Bachelorarbeit, 2014
65 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Ausgangssituation
2.1 Problemstellung
2.2 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Zielsetzung
3 Begriffsdefinitionen und –abgrenzungen
3.1 Begriff Akzeptanz
3.2 Begriff Mobiles Pflege- und Betreuungspersonal
3.3 Begriff Pflegeroboter
3.3.1 Roboter und Serviceroboter
3.3.2 Definition Pflegeroboter
3.3.3 Arten und Einteilung der Pflegerobotik
4 Forschungs- und Entwicklungsstand der Pflegerobotik
4.1 Roboter als Dienstleister
4.2 Mensch-Robotik-Interaktion (MRI)
4.2.1 Modalität Sprache
4.2.2 Modalität Erscheinungsbild
5 Akzeptanz der Pflegerobotik
5.1 Einflussfaktoren auf die Akzeptanz der Pflegerobotik
5.1.1 Technik
5.1.2 Soziologie und Psychologie
5.1.3 Organisation
5.1.4 Ethik und Recht
5.1.5 Ökonomie
5.2 Akzeptanzchancen und -risiken der Pflegerobotik
6 Empirie
6.1 Methodische Vorgehensweise
6.2 Transkription und Datenauswertung
6.3 Ergebnisse
7 Zusammenfassung und Ausblick
8 Conclusio
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Akzeptanz von Pflegerobotern im häuslichen Umfeld aus der Perspektive des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals. Angesichts des demografischen Wandels und des drohenden Personalmangels wird analysiert, ob und wie technische Assistenzsysteme das Personal entlasten können, ohne die menschliche Komponente in der Pflege zu vernachlässigen.
4.2.2 Modalität Erscheinungsbild
In der Entwicklung der Robotik wird zunehmend versucht bei Servicerobotern sowohl das Verhalten als auch das Aussehen des Menschen nachzuahmen (Fischer, 2012, S. 245). Betrachtet man jedoch die bisher entwickelten Pflegeroboter, wird man erkennen, dass die meisten wenig Ähnlichkeit mit den in Science-Fiction-Filmen vorkommenden humanoiden Robotern haben (Gates, 2007, S. 65). Becker et al. (2013, S. 45) unterscheidet bei Assistenzrobotern zwischen tierähnlichen, menschenähnlichen und eher neutralen, maschinenähnlichen Gestaltungen.
Ein Pflegeroboter, der sozial interaktiv ist, sollte sich dem Menschen ähnlich verhalten und womöglich auch ein physisches „embodiment“ besitzen (Lohse, 2012, S. 48f). Denn einem menschlichen Aussehen werden kommunikative Aufgaben zugetraut (Lohse, 2012, S. 44). Sein Äußeres sollte dabei auch zur Interaktion anregen. So könnte er zum Beispiel ein bewegliches Gesicht besitzen, um Emotionen zu zeigen (Ritter & Heeren, 2013, S. 55).
Decker, et al. (2011, S. 38) behauptet, dass eine menschliche Statur für das Erlernen von Verhaltensweisen als vorteilhaft erachtet wird. Ein weiterer Vorteil der menschlichen Gestalt wird in der besseren physikalischen Anpassung an die menschliche Umgebung gesehen.
Meyer (2011, S. 108) erläutert, dass Pflegeroboter erwünscht sind, die nicht zu groß und breit sind oder wegversperrend wirken. Sie sollten möglichst auf Augenhöhe sein, also eine menschenähnliche Größe besitzen. Die Größe von Pflegerobotern darf keinesfalls einschüchternd wirken, aber Roboter sollten zur physischen Unterstützung fähig sein und ihre Aufgaben erfüllen können (Glende, Klemcke, & Nedopil, 2013).
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Wunsch älterer Menschen nach einem selbstständigen Leben im eigenen Umfeld und stellt das Potenzial der Pflegerobotik bei gleichzeitigem Fachkräftemangel dar.
2 Ausgangssituation: Das Kapitel beleuchtet die demografische Entwicklung und den damit verbundenen Anstieg des Pflegebedarfs bei gleichzeitigem Rückgang des informellen Pflegebereiches.
3 Begriffsdefinitionen und –abgrenzungen: Hier werden zentrale Begriffe wie Akzeptanz, mobiles Personal und verschiedene Arten von Servicerobotern definiert, um ein einheitliches Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
4 Forschungs- und Entwicklungsstand der Pflegerobotik: Es wird der aktuelle Stand der Technik, die Rolle der Roboter als Dienstleister und die Bedeutung der Mensch-Robotik-Interaktion (MRI) analysiert.
5 Akzeptanz der Pflegerobotik: Dieses Kapitel untersucht theoretisch die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Akzeptanz, darunter technische, soziologische, organisatorische, ethische und ökonomische Aspekte.
6 Empirie: Dieser Teil beschreibt die methodische Vorgehensweise der qualitativen Experteninterviews sowie die anschließende Datenauswertung und Präsentation der Ergebnisse.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse sowie Empfehlungen für die zukünftige Einbindung der NutzerInnen in den Entwicklungsprozess.
8 Conclusio: Abschließend wird festgehalten, dass eine positive Akzeptanz maßgeblich vom aufgezeigten Nutzen abhängt und Pflegeroboter lediglich als Unterstützungsmittel für das Fachpersonal dienen sollten.
Pflegeroboter, mobile Pflege, Akzeptanz, demografischer Wandel, Serviceroboter, Mensch-Robotik-Interaktion, Technikakzeptanz, Pflegepersonal, Pflegenotstand, häusliches Umfeld, qualitative Forschung, Assistenzsysteme, Ambient Assisted Living, Arbeitsentlastung, Ethik.
Die Bachelorarbeit untersucht die Akzeptanz des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals gegenüber dem Einsatz von Pflegerobotern im häuslichen Umfeld.
Die Themen umfassen den demografischen Wandel, den Pflegenotstand, technische Grundlagen der Pflegerobotik, die Mensch-Robotik-Interaktion sowie die vielfältigen Einflussfaktoren auf die Akzeptanz durch Fachkräfte.
Die Forschungsfrage lautet: „Wie ist die Akzeptanz des mobilen Pflege- und Betreuungspersonals bezüglich des Einsatzes von Pflegerobotern im häuslichen Umfeld?“
Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung in Form von Experteninterviews mit sieben Vertretern aus verschiedenen mobilen Pflegeorganisationen durch.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, einen Forschungsüberblick zur Robotik, eine detaillierte Analyse der Akzeptanzfaktoren sowie den empirischen Teil mit der Auswertung der Experteninterviews.
Wichtige Begriffe sind Pflegeroboter, mobile Pflege, Akzeptanz, demografischer Wandel, Mensch-Robotik-Interaktion und Technikakzeptanz.
Zunächst waren die Befragten eher negativ eingestellt, zeigten sich aber nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema offen für Roboter als unterstützende Hilfsmittel für Routineaufgaben, sofern kein Ersatz für den Menschen stattfindet.
Der Einsatz wird für hochgradig demente Menschen als wenig sinnvoll erachtet, während er bei Demenz im Frühstadium als Möglichkeit zur Gedächtnisaktivierung in Betracht gezogen werden könnte.
Der Begriff impliziert, dass Pflegeroboter aktuell nur in Kombination mit menschlichem Personal und zur Entlastung bei körperlich schweren Routineaufgaben als sinnvoll erachtet werden, nicht jedoch als Ersatz für die pflegerische Kernarbeit.
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