Masterarbeit, 2012
94 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Bewegung und ihr Standpunkt innerhalb der Kindheitsforschung
2.1. Aktuelle Studien zum Kinderalltag
2.2. Bewegung als Bestandteil der kindlichen Entwicklung
2.3. Bewegung und Lernfähigkeit
3. Selbstbildung und Identitätsentwicklung
3.1. Die Entwicklung der Identität
3.2. Ästhetische Bildung als Verbindungsglied zwischen Bewegung und Identität
3.3. Schlussfolgerung der Bewegung als Beitrag zur Identitätsentwicklung
4. Potential der Förderung im Schulalltag
4.1 Forderung von Bewegungsförderung und Identitätsentwicklung in der Grundschule
4.2 Das Konzept der Bewegten Schule
5. Ausblick
Die Arbeit untersucht die Bedeutung körperlicher Bewegung für die persönliche Identitätsentwicklung von Kindern im Grundschulalter. Dabei steht die Forschungsfrage im Zentrum, inwiefern Bewegung als wesentlicher Baustein ganzheitlicher Bildung und als Ausgleich zu entwicklungsproblematischen Alltagseinflüssen fungieren kann, um die Identitätsbildung zu stärken.
2.2 Bewegung als Bestandteil der kindlichen Entwicklung
Dass die Bewegung elementar ist für die Entwicklung der Motorik der Kinder und für die Gesundheit jedes Menschen, ist allgemein bekannt und unumstritten. Man beschränkt sich in der Bedeutungszuweisung jedoch meist auf sportliche Bewegung. Daher wird hier die Bewegung in ihrer Vielfältigkeit untersucht.
Verschiedene Autoren haben der Bewegung in den letzten Jahren unterschiedliche Bedeutungsaspekte zu gewiesen. So stellt eine Perspektive, im Hinblick auf die Funktionen der Bewegung für die Entwicklung, das Erkunden und Gestalten der Umwelt mittels Bewegung, das Verständigen und Vergleichen in Bewegung und das Ausdrücken und Anstrengen beim Bewegen heraus. Ergänzt werden die Aspekte noch durch die Bedeutsamkeit für die kognitive und emotionale Entwicklung.
Unterschiede in den Aufgliederungen einzelner Autoren ergeben durch eine uneindeutige Bedeutung der Bewegung. Denn diese ist situativ und von Forschungsschwerpunkten abhängig. Außerdem ist sie laut Müller kaum isoliert zu betrachten, da sie hinsichtlich der kindlichen Entwicklung immer im Zusammenhang mit den Faktoren Spiel und Leistung stehe (vgl. Müller 1999, S.17).
Im Zentrum vieler dieser Untersuchungen steht die Motorik. „Die motorische Entwicklung umfasst alle Prozesse der Steuerung und Kontrolle von Haltung und Bewegung und deren lebensalterbezogenen Veränderungen […] und ist abhängig von Reifungs- und Lernprozessen.“ (Müller 1999, S.24) Bewegungshandlungen führen zu Entwicklungen im Bereich von motorischen Fähigkeiten, die sich auf konditionelle und koordinative Fähigkeiten und Fertigkeiten und Bewegungsgrundformen beziehen. In der Grundschule werden insbesondere koordinative Fähigkeiten und die Grundformen der Bewegung gefördert, denn man geht davon aus, es sei wirkungsvoller und nachhaltiger sich entwickelnde, als voll entwickelte Fähigkeiten und Fertigkeiten zu beeinflussen (vgl. Müller 1999, S.24 f.).
1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Diskurs über veränderte Kindheit, Bewegungsmangel und die Notwendigkeit, Bewegung als integralen Bestandteil der Identitätsbildung in der Grundschule zu etablieren.
2. Bewegung und ihr Standpunkt innerhalb der Kindheitsforschung: Dieses Kapitel analysiert aktuelle Studien zum Bewegungsverhalten im Kinderalltag, die motorische Entwicklung sowie die Korrelation zwischen Bewegung und Lernfähigkeit.
3. Selbstbildung und Identitätsentwicklung: Hier wird der theoretische Rahmen der Identitätsentwicklung erörtert und die ästhetische Bildung als entscheidende Brücke zwischen körperlicher Bewegung und Identitätsfindung dargestellt.
4. Potential der Förderung im Schulalltag: Das Kapitel thematisiert die notwendige Bewegungsförderung in der Schule und stellt das Konzept der „Bewegten Schule“ als pädagogisches Modell vor.
5. Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Bewegung als Grundlage für eine ganzheitliche Identitätsentwicklung im gesamten Bildungskontext zu verankern.
Bewegung, Identitätsentwicklung, Grundschule, Kindheitsforschung, Selbstbildung, Motorik, Ästhetische Bildung, Lernfähigkeit, Bewegte Schule, Körperkonzept, Selbstwertgefühl, Identität, Sozialisation, Wahrnehmung, Ganzheitliche Bildung
Die Arbeit untersucht, welchen Stellenwert körperliche Bewegung für die Identitätsbildung bei Kindern hat und wie Schulen diese Entwicklung unterstützen können.
Die Themen umfassen die kindliche Motorik, psychologische Aspekte der Selbstbildung, den Einfluss der Lebenswelt auf das Freizeitverhalten und Ansätze einer bewegungsfreundlichen Schulpädagogik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Bewegung weit mehr als nur sportliche Betätigung ist, sondern eine essenzielle Voraussetzung für das Lernen, die räumliche Orientierung und das Selbstkonzept von Kindern darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse bestehender kindheitspädagogischer Studien, entwicklungspsychologischer Theorien und bildungspolitischer Rahmenpläne.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der kindlichen Lebenswelten, die Grundlagen der Motorik und Identitätsentwicklung sowie die praktische Umsetzung einer bewegungsorientierten Schulkultur.
Zentrale Begriffe sind Identitätsbildung, motorische Entwicklung, ganzheitliche Bildung, ästhetische Wahrnehmung und das Konzept der Bewegten Schule.
Es wird als Lösung diskutiert, weil es Bewegung nicht als isoliertes Schulfach betrachtet, sondern als Unterrichtsprinzip in den gesamten Schulalltag integriert, um den natürlichen Bewegungsdrang des Kindes zu nutzen.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Kinder aus verschiedenen sozialen Schichten unterschiedliche Zugangschancen zu Sportvereinen und Bewegungsräumen haben, was die Schule in die Pflicht nimmt, einen gerechten Zugang für alle Schüler zu gewährleisten.
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