Bachelorarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
1.1. Zugang
1.2. Forschungsstand und Methode
1.3. Forschungsfrage
1.4. Aufbau der Arbeit
1.5. Allgemeine Informationen
2. Geschichtlicher Überblick über die Entdeckung Australiens
2.1. Geschichte der Aborigines
2.2. Entdeckung Australiens
2.3. Erste Aufeinandertreffen von Aborigines und EuropäerInnen
3. Traumzeit
3.1. Allgemeine Charakteristika der Traumzeit
3.2. Was geschah während der Traumzeit?
3.3. Traumzeitwesen
3.4. Überlieferung der Traumzeit
3.5. Schöpfungsmythe aus Rainbow Beach
4. Forschungsgeschichte Religion: Anfänge - 1940
5. Zeitraum 1: 1940er und 1950er Jahre
5.1. Auswahl der Texte
5.2. Biographie der AutorInnen
5.3. Analyse
5.3.1. Zugang und Themenauswahl
5.3.2. Darstellung der Traumzeit
5.3.3. Erkennbare politische Einflüsse
6. Zeitraum 2: 1980er und 1990er Jahre
6.1. Auswahl der Texte
6.2. Biographie der AutorInnen
6.3. Analyse
6.3.1. Zugang und Themenauswahl
6.3.2. Darstellung der Traumzeit
6.3.3. Erkennbare politische Einflüsse
7. Veränderungen Zeitraum 1 - Zeitraum 2
7.1. AutorInnen
7.2. Darstellungen der Traumzeit
7.3. Erkennbare politische Einflüsse
8. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die wissenschaftliche Auffassung und Darstellung der Religion der indigenen Bevölkerung Australiens, bekannt als „Traumzeit“, in der westlichen Literatur über zwei verschiedene Zeiträume hinweg verändert hat und welche Einflüsse die politische Situation dabei auf die Autoren ausübte.
3.2. Was geschah während der Traumzeit?
Während der mythischen Schöpfungszeit lebten zahlreiche mächtige Traumzeitwesen auf der Erde. Sie formten die gesamte Landschaft so, wie sie heute noch wahrgenommen werden kann. Die Traumzeitwesen erschufen und bestimmten alles: Wie hoch die Gräser oder Bäume wachsen sollten oder wie viele Fische in einem See schwimmen sollten. Die gesamten geographischen Gegebenheiten gehen in der indigenen Weltanschauung auf diese Wesen zurück.
Die Traumzeitwesen erschufen aber nicht nur die Umwelt, sondern sind auch „Begründer aller kulturellen Errungenschaften“ (Erckenbrecht 1998:30). Das bedeutet, dass sie die sozialen Gesetze und Vorschriften festlegten, welche das Zusammenleben unter den Menschen, wie auch ihre Einstellung gegenüber Natur und Tierwelt, regelten. Sogar die verschiedenen Jahreszyklen und die Fruchtbarkeit des Landes und der Tiere wurde von ihnen bestimmt. Weiters schufen sie einen Verhaltenskodex in Bezug auf die Umwelt, der Jagdvorschriften und Verhaltensregeln gegenüber bestimmten Tierarten beinhaltete. Durch die Erschaffung all dieser Regeln und Gegebenheiten entstand eine Art Moralkodex, welcher das gesamte Leben auf der Erde umfasste. Dieser existiert heute noch unter dem Terminus „Aboriginal Law“ (Erckenbrecht 1998:29ff.).
Nachdem die Traumzeitwesen ihre Arbeit abgeschlossen hatten, gingen sie selbst in die Landschaft über. So verwandelten sie sich zum Beispiel in Steine oder suchten Unterschlupf in Wasserlöchern. Zum Teil werden an diesen Orten auch heute noch Zeremonien abgehalten und müssen daher von allen Menschen respektiert werden.
1. Einleitung: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation für das Thema Australien und definiert die Zielsetzung sowie methodische Herangehensweise der Arbeit.
2. Geschichtlicher Überblick über die Entdeckung Australiens: Ein kurzer Abriss der Geschichte der Aborigines sowie der Entdeckung des Kontinents durch Europäer, inklusive der ersten Kontakte.
3. Traumzeit: Definition und Erläuterung der Traumzeit als religiöses System sowie Darstellung der Schöpfungsmythe als zentrales Element.
4. Forschungsgeschichte Religion: Anfänge - 1940: Historischer Rückblick auf die Entwicklung der ethnologischen Forschung in Australien unter Berücksichtigung evolutionistischer Strömungen.
5. Zeitraum 1: 1940er und 1950er Jahre: Analyse ausgewählter Werke dieses Zeitraums hinsichtlich ihres methodischen Zugangs und der Darstellung der Traumzeit.
6. Zeitraum 2: 1980er und 1990er Jahre: Untersuchung der Literatur der 80er und 90er Jahre mit Fokus auf neue mediale Ansätze und kritische Reflexion.
7. Veränderungen Zeitraum 1 - Zeitraum 2: Synthese der Ergebnisse und Vergleich der beiden Zeiträume im Hinblick auf Autoren, Methodik und politische Implikationen.
8. Schluss: Fazit der Arbeit und Reflexion über die kulturelle Bedeutung sowie den historischen Kontext der Traumzeitforschung.
Traumzeit, Aborigines, Australien, Ethnologie, Kulturrelativismus, Religionswissenschaft, Kolonialgeschichte, Stolen Generation, Feldforschung, Traumzeitwesen, Songlines, Mythologie, Wissenschaftsgeschichte.
Die Arbeit analysiert die wissenschaftliche Wahrnehmung und literarische Darstellung der Religion der australischen Aborigines über einen Zeitraum von 50 Jahren.
Die zentralen Felder sind die Traumzeit als religiöses System, die ethnologische Forschungshistorie und die Auswirkungen kolonialer Politik auf die Wissensproduktion.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich westliche Autoren in ihrer Darstellung der Traumzeit veränderten und ob dabei politische Entwicklungen wie die Assimilationspolitik Berücksichtigung fanden.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, bei der ausgewählte Fachpublikationen aus zwei Epochen qualitativ miteinander verglichen wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung zweier Zeiträume (1940er/50er vs. 1980er/90er), wobei jeweils Biographien der Autoren, Analyseansätze und die Darstellung der Traumzeit kritisch beleuchtet werden.
Neben dem Kernbegriff „Traumzeit“ sind Begriffe wie Kulturrelativismus, Stolen Generation, Feldforschung und Wissenschaftsgeschichte zentral.
Da im zweiten Zeitraum der Zugang zu Informationen und das öffentliche Bewusstsein über die Unterdrückung der Aborigines zunahmen, wurde in der Literatur vermehrt auf Themen wie Landrechte oder die Stolen Generation Bezug genommen.
Wurde die Traumzeit früher vor allem als ganzheitliches religiöses System in Monographien behandelt, überwiegen in der moderneren Literatur Reiseberichte und Sammlungen, wobei die Traumzeit stärker in einen historischen Kontext gesetzt wird.
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