Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Hintergrundsinformationen
2.1. Zeithistorischer Hintergrund: Ägypten der sechziger Jahre
2.2. Die Generation der sechziger Jahre
2.3. Der Schriftsteller ʿAbd al-Ḥakīm Qāsim
3. Romananalyse
4. Narratologische Darstellung des Religiösen
4.1. Theoretischer Rahmen
4.2. Der Sufismus in „Die sieben Tage des Menschen“
4.3. Narratologische Darstellung des Ḍikr´s
5. Schlussbetrachtung
6. Literaturverzeichnis
6.1. Primärquellen
6.2. Sekundärliteratur
6.3. Onlinereferenzen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Schnittstelle zwischen Literatur und Religion im Roman „Die sieben Tage des Menschen“ des ägyptischen Schriftstellers ʿAbd al-Ḥakīm Qāsim. Ziel ist es, die narratologische Darstellung religiöser Motive und sufisch-muslimischer Praktiken im Kontext der soziopolitischen Situation des Ägyptens der 1960er Jahre zu analysieren und deren Bedeutung für das literarische Werk aufzuzeigen.
4.3. Narratologische Darstellung des Ḍikr´s
Der Terminus Ḍikr umfasst unter anderem folgende lexikalische Bedeutungen: Erinnerung, Gedenken und Aufrufen. Gemeint sind eine Reihe von Praktiken und Riten zur Vergegenwärtigung Gottes durch die wiederholende Rezitation sakraler Formeln, sowohl laut oder stumm, in Versammlung (Maǧlis) oder alleine.
Das Ḍikr ist die spirituelle Methode des Taṣawwuf schlechthin. Trotz der Vielfalt der verschiedenen Bruderschaften hinsichtlich Ausprägung, Perspektive und Akzentuierung zu unterschiedlichen Orten und Zeiten, ist man sich stets über die Zentralität des Ḍikr einig. Als religiöse und kontemplative Disziplin dient es der spirituellen Erkenntnis (maʿrifa), Reinigung (tazkiah), Steigerung des Glaubens (īmān) und dem Loslösen vom Weltlichen (dunyā).
Im Roman Ayyām al-insān al-sabʿa ist das Ḍikr ein zentrales Strukturelement. Insbesondere im ersten Kapitel findet sich eine detaillierte und eindrückliche Schilderung. Die Ḍikr-Sitzungen der Brüder sind ein Amalgam aus Geschichten, Scherz, Zwischenmenschlichem und dem religiösen Ritual. Eine Mischung aus Profanem und Sakralem, welche die Gemeinschaft im Wesentlichen definiert und sie zutiefst human macht. Die gemeinsamen, regelmäßigen Abende bekräftigen außerdem den sozialen Zusammenhang in Liebe und Freundschaft. Bei der Nachzeichnung des Ritus stützt sich Qāsim thematisch auf islamische Stoffe und Sprachformen. So schildert Qāsim die Realisierung muslimischer Glaubensvollzüge als selbstverständliches Element des Alltagslebens.
1. Einleitung: Die Einleitung stellt das Thema, die Forschungsfrage sowie den Kontext des Romans „Die sieben Tage des Menschen“ vor.
2. Hintergrundsinformationen: Dieses Kapitel erläutert den zeithistorischen Kontext des Ägyptens der sechziger Jahre, die Literaturgeneration jener Zeit sowie das Leben des Autors.
3. Romananalyse: Hier erfolgt eine erste inhaltliche Analyse der zentralen Figuren, der sozialen Strukturen und der Handlungsabläufe des Romans.
4. Narratologische Darstellung des Religiösen: Dieser Teil untersucht den theoretischen Rahmen religiöser Literatur und analysiert spezifisch die Darstellung des Sufismus und des Ḍikr im Roman.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert die Ergebnisse der Analyse und ordnet das Werk Qāsims in den literarischen und zeithistorischen Kontext ein.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen, unterteilt in Primär-, Sekundärliteratur und Onlinereferenzen.
ʿAbd al-Ḥakīm Qāsim, Die sieben Tage des Menschen, Arabistik, Ägyptische Literatur, Sufismus, Ḍikr, Religion, Moderne, Tradition, Narratologie, Generation der sechziger Jahre, Islam, Identität, Volksfrömmigkeit, Exilliteratur
Die Arbeit analysiert die Darstellung von Religion und sufisch-muslimischen Praktiken im Roman „Die sieben Tage des Menschen“ von ʿAbd al-Ḥakīm Qāsim.
Zentrale Themen sind die Verflechtung von Literatur und Religion, die soziopolitische Situation Ägyptens in den 1960er Jahren und die Rolle des Sufismus im Roman.
Das Ziel ist es, aufzudecken, welche Bedeutung das Religiöse im Werk Qāsims einnimmt und wie es narratologisch dargestellt wird.
Die Arbeit nutzt einen literaturwissenschaftlichen Ansatz mit Fokus auf Narratologie und religionshermeneutische Aspekte.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Kontext, die Autorenbiographie, eine Romananalyse sowie die Untersuchung sufischer Rituale wie des Ḍikr.
Wichtige Begriffe sind ʿAbd al-Ḥakīm Qāsim, Sufismus, Ḍikr, ägyptische Literatur der 60er Jahre und die Wechselbeziehung von Tradition und Moderne.
Diese Generation suchte nach neuen ästhetischen Ausdrucksformen und setzte sich kritisch mit der gesellschaftlichen und politischen Lage Ägyptens auseinander.
Der Ḍikr fungiert als identitätsstiftendes Ritual, das den Brüdern Halt, Trost und eine spirituelle Erdung in ihrem Alltag bietet.
Er ist hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner Familie und der Entfremdung, die durch seine intellektuelle Entwicklung und die urbanen Einflüsse entsteht.
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