Masterarbeit, 2014
114 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 UNTERNEHMENSKRISE
2.1 Begriffliche Abgrenzung der Unternehmenskrise
2.2 Ausgewählte rechtliche Aspekte der Unternehmenskrise
2.3 Die Ursachenforschung der Krise
2.4 Krisenverlauf
2.4.1 Unternehmungskrisen als Prozess
2.4.2 Arten und Phasen von Krisen
2.5 Krisenerkennung und Auswirkungen der Krise
2.5.1 Die Wahrnehmung der Krise
2.5.2 Die Wirkung der Krise
3 KRISENBEWÄLTIGUNG DURCH DAS TURNAROUND-MANAGEMENT
3.1 Begriffliche Abgrenzung
3.2 Ziele des Turnaround-Managements
3.3 Turnaround-Rahmenbedingungen
3.3.1 Markt bzw. Wettbewerb
3.3.2 Unternehmensressourcen
3.3.3 Stakeholder-Beziehungen
3.4 Strategische und operative Maßnahmen im Turnaround
3.4.1 Strategien und strategische Maßnahmen
3.4.2 Operative Maßnahmen
3.5 Der Turnaround-Prozess
3.5.1 Beschreibung unterschiedlicher Phasenmodelle
3.5.2 Das Sieben-Phasen-Modell
3.5.3 Anpassung der Intensität und Geschwindigkeit der Maßnahmen
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG
4.1 Zielsetzung und Methodik
4.2 Forschungsprozess
4.3 Forschungsdesign
4.4 Datenerhebung, Datenaufbereitung und Auswertungsverfahren
4.5 Ergebnisse der Experteninterviews
4.5.1 Erläuterungen zu den Ergebnissen
4.5.2 Krisenerkennung
4.5.3 Krisenursachen
4.5.4 Krisendauer
4.5.5 Bestandsaufnahme
4.5.6 Sofortmaßnahmen
4.5.7 Strategien und Maßnahmen
4.5.8 Erfolgsfaktoren
4.5.9 Phasen des Turnaround-Prozesses und Turnaround-Konzept
5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Das Hauptziel dieser Master Thesis ist die Gewinnung grundlegender Erkenntnisse über den möglichen Ablauf eines idealtypischen Turnaround-Prozesses in der Praxis. Die Forschungsfrage untersucht, ob ein solcher idealtypischer Prozess tatsächlich existiert und wie Krisenbewältigung unter verschiedenen Rahmenbedingungen effizient gestaltet werden kann.
Die Ursachenforschung der Krise
Seit geraumer Zeit sind Spezialisten darum bemüht, die unterschiedlichen Komponenten der Krise – wie Ursachen, Verlauf, Krisenmanagement, Ausgang, Krisenarten, etc. – zu erfassen. Krisenforschung dient unter anderem der Entwicklung von Handlungsempfehlungen, welche das frühzeitige Erkennen der Krise ermöglichen und die Entwicklung bzw. das Fortschreiten der Krise vermeiden sollen.
Hier soll insbesondere auf einen Teilbereich der Krisenforschung eingegangen werden, nämlich auf die Untersuchung von Krisenursachen. Die Ursachen von Krisen werden entweder mithilfe von qualitativen oder quantitativen Forschungsmethoden erfasst. Durch quantitative Methoden werden verschiedene Daten von betroffenen Unternehmen gesammelt, welche im Anschluss statistisch ausgewertet werden, wodurch gewisse Risikofaktoren bestimmt werden können. Hingegen werden in qualitativen Studien anhand von Befragungen unmittelbar Daten zur Krise erhoben, um die kausalen Faktoren der Krise zu untersuchen. So können etwa in qualitativen Untersuchungen Krisenursachen erforscht werden, indem Führungskräfte des Unternehmens, externe Fachkräfte, Verwalter im Rahmen des Konkursverfahrens und Konkursrichter befragt werden.
Seit Jahrzehnten werden die Ursachen der Krise durch qualitative und quantitative Methoden untersucht, wodurch verschiedene Einteilungen der kausalen Faktoren getroffen werden konnten.
So unterteilte Fleege-Althoff bereits 1930 die Ursachen einer Krise in endogene und exogene Faktoren:
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel behandelt die Problemstellung, die Zielsetzung der Arbeit sowie den strukturellen Aufbau der Untersuchung.
2 UNTERNEHMENSKRISE: Hier werden der Begriff der Unternehmenskrise definiert sowie deren Ursachen, Verlaufsformen und negative Auswirkungen auf das Unternehmen und seine Stakeholder detailliert beleuchtet.
3 KRISENBEWÄLTIGUNG DURCH DAS TURNAROUND-MANAGEMENT: Dieses Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen, Zielen und Bausteinen des Turnaround-Managements, einschließlich verschiedener Prozessmodelle und strategischer sowie operativer Maßnahmen.
4 EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG: Hier wird das methodische Vorgehen der Experteninterviews beschrieben, die Ergebnisse werden analysiert und in Bezug auf einen idealtypischen Turnaround-Prozess diskutiert.
5 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der theoretischen und empirischen Analyse zusammen und zieht eine abschließende Schlussfolgerung.
Unternehmenskrise, Turnaround-Management, Krisenbewältigung, Sanierung, Restrukturierung, Krisenursachen, Experteninterviews, Prozessmodelle, Liquiditätskrise, Strategisches Management, Erfolgsfaktoren, Unternehmensführung, Stakeholder, Unternehmensdiagnose, Turnaround-Prozess
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewältigung von Unternehmenskrisen durch das sogenannte Turnaround-Management und untersucht, ob ein idealtypischer Prozess zur Krisenbewältigung in der Praxis existiert.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Krisen, die verschiedenen Bausteine des Turnaround-Managements (Strategie, Organisation, Finanzen) sowie die empirische Auswertung von Experteninterviews.
Das Ziel ist die Gewinnung von Erkenntnissen über den Ablauf eines Turnaround-Prozesses und die Beantwortung der Frage, wie sich dieser idealtypisch in der Praxis gestaltet.
Die Autorin/der Autor nutzt eine qualitative Forschungsmethode in Form von halbstandardisierten Experteninterviews, die mittels strukturierter Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Phasen der Krise, die verschiedenen Turnaround-Strategien (operativ und strategisch) sowie die Rolle der Stakeholder und das Management als Träger des Turnaround-Prozesses.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Unternehmenskrise, Turnaround-Management, Krisenerkennung, Bestandsaufnahme, Strategische Maßnahmen, Erfolgsfaktoren und Stakeholder-Beziehungen.
Die Grobanalyse ist essentiell, um innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über die wirtschaftliche Lage zu erhalten und als Voraussetzung für die Implementierung notwendiger Sofortmaßnahmen zur Liquiditätssicherung.
Die Studie betont, dass beim Turnaround-Konzept nicht primär das "Was" entscheidend ist, sondern die Qualität der Umsetzung ("Wie"), da jedes Unternehmen in der Krise eine individuelle Vorgehensweise erfordert.
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