themen
7.1 Religion
7.1.1 Ist das ein Mensch?
7.1.2 Die Stärkeren
7.1.3 Die Nacht
7.1.4 Die Hoffnung erhielt mich am Leben
7.1.5 weiter leben
7.1.6 Light One Candle
7.1.7 Fazit
7.2 Eltern und Familie
7.2.1 Ist das ein Mensch?
7.2.2 Die Stärkeren
7.2.3 Die Nacht
7.2.4 Die Hoffnung erhielt mich am Leben
7.2.5 weiter leben
7.2.6 Light One Candle
7.2.7 Fazit
7.3 Informationen / Leben während des Holocaust
7.3.1 Ist das ein Mensch?
7.3.2 Die Stärkeren
7.3.3 Die Nacht
7.3.4 Die Hoffnung erhielt mich am Leben
7.3.5 weiter leben
7.3.6 Light One Candle
7.3.7 Fazit
8. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht sechs Autobiographien von Holocaust-Überlebenden, um festzustellen, ob grundlegende Unterschiede zwischen den Berichten der unmittelbar nach dem Krieg schreibenden "ersten" Generation und der späteren "zweiten" Generation existieren.
Die Holocaust-Autobiographie als literarische Form
Die autobiographische Erinnerung […] muss als gegenwärtige Konstruktion der Vergangenheit mittels Erzählung aufgefasst werden. Das eigene Leben wird retrospektiv geordnet, was zwangsläufig zur Auswahl (und damit auch Auslassung) und Hierarchisierung bestimmter Ereignisse aufgrund von post factum gemachten Erfahrungen führt.
Im Unterschied zu, z.B. einem Tagebuch, wird also die Autobiographie, auch dann wenn der Autor durch die Form eine unmittelbare Erfahrung seines Lebens vermitteln will, immer aus dem Rückblick erzählt, und dadurch, entweder durch die unbewusste Lebenserfahrung des Autors, oder durch absichtliche politische, religiöse oder andere Agenden, gefärbt.
Ein weiterer Aspekt ist, dass jede Autobiographie automatisch für zwei Wissenschaften von Interesse ist: die Geschichtswissenschaft und die Literaturwissenschaft. In der Herangehensweise an die Texte unterscheiden diese sich aber fundamental: Ist die Geschichtswissenschaft in erster Linie an der Ebene der Faktizität, d.h. an der Rekonstruktion der in den Text eingeschriebenen historischen Ereignis, fokussieren literaturwissenschaftliche Studien zwangsläufig auf die Ebene der Erzählung, intendieren somit die Erkenntnis einer erzählerischen Wahrheit.
1. Einleitung: Die Einleitung führt die These zweier KZ-Literatur-Generationen ein und erläutert die Auswahl der sechs zu untersuchenden Autobiographien.
2. Die Holocaust-Autobiographie als literarische Form: Dieses Kapitel definiert die Autobiographie als literarische Form und erörtert die interdisziplinäre Problematik zwischen Geschichtswissenschaft und Literaturwissenschaft.
3. Die Autoren: Hier werden die Biographien der sechs gewählten Autoren kurz vorgestellt.
4. Kurzvorstellung der Autobiographien: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Überblick über die sechs untersuchten Werke.
5. Adressaten und Schreibanlass: Hier wird untersucht, aus welchen Motiven und für wen die Autoren ihre Erinnerungen niedergeschrieben haben.
6. Aufbau, Form und Sprache: Dieses Kapitel analysiert die stilistischen Mittel, den strukturellen Aufbau und die Erzählweisen der einzelnen Autobiographien.
7. Untersuchung einiger Themen: In diesem thematischen Hauptteil werden Religion, Familienverhältnisse und Informationen über das Lagerleben detailliert verglichen.
8. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung zieht ein Fazit aus den Ergebnissen der Analyse und bestätigt die Tendenz zu einer stärkeren persönlichen Erzählweise bei der späteren Generation.
Holocaust, Autobiographie, KZ-Literatur, Erinnerungskultur, Zeugenschaft, Shoah, Narration, Authentizität, Literaturwissenschaft, Geschichtsschreibung, Trauma, Überlebende, Generationenvergleich, Identität, Erinnerung.
Die Arbeit analysiert sechs Holocaust-Autobiographien, um Unterschiede in der autobiographischen Aufarbeitung des Holocausts zwischen zwei zeitlichen Generationen von Überlebenden aufzuzeigen.
Die Arbeit behandelt die Themenfelder Autorenbiographien, Schreibanlässe, literarische Form und Sprache sowie inhaltliche Aspekte wie Religion, Familie und die Wissensvermittlung über das Leben im Holocaust.
Das primäre Ziel ist es, zu überprüfen, ob sich die KZ-Literatur der frühen Nachkriegsjahre maßgeblich von der in den 80er und 90er Jahren entstandenen Literatur in Bezug auf Intention und Erzählweise unterscheidet.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse und einen komparativen Vergleich der sechs ausgewählten Werke, ergänzt durch die Heranziehung von Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Autoren und Werke, eine Untersuchung der Adressaten und Schreibmotive, eine Analyse der erzählerischen Form sowie eine thematische Vergleichsstudie zu Religion, Familie und Lagerinformationen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Holocaust, Autobiographie, Zeugenschaft, Authentizität, Generationenvergleich, Erinnerungskultur und die Frage nach der literarischen vs. dokumentarischen Funktion der Texte.
Für Solly Ganor war das Wiedersehen mit seinem persönlichen Retter nach Jahrzehnten der entscheidende Impuls, seine traumatischen Erlebnisse zu ordnen und die eigene Geschichte für die Veröffentlichung niederzuschreiben.
Klüger nimmt eine literaturwissenschaftliche Sonderrolle ein, da sie ständig zwischen verschiedenen Zeitebenen wechselt und ihre Kindheitserinnerungen aus der heutigen Perspektive der Literaturwissenschaftlerin kontinuierlich dekonstruiert und reflektiert.
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