Bachelorarbeit, 2012
35 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1. Definition Marke
2.2. Gattungsmarkenbegriff im deutschen und anglo-amerikanischen Kontext
2.3. Juristische Betrachtung des Gattungsmarkenphänomens
3. Theoretische Herleitung von Determinanten und Auswirkungen
3.1. Identifizierung der wichtigsten Determinanten von Gattungsmarken
3.1.1. Marktbezogene Determinanten
3.1.2. Linguistische Determinanten
3.1.3. Marketing-Mix bezogene Determinanten
3.2. Auswirkungen der Existenz von Gattungsmarken
3.2.1. Marktbezogene Auswirkungen
3.2.2. Nachfragebezogene Auswirkungen
3.2.3. Rechtliche Auswirkungen
3.3. Schutzmaßnahmen der Gattungsmarkenpolitik
4. Empirische Analyse
4.1. Fallstudie 1: Die Marke „Google“ als Repräsentant internationaler Gattungsmarken
4.1.1. Unternehmens- und Marktportrait
4.1.2. Entwicklung zur Gattungsmarke und Umgang mit der Gattungsmarkenproblematik
4.2. Fallstudie 2: Die Marke „Tempo“ als Repräsentant nationaler Gattungsmarken
4.2.1. Unternehmens-und Marktportrait
4.2.2. Entwicklung zur Gattungsmarke und Umgang mit der Gattungsmarkenproblematik
5. Fazit
6. Implikationen für die Forschung
Die Arbeit untersucht den Prozess der Entwicklung einer Marke zum Gattungsbegriff (sog. Genericization) und analysiert die damit verbundenen Vor- und Nachteile für Unternehmen. Ziel ist es, die Determinanten dieser Entwicklung zu identifizieren und aufzuzeigen, wie Markeninhaber durch gezielte Strategien dem drohenden Verlust des Markenschutzes entgegenwirken können.
3.1.3. Marketing-Mix bezogene Determinanten
Eingangs ist schon erwähnt worden, dass das wesentliche Ziel eines jeden Anbieters darin besteht, einen möglichst hohen Absatz zu generieren. Das Kaufverhalten der Konsumenten wird maßgeblich von der Ausgestaltung der Marketing-Mix Instrumente eines Unternehmens beeinflusst (Tomczak, 2007, 180 ff.). Im Rahmen dieses Unterkapitels soll das Zusammenwirken der Marketing-Mix Elemente und ihr Einfluss auf die Bildung des Markenwerts dargestellt werden. Aus Marketingsicht wird der Markenwert auch als zusätzlicher Wert charakterisiert, der einem Produkt durch eine Marke verliehen wird. Er setzt sich zusammen aus der wahrgenommenen Qualität, der Markenloyalität, dem Markenbewusstsein sowie der Markenassoziation (Yoo, 2000, 196). Dieser Markenwert liegt in den Köpfen des Verbrauchers und spielt in Bezug auf die wahrgenommene Leistung bei Kaufentscheidungen eine wichtige Rolle (Kotler, 2007, 57 ff.). Aus bisherigen Ausführungen geht hervor, dass der Wertgewinn aus Sicht der Kunden hinsichtlich eines Produktes oder einer Leistung als wesentlicher Indikator zur Entstehung von Gattungsbezeichnungen beiträgt.
Im Rahmen der Preispolitik wird immer wieder in unterschiedlichen Studien auf den Preis als wichtigste Eigenschaft eines Produktes hingewiesen. Dies wird dadurch erklärt, dass Konsumenten in ihre Kaufentscheidung den Preis als wichtigstes Produktmerkmal mit einbeziehen (Tomczak, 2007, 185). Der Preis dient bei Konsumenten häufig als Indikator für hohe Qualität. Teurere Marken werden von Kunden daher oft mit höherer Qualität verbunden. Daraus lässt sich schließen, dass der Preis positiv mit der wahrgenommenen Qualität korreliert. Insbesondere bei der Festlegung des Preises ermöglicht ein hoher Markenwert dem Unternehmen einen höheren Preis für ein Produkt verlangen zu können. Konsumenten sind bereit, für hohe Qualität einen Premium Preis zu zahlen. Diese Beziehung zwischen der wahrgenommenen Qualität, als eine der Dimensionen des Markenwerts und dem Preis führt demzufolge zu einem positiven Zusammenwirken von Preis und Markenwert. (Yoo, 2000, 196)
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen der Gattungsmarkenbildung ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Voraussetzungen und Risiken einer solchen Entwicklung.
2. Begriffliche und theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert den Markenbegriff sowie die Definitionen und die juristische Betrachtung des Phänomens der Gattungsmarken im nationalen und internationalen Kontext.
3. Theoretische Herleitung von Determinanten und Auswirkungen: Das Kapitel analysiert marktbezogene, linguistische und marketingrelevante Faktoren für die Entstehung von Gattungsmarken sowie deren ökonomische und rechtliche Konsequenzen.
4. Empirische Analyse: In diesem Kapitel werden anhand der Fallbeispiele Google und Tempo die praktischen Lösungswege von Unternehmen im Umgang mit der Gattungsmarkenproblematik untersucht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Spannungsfeld zwischen Markenbekanntheit und der Gefahr des Markenschutzverlusts durch Genericization.
6. Implikationen für die Forschung: Das abschließende Kapitel diskutiert den Forschungsstand, weist auf die dominierende Literatur aus den USA hin und schlägt zukünftige Forschungsansätze vor.
Gattungsmarken, Genericization, Genericide, Markenwert, Markenführung, Markenrecht, Konsumentenverhalten, Marketing-Mix, Marktführerschaft, Pionierstrategie, Google, Tempo, Markenschutz, Branding, Wortmarke
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen der "Gattungsmarken", bei denen ein Markenname im alltäglichen Sprachgebrauch synonym für die gesamte Produktkategorie verwendet wird, und den damit verbundenen Chancen und Risiken.
Zentrale Themen sind die Einflussfaktoren (Determinanten) auf diese Entwicklung, die Auswirkungen auf den Wettbewerb sowie die rechtlichen und strategischen Schutzmaßnahmen für betroffene Unternehmen.
Das Ziel ist es, den Prozess der Entwicklung zum Gattungsbegriff zu analysieren und aufzuzeigen, wie Unternehmen aktiv dem Verlust ihres Markenschutzes entgegenwirken können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Herleitung von Determinanten und einer explorativen Analyse anhand der zwei Fallstudien "Google" und "Tempo".
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Einflussfaktoren, die Analyse der Auswirkungen (marktbezogen, nachfragebezogen, rechtlich) und die detaillierte Untersuchung der Fallbeispiele.
Die zentralen Schlagworte sind Genericization, Markenrecht, Markenwert, Gattungsmarken und Pionierstrategie.
Google agiert aktiv und offensiv, indem das Unternehmen Wörterbuch-Einträge korrigieren ließ und Markenzeichen-Hinweise einsetzt, während bei Tempo die Abgrenzung durch explizite Begriffe im Duden und die Kommunikation als "Tempotaschentuch" im Vordergrund steht.
Die Gefahr besteht in der rechtlichen Aberkennung des Markenschutzes, wodurch das Unternehmen die Exklusivrechte an seinem Markennamen verliert und dieser von Wettbewerbern frei verwendet werden kann.
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