Masterarbeit, 2014
158 Seiten, Note: Magna cum laude
1 Dokumentarfilm
1.1 Einleitung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Geschichtliche Zusammenfassung und Definition des Dokumentarfilms
1.4 Dokumentarfilm, authentisch, wahrhaftig und wirklich
1.4.1 Dokumentarfilmgattungen im ökonomischen Wandel
1.4.2 Fiktionalisierung, Serialisierung von dokumentarischen Formaten
1.4.3 Übersicht dokumentarischer Gattungen
1.5 Was passiert mit dem Dokumentarfilm?
1.6 Österreichischer Film
1.7 Filme und Erfolg
1.7.1 Publikumserfolg
1.7.2 Künstlerischer Erfolg
1.7.3 Wirtschaftlicher Erfolg
1.8 Film und Wirtschaftlichkeit
1.9 Die Wirtschaftlichkeit von dokumentarischen Formaten
1.10 Filmökonomie in Österreich
1.11 Quotenfreiheit für den Dokumentarfilm
1.12 Dokumentarfilm im Österreichischen Kino
2 Dokumentarfilm und Filmfinanzierung
2.1 Filmförderung in Österreich
2.1.1 Übersicht der Filmförderung
2.1.1.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.1.1.2 Film-/Fernseh- Abkommen
2.1.1.3 Filmförderung auf Landes und Bundesebene
2.1.2 Förderungsbereiche
2.1.2.1 Stoffentwicklung
2.1.2.2 Projektentwicklung
2.1.2.3 Produktion / Herstellung
2.1.2.4 Referenzfilmförderung
2.1.3 Filmförderung und die Filmwirtschaft
2.1.4 Europäische Filmförderung
2.1.4.1 Media
2.1.4.2 Eurimage
2.2 Filmfinanzierungsarten
2.3 Koproduktion und Pitching-Foren
2.4 Recoupment
2.5 Verwertungsfenster
2.6 Ancilary Rights
2.7 Weltvertrieb und Kinoverleih - Pre-sales und Verleihgarantie
2.7.1 Weitere Finanzierungsformen
2.8 Crowdfunding
2.8.1 Film Distribution
2.8.2 Märkte und Festivals
2.8.2.1 Austrian Film Comission
2.8.2.2 Free TV /DVD/Blue-Ray/VOD
3 Film als Kunst und Kulturgut
3.1 Was ist Kunst?
3.2 Kunst, Kultur und Gesellschaft
3.3 Gesellschaft und Dokumentarfilm
3.4 Dokumentarfilm und Schule
4 Filmanalyse
4.1 Selektion der Filmbeispiele
4.1.1 Filmbeispiel 1: We Feed The World
4.1.2 Filmbeispiel 2: Plastic Planet
4.1.3 Filmbeispiel 3: Am Anfang war das Licht
4.1.4 Filmbeispiel 4: Cooking History
4.1.5 Filmbeispiel 5: Sickfuckpeople
4.2 Analyse der Fallbeispiele
4.2.1 Development und Thema
4.2.2 Finanzierung
4.2.3 Kinopremiere und Publikumsreaktionen
4.2.4 Festivals und Preise
4.2.5 Distribution
5 Interviews
5.1 Interview mit Peter Arthur Straubinger
5.2 Interview mit Alexander Glehr
5.3 Interview mit Péter Kerekes
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen künstlerischem Anspruch, kulturellem Bildungsauftrag und wirtschaftlicher Rentabilität innerhalb des österreichischen Dokumentarfilm-Fördersystems. Zentrale Forschungsfrage ist, ob ein öffentlich gefördertes Filmwesen diese unterschiedlichen Anforderungen in Einklang bringen kann und welche Faktoren über den inhaltlichen und kommerziellen Erfolg eines Dokumentarfilms entscheiden.
1.3 Geschichtliche Zusammenfassung und Definition des Dokumentarfilms
Der Dokumentarist John Grierson prägte 1926 die Bezeichnung Dokumentarfilm, als er den Film Moana des Filmemachers Flaherty sichtete. Er beschreibt, dass der Film Moana, welcher eine bildliche Darstellung des Alltags eines polynesischen Mannes und dessen Familie ist und dadurch dokumentarischen Wert besitzt. Flaherty erregte 1922 Aufsehen mit dem ersten dokumentarischen Frühwerk Nanook of the North, welcher ein szenischer Spielfilm über den Überlebenskampf eines Inuit und seiner Familie werden sollte. Während der Dreharbeiten zu dem Film entwickelte sich eine Freundschaft zwischen dem Filmemacher und der Inuit Familie. Diese Vertrautheit ließ die Familie Ihre Alltäglichkeiten so natürlich vor der Kamera spielen und wirken, dass dadurch das Werk eine dokumentarische Wahrhaftigkeit und Authentizität erlangte. Als Nanook of the North in die Kinos kam, wurde dieser zu einem weltweiten Publikumserfolg. Mit diesem produktionsästhetischen Prototyp wurde Flaherty Gründer eines neuen Filmgenres. John Grierson bezeichnete damals den Dokumentarfilm als: [...] „the creative treatment of actuality“
1 Dokumentarfilm: Einleitung in die Thematik des Dokumentarfilms, dessen historische Einordnung, Definition sowie der Analyse des Stellenwerts im österreichischen Kontext.
2 Dokumentarfilm und Filmfinanzierung: Detaillierte Darstellung der komplexen Förderstrukturen, Finanzierungsarten wie Koproduktionen oder Crowdfunding und der Verwertungsketten in der Filmwirtschaft.
3 Film als Kunst und Kulturgut: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Kunst, deren gesellschaftlicher Bedeutung und der Rolle des Dokumentarfilms im Bildungsbereich.
4 Filmanalyse: Empirische Untersuchung von fünf konkreten Filmbeispielen hinsichtlich Entwicklung, Finanzierung, Publikumsreaktionen, Festivalerfolgen und Vertriebsstrategien.
5 Interviews: Expertengespräche mit Filmschaffenden (Regisseure und Produzenten) zur praktischen Umsetzung und den Herausforderungen in der Filmproduktion.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Hypothesen und Reflexion über die Zukunft des Dokumentarfilms unter ökonomischen Gesichtspunkten.
Dokumentarfilm, Filmförderung, Österreich, Filmwirtschaft, Filmfinanzierung, Kinobesucher, Kulturgut, Bildungsauftrag, Festivalstrategie, Crowdfunding, Verwertungskette, Filmökonomie, Koproduktion, Erfolgsfaktoren
Die Arbeit widmet sich der Untersuchung der österreichischen Dokumentarfilmförderung und analysiert, wie diese Kunstgattung trotz eines hohen wirtschaftlichen Risikos gefördert und produziert werden kann.
Zentrale Themen sind die ökonomischen Aspekte der Filmförderung, die kulturelle und gesellschaftliche Bedeutung des Dokumentarfilms sowie neue Vertriebs- und Finanzierungswege im digitalen Wandel.
Die Forschungsfrage lautet, ob das öffentliche Filmförderungssystem in Österreich wirtschaftlich sein kann, während es gleichzeitig den Kultur- und Bildungsauftrag erfüllt, und welche Faktoren einen Dokumentarfilm erfolgreich machen.
Es erfolgt eine vergleichende Analyse von Filmförderungssystemen und eine detaillierte Auswertung von fünf ausgewählten Fallbeispielen, ergänzt durch Experteninterviews mit Regisseuren und Produzenten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition des Dokumentarfilms, die detaillierte Darstellung von Finanzierungs- und Verwertungsstrukturen sowie die Analyse konkreter österreichischer Filmbeispiele.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dokumentarfilm, Filmförderung, Filmwirtschaft, Erfolgsfaktoren, Finanzierung und Kinokultur charakterisieren.
Da Dokumentarfilme oft ein geringeres kommerzielles Potenzial als Blockbuster haben, sind sie existenziell von öffentlichen Fördergeldern und Koproduktionen abhängig, um überhaupt realisiert werden zu können.
Festivals dienen als essenzielles Sprungbrett für künstlerisch wertvolle Dokumentarfilme, um Aufmerksamkeit zu generieren, internationale Verleihpartner zu finden und Referenzpunkte für weitere Förderungen zu sammeln.
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