Bachelorarbeit, 2015
66 Seiten, Note: 1,3
2. Einleitung
3. Bildungsmanagement
3.1 Begriffsverständnis – Definition
3.2 Bildungsmanagement im Spannungsfeld zwischen Bildungs- und Managementansätzen
3.3 Ein integrierter Management-Ansatz – Das St. Galler Management-Modell (SGMM)
4. Aktuelle Trends – Warum sich Kitas zum Familienzentrum entwickeln?
4.1 Bedeutung des Bildungsortes „Familie“
4.2 Aktuelle Trends – Lebenslagen von Familien heute
4.3 Von der Kita zum Familienzentrum - Familienzentren in Deutschland
5. Den Prozess der Weiterentwicklung steuern - Bildungsmanagement als Führungsaufgabe
5.1 Change-Management – Steuerung von Veränderungsprozessen
5.1.1 Planung
5.1.2 Durchführung
5.1.3 Evaluation/Transfererfolg
5.2 Ansprüche an Management und Führung
6. Betriebliches Bildungsmanagement - Lernen im Familienzentrum –
6.1 Normatives, strategisches und operatives Bildungsmanagement - Human-Ressource-Management
6.2 Personalentwicklung
6.3 Organisationsentwicklung
7. Kompetenzentwicklung und Reflexivität im Lernort „Familienzentrum“
7.1 (Berufliche) Handlungskompetenz
7.2 Reflexive Handlungskompetenz
8. Lernen im Prozess – Von der Kita zum Familienzentrum / didaktische Überlegungen
8.1 Neue Wege des Lernens in der Arbeit
8.2 Arbeitsbezogene Lernmodelle
8.3 Überblick über verbindende Lernformen
8.4 Geeignete Lernformen
8.4.1 Individuelles Lernen
8.4.2 Angeleitetes Lernen
8.4.3 Kooperatives Lernen
9. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, wie ein systematischer Bildungsmanagementprozess Kitas dabei unterstützen kann, sich erfolgreich zu Familienzentren weiterzuentwickeln. Dabei steht die Forschungsfrage im Fokus, welchen konkreten Beitrag ein solches Bildungsmanagement für die Begleitung dieses komplexen Veränderungsvorhabens leisten kann.
3.1 Begriffsverständnis – Definition
Bildungsarbeit ist heute aufgrund sich dynamisch entwickelnder gesellschaftlicher Veränderungen, einem permanenten oft tiefgreifenden und schnelllebigen Wandel unterworfen. Menschen sind permanent in vielfältige technische, soziale und wirtschaftliche Kontexte eingebunden und vernetzt. Dadurch handeln sie in immer komplexeren Zusammenhängen (vgl. Müller, 2009, S. 70). Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf die Bildungsarbeit von Bildungsorganisationen, die demnach angehalten sind, auf die fortlaufenden gesellschaftlichen Anforderungen zu reagieren. Einerseits versuchen sie Lernende auf Veränderungen, wie beispielsweise neue Technologien, Verfahrensweisen vorzubereiten. Desgleichen versuchen diese Organisationen Menschen bei der Bewältigung gestiegener An- und Herausforderungen in vielen Bereichen des Berufs- und Alltagslebens und beim Aneignen von Kompetenzen zu unterstützen. Andererseits geraten Bildungsorganisationen heute selbst immer mehr in Situationen des Konkurrenzdrucks und sind bestrebt ihre eigene Existenz zu sichern (vgl. Decker, 2000, S. 19).
Der aufgrund dieser Auseinandersetzungen stetig wachsende Bildungsmarkt, auf dem teils wettbewerbsorientiere Angebote privater und öffentlicher Anbieter sich immer wieder neu zu platzieren versuchen, lässt Bildung in diesem Kontext als Ware erscheinen. Damit wird Bildung, so Seufert (2013) zu einem Produkt, welches „[…] auf Kundenbedürfnisse hin ausgerichtet, budgetiert, organisiert ist und mit Hilfe von Marketingkonzepten […] auf dem Bildungsmarkt möglichst vorteilhaft gegenüber der Konkurrenz positioniert werden soll“ (S. 2). Hier wird deutlich, dass Bildungsorganisationen ihre Ziele heute nicht mit herkömmlichen Lehr- bzw. Lernansätzen und Führungstechniken erreichen können. Vielmehr bedarf es eines umfassenden Managements, welches in der Lage ist, die komplexen pädagogischen und dispositiven Prozesse bzw. Anforderungen in einer Bildungsorganisation zu betrachten.
Bildungsmanagement: Definition des Bildungsmanagements als komplexe Strategie, die pädagogische und betriebswirtschaftliche Ansätze integriert.
Aktuelle Trends – Warum sich Kitas zum Familienzentrum entwickeln?: Analyse gesellschaftlicher Veränderungen und der Bedeutung der Familie als Bildungsort, die den Bedarf für Familienzentren begründen.
Den Prozess der Weiterentwicklung steuern - Bildungsmanagement als Führungsaufgabe: Erläuterung des Veränderungsmanagements in Phasen wie Planung, Durchführung und Evaluation im Kontext von Kitas.
Betriebliches Bildungsmanagement - Lernen im Familienzentrum –: Untersuchung der internen Organisations- und Personalentwicklung sowie der Steuerung von Lernprozessen in der Einrichtung.
Kompetenzentwicklung und Reflexivität im Lernort „Familienzentrum“: Fokus auf die Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz und Reflexionsfähigkeit bei pädagogischen Fachkräften.
Lernen im Prozess – Von der Kita zum Familienzentrum / didaktische Überlegungen: Vorstellung konkreter arbeitsbezogener Lernmodelle und didaktischer Lernformen für die Praxis im Familienzentrum.
Fazit und Ausblick: Zusammenfassung des Mehrwerts eines professionellen Bildungsmanagements für die erfolgreiche Transformation zur lernenden Organisation.
Bildungsmanagement, Familienzentrum, Kindertageseinrichtung, Change-Management, Organisationsentwicklung, Personalentwicklung, Kompetenzentwicklung, Handlungsfähigkeit, Arbeitsbezogenes Lernen, Bildungsbedarfsanalyse, Sozialraumorientierung, Führung, Transformation, Lebenslanges Lernen, Bildungscontrolling.
Die Arbeit untersucht, wie ein Bildungsmanagementprozess eingesetzt werden kann, um den strategischen Wandel von Kindertagesstätten hin zu Familienzentren professionell zu begleiten und zu steuern.
Die zentralen Felder umfassen Bildungsmanagementtheorien, Change-Management, gesellschaftliche Trends, Personal- und Organisationsentwicklung sowie didaktische Konzepte des Lernens im Arbeitsprozess.
Ziel ist es zu klären, welchen Beitrag ein systematischer Bildungsmanagementprozess für die Entwicklung einer Kita zum Familienzentrum leisten kann und wie man dabei die vielfältigen Anforderungen strukturiert.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Exploration verschiedener Modelle, wie dem St. Galler Management-Modell (SGMM), sowie auf der Analyse von Fachliteratur und Dokumenten zur Bildungs- und Familienpolitik.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zum Management auch die Phasen der Veränderung (Planung, Durchführung, Evaluation) sowie die konkrete Kompetenzentwicklung der Mitarbeiter im Kontext von Familienzentren detailliert diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Bildungsmanagement, Change-Management, Kompetenzpartnerschaft, reflexive Handlungsfähigkeit, Sozialraumorientierung und arbeitsbezogenes Lernen.
Es dient als Orientierungsrahmen, um die Kita als komplexes System besser zu begreifen und strategische Entscheidungen in verschiedenen Ebenen (normativ, strategisch, operativ) präziser zu reflektieren.
Das normative Management fokussiert sich auf Leitziele und die Legitimation der Organisation, während das operative Management die konkrete tägliche Umsetzung von Bildungsprogrammen und die Organisation der Lernprozesse vor Ort steuert.
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