Masterarbeit, 2012
105 Seiten, Note: 1,00
1 Einführung und methodologische Überlegungen
I Statistische Grundlagen und Überblick
2 Die Erarbeitung der Grundlagen
2.1 Kombinatorische Grundlagen
2.2 Stochastische Grundlagen
2.2.1 Die Definition der Wahrscheinlichkeit
2.2.2 Die Grundbegriffe der Statistik
2.2.3 Verteilungsfunktionen und Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen
2.2.3.1 Diskrete Verteilungsfunktionen
2.2.3.2 Stetige Verteilungsfunktion
2.2.4 Der Erwartungswert und die Varianz von diskreten und stetigen Zufallsvariablen
2.2.5 Spezielle diskrete Verteilungen
2.2.5.1 Die Laplace-Verteilung
2.2.5.2 Die Bernoulli-Verteilung
2.2.5.3 Die Binomialverteilung
2.2.5.4 Die Hypergeometrische Verteilung
2.2.5.5 Die Poisson-Verteilung
2.2.6 Stetige Verteilungen: Die Normalverteilung
2.2.7 Die Stichprobe und ihre Eigenschaften
2.2.7.1 Definition und Eigenschaften einer Stichprobe
2.2.7.2 Erwartungswert und Varianz des Stichprobenmittels
2.2.7.3 Der Begriff der Erwartungstreue
2.3 Stochastische Konvergenz und Konvergenz von Verteilungen
2.3.1 Approximation diskreter Verteilungen durch die Normalverteilung
3 Überblick über die quantitativen Methoden der Wirtschaftsprüfung
3.1 Die Methoden der induktiven Statistik: Schätzen und Testen
II Schätzverfahren in der Wirtschaftsprüfung
4 Schätzverfahren bei der homograden Fragestellung
4.1 Punktschätzung
4.2 Intervallschätzung
4.3 Der Stichprobenumfang
4.3.1 Berechnung des Stichprobenumfang bei der Schätzung des Anteils bei gegebenem absolutem erwarteten Fehler
4.3.2 Berechnung des Stichprobenumfang bei der Schätzung der Anzahl bei gegebenem absolutem erwarteten Fehler
4.3.3 Berechnung des Stichprobenumfang bei der Schätzung des Anteils bei gegebenem relativem erwarteten Fehler
4.3.4 Berechnung des Stichprobenumfang bei der Schätzung der Anzahl bei gegebenem relativem erwarteten Fehler
5 Schätzverfahren bei der heterograden Fragestellung
5.1 Die freie Hochrechnung: einfache Mittelwertschätzung
5.1.1 Bestimmung des Stichprobenumfangs bei gegebenem relativen Fehler zur Schätzung des Mittelwertes und der Summe
5.1.2 Bestimmung des Stichprobenumfangs bei gegebenem relativen Fehler zur Schätzung des Mittelwertes und der Summe
5.2 Die gebundene Hochrechnung
5.2.1 Verhältnisschätzung
5.2.2 Regressionsschätzung
5.2.3 Differenzschätzung
6 Komplexe Stichprobenverfahren in der Wirtschaftsprüfung
6.1 Die Schichtung der Stichprobe bei der heterograden Fragestellung
6.1.1 Die geschichtete Auswahl
6.1.1.1 Gleichmäßige Aufteilung
6.1.1.2 Proportionale Aufteilung
6.1.1.3 Optimale Aufteilung (Neyman-Aufteilung)
6.1.1.4 Aufteilung nach den Gesamtkosten
6.1.2 Die Schichtung der Stichprobe bei der homograden Fragestellung
6.1.2.1 Proportionale Aufteilung
6.1.2.2 Optimale Aufteilung
6.2 Weitere komplexe Stichprobenverfahren
III Testverfahren in der Wirtschaftsprüfung
7 Testverfahren bei der homograden Fragestellung
7.0.1 Der einfache Hypothesentest
7.1 Das sequentielle Testverfahren
8 Testverfahren bei der heterograden Fragestellung
8.0.1 Der einfache Hypothesentest
8.0.2 Der Sequentieltest
9 Grenzen der behandelten Verfahren aus Sicht der Wirtschaftsprüfung
9.1 Zielbedingte Grenzen
9.2 Methodenbedingte Grenzen
9.3 Objektbedingte Grenzen
9.4 Vergleich von Zufallsauswahl und bewusster Auswahl zu Prüfungszwecken
10 Schlussbemerkungen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anwendbarkeit und die methodischen Grenzen klassischer quantitativer Schätz- und Testverfahren im Kontext der Wirtschaftsprüfung fundiert zu analysieren und kritisch zu bewerten. Dabei wird insbesondere untersucht, inwieweit statistische Modelle auf die spezifischen Erfordernisse der Jahresabschlussprüfung übertragen werden können und welche Voraussetzungen für eine sachgerechte Anwendung im Rahmen der Stichprobenprüfung erfüllt sein müssen.
Die Erarbeitung der Grundlagen
Seit Menschengedenken stellt die Mathematik den Anknüpfungspunkt und den Katalysator der Entwicklung verschiedenster Disziplinen der Wissenschaft dar. Auch die Grundlagenkrise in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konnte dem nur wenig entgegensetzen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass mathematische Verfahren und Modelle sehr früh ihren Einzug in die Betriebswirtschaftslehre feierten. Sowohl im internen als auch im externen Rechnungswesen sind diese Verfahren nicht mehr wegzudenken. Bald fanden auch quantitative Verfahren Eingang in die Betriebsprüfungslehre. Diese Verfahren sind in vielerlei Hinsicht statistische Verfahren die gewisse kombinatorische und statistische Grundkenntnisse voraussetzen. Oftmals kann man in der Fachliteratur für Wirtschaftsprüfung eine Tendenz zur Trivialisierung dieser mathematischen Grundlagen beobachten. Nur wenige Anwender der Verfahren sind mit den theoretischen und praktischen Bedingungen und Grenzen der Anwendung vertraut. Deshalb soll im Folgenden versucht werden dieses Defizit abzubauen.
Der Analyse von Datenmaterial widmet sich die deskriptive (beschreibende) Statistik. Sie hat sich die Sammlung von Daten und Extrahierung von Informationen aus diesen zur Aufgabe gemacht. Oftmals kann es jedoch weder möglich, noch ökonomisch zumutbar sein, die Grundgesamtheit in ihrer Gänze derart zu analysieren. Jedoch schon die Erkenntnisse die aus der Analyse eines Teils dieser Grundgesamtheit (der Stichprobe) resultieren, können unter gewissen Bedingungen auf die Grundgesamtheit selbst übertragen werden. Dieser Aufgabe, die natürlich für die Wirtschaftsprüfung essentiell ist, hat sich die induktive (schließende) Statistik oder einfach Stichprobentheorie gewidmet. Die Verfahren der induktiven Statistik sind somit das natürliche Instrumentarium für Fragestellungen bei denen eine vollkommene Sammlung und Analyse des Datenmaterials nicht möglich oder ökonomisch nicht tragbar wäre.
Einführung und methodologische Überlegungen: Die Arbeit erläutert das Ziel, klassische quantitative Verfahren in der Wirtschaftsprüfung theoretisch zu fundieren und deren praktische Grenzen aufzuzeigen.
Die Erarbeitung der Grundlagen: Es werden die notwendigen mathematischen und stochastischen Basiskenntnisse vermittelt, die für das Verständnis der nachfolgenden Stichprobenverfahren erforderlich sind.
Überblick über die quantitativen Methoden der Wirtschaftsprüfung: Das Kapitel bietet eine Einführung in die verschiedenen Auswahlverfahren und deren Einordnung in die induktive Statistik.
Schätzverfahren bei der homograden Fragestellung: Fokus liegt auf Verfahren zur Schätzung von Anteilen fehlerhafter Elemente in einer Grundgesamtheit, inklusive Berechnung des Stichprobenumfangs.
Schätzverfahren bei der heterograden Fragestellung: Es werden Verfahren wie die Mittelwertschätzung und die gebundene Hochrechnung (Verhältnis-, Regressions- und Differenzschätzung) behandelt.
Komplexe Stichprobenverfahren in der Wirtschaftsprüfung: Dieses Kapitel widmet sich der geschichteten Auswahl zur Optimierung von Stichproben bei heterogenen Grundgesamtheiten.
Testverfahren bei der homograden Fragestellung: Einführung in einfache Hypothesentests und sequentielle Testverfahren zur Prüfung von Fehleranteilen.
Testverfahren bei der heterograden Fragestellung: Übertragung der Testmethodik auf quantitative Merkmale unter Berücksichtigung von Varianzannahmen.
Grenzen der behandelten Verfahren aus Sicht der Wirtschaftsprüfung: Eine kritische Auseinandersetzung mit der Anwendbarkeit statistischer Verfahren im Prüfungsalltag und der Problematik der Zufallsauswahl vs. bewusster Auswahl.
Schlussbemerkungen: Zusammenfassende Würdigung der Arbeit und der Bedeutung des methodischen Verständnisses für den Wirtschaftsprüfer.
Wirtschaftsprüfung, Stichprobentheorie, Induktive Statistik, Homograde Fragestellung, Heterograde Fragestellung, Schätzverfahren, Testverfahren, Stichprobenumfang, Hochrechnung, Regressionsschätzung, Verhältnisschätzung, Normalverteilung, Fehlerwahrscheinlichkeit, Prüfungsrisiko, Stochastik
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung quantitativer Schätz- und Testverfahren in der Wirtschaftsprüfung. Dabei werden die statistischen Grundlagen für die Stichprobenprüfung bei verschiedenen Fragestellungen detailliert hergeleitet.
Die Arbeit deckt die statistischen Grundlagen, Schätzverfahren für homogene und heterogene Bestände, komplexe Auswahlverfahren wie die Schichtung sowie Testverfahren ab.
Das Ziel ist die lückenlose Ableitung klassischer quantitativer Verfahren für die Prüfungspraxis sowie die explizite Darstellung der Anwendungsvoraussetzungen und methodischen Grenzen dieser Verfahren.
Es handelt sich um eine grundlagenorientierte, mathematisch-statistische Analyse, die die theoretischen Herleitungen induktiver statistischer Verfahren auf die Anwendungsfelder der Wirtschaftsprüfung bezieht.
Im Hauptteil werden sowohl für homogene (Fehleranteile) als auch für heterogene (quantitative Merkmale) Grundgesamtheiten die entsprechenden Schätz- und Testmodelle sowie Methoden zur Berechnung des Stichprobenumfangs hergeleitet.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Wirtschaftsprüfung, Stichprobentheorie, Induktive Statistik, Schätzverfahren und Stichprobenumfang gekennzeichnet.
Homograde Fragestellungen beziehen sich auf die Schätzung von Fehleranteilen (binäre Merkmale), während heterograde Fragestellungen quantitative Merkmale wie Buchwerte untersuchen.
Der Autor betont, dass mathematische Modelle zwar ein Instrumentarium darstellen, der Prüfer aber aufgrund der Komplexität und der methodischen Annahmen stets ein kritisches Verständnis für die Anwendbarkeitsgrenzen bewahren muss.
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