Bachelorarbeit, 2015
155 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Finanzierungspraxis der frühkindlichen Bildung in Deutschland
2.1 Finanzierung durch Bund, Land und Kommune
2.2 Umsetzung in NRW
2.2.1 Früher - Finanzierung „sozialer Brennpunkte“
2.2.2 Finanzierung von Familienzentren
3. Bedarfsorientierte Finanzierung zum Abbau von sozialen Disparitäten
3.1 Theoretische Grundlagen der bedarfsorientierten Finanzierung
3.2 Die bedarfsorientierte Finanzierung von Kitas in Deutschland
3.3 Rolle der Bedarfsindikatoren
3.3.1 Beschreibung von Bedarfsindikatoren
3.3.2 Diskussion von Indikatoren auf unterschiedlichen Ebenen
3.3.2.1 Sozialräumliche Ebene
3.3.2.2 Einrichtungsspezifische Ebene
3.3.2.3 Kindbezogene Ebene
3.4 Einführung der plusKITA als Beispiel für bedarfsorientierte Finanzierung
3.4.1 Aufgaben der plusKITA
3.4.2 Ebene: Land - Jugendamt
3.4.3 Ebene: Jugendamt - Einrichtungen
4. Empirische Untersuchung: plusKITA in NRW
4.1 Methodische Vorgehensweise
4.2 Aufbau und Inhalt der Studie
4.3 Auswahl der Interviewpartner
4.4 Vorbereitung und Durchführung der Interviews
4.5 Vorgehensweise bei der Auswertung der Interviews
4.6 Analyse und Interpretation der Interviewergebnisse
4.7 Diskussion (Limitation der Studie)
5. Fazit
Die Bachelorarbeit zielt darauf ab, zu untersuchen, ob die Implementierung der plusKITA eine bedarfsorientierte Finanzierung von Kindertageseinrichtungen sicherstellt, um soziale Disparitäten abzubauen. Die Forschungsarbeit analysiert dabei die Verteilung finanzieller Mittel, die Auswahl geeigneter Bedarfsindikatoren durch Jugendämter und bewertet die Wirksamkeit dieses Finanzierungsverfahrens in Nordrhein-Westfalen.
1.1 Problemstellung
Der PISA Schock hat in Deutschland für Furore gesorgt. Die Leistungen der Schüler im Lesen, als auch in der Mathematik und den Naturwissenschaften waren unterdurchschnittlich. Das Bildungsniveau der deutschen Schüler lag somit im internationalen Vergleich, im unteren Drittel (vgl. Diller o.J.: 1). Allerdings haben die Ergebnisse auch eins gezeigt: „Nur in einem Punkt lag Deutschland vorn: in der Bildungsungerechtigkeit“ (vgl. Artikel der Zeit: PISA Schock). Durch den PISA Schock wurde das belegt, was viele schon vermuteten: der soziale Hintergrund eines Kindes hat einen Einfluss auf den Bildungsweg und die Schulleistung. Dies war der Anlass von vielfältigen Reformen im deutschen Bildungssystem. Allerdings betraf das nicht nur den Bereich der Schule, sondern auch den Bereich der frühkindlichen Bildung. Insbesondere werden die Kindertageseinrichtungen (Kitas) seit ein paar Jahren vermehrt in den Fokus von Wissenschaft und Politik gerückt.
Sie sind die erste Stufe des Bildungsweges und ihnen wird eine hohe Bedeutung für den individuellen Bildungs- und Teilhabeprozess der Kinder zugeschrieben (vgl. Bock-Famula/Hogrebe/Keinert 2010:135). Insbesondere sollen die frühen institutionellen Bildungsangebote Nachteile kompensieren, die Kinder unter bestimmten Umständen, in ihrem familiären Lernumfeld vorfinden (vgl. Wößmann 2010: 73). Dabei rückt neben den Qualitätsstandards, auch die Finanzierung der institutionellen Bildungsangebote in den Vordergrund. In den wissenschaftlichen Diskursen wird die bedarfsorientierte Finanzierung von Kindertageseinrichtungen als adäquates Instrument thematisiert, um finanzielle Ressourcen gezielt dort einzusetzen, wo ein hoher Förderungsbedarf besteht.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungerechtigkeit ein und erläutert die Bedeutung einer bedarfsorientierten Finanzierung zur Kompensation von Nachteilen bei Kindern in Kitas.
2. Finanzierungspraxis der frühkindlichen Bildung in Deutschland: Dieses Kapitel beschreibt die Finanzierungsstrukturen der Kindertagesbetreuung auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene, mit besonderem Fokus auf die Situation in NRW.
3. Bedarfsorientierte Finanzierung zum Abbau von sozialen Disparitäten: Dieser Abschnitt erörtert theoretische Ansätze zur bedarfsorientierten Mittelverteilung, definiert Bedarfsindikatoren und stellt das plusKITA-Modell detailliert vor.
4. Empirische Untersuchung: plusKITA in NRW: Das vierte Kapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise, die Analyse und die Interpretation von leitfadengestützten Experteninterviews in verschiedenen Jugendämtern.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert das Finanzierungsmodell und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger Evaluationen.
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Die Arbeit untersucht das Finanzierungsmodell der plusKITA in Nordrhein-Westfalen und bewertet, ob durch dieses Modell eine bedarfsorientierte Finanzierung von Kindertageseinrichtungen erreicht wird.
Zentrale Themen sind die Finanzierung frühkindlicher Bildung, der Einsatz von Bedarfsindikatoren zur Identifikation von Förderbedarfen und die praktische Implementierung des plusKITA-Programms in verschiedenen Kommunen.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob durch die plusKITA-Implementierung Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf zielgerichtet gefördert werden können und ob das Verfahren die Finanzierung solcher Einrichtungen sichert.
Die Autorin wendet eine qualitative Forschungsmethode an, basierend auf leitfadengestützten Experteninterviews mit Verwaltungsmitarbeitern aus verschiedenen Jugendämtern sowie einer ergänzenden Datenanalyse über einen strukturellen Fragebogen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Finanzierungsmodelle und Bedarfsindikatoren sowie eine empirische Untersuchung, in der Expertenmeinungen zur plusKITA-Finanzierung und zur Verteilungspraxis analysiert werden.
Wichtige Begriffe sind bedarfsorientierte Finanzierung, plusKITA, Bedarfsindikatoren, SGB II Quote, Bildungsungerechtigkeit und frühkindliche Bildung.
Die Mehrheit der befragten Experten bewertet die Zuweisungsgrundlage positiv, da sie soziale Disparitäten abbildet und eine transparente, kommunizierbare Verteilung ermöglicht, wenngleich es Kritik an ihrer Reichweite gibt.
Die Experten betonen, dass eine fundierte kleinräumige Datenbasis (wie Sozialraum- oder einrichtungsspezifische Daten) entscheidend ist, um den tatsächlichen Förderbedarf präzise zu ermitteln und Mittel zielgerichtet einzusetzen.
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