Masterarbeit, 2015
129 Seiten, Note: 2
1 Einführung
1.1 Thematische Einführung und Problemstellung
1.2 Zielsetzung, Forschungsfragen und Forschungsdefizit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Forschungsgegenstand im Kontext
2.1 Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels
2.2 Verkehr
2.3 Nachhaltige Entwicklung
2.4 Paradigmenwechsel
3 Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene
3.1 Begriffsbestimmung und Entwicklung
3.2 (Erfolgs)Faktor Lokale Klima-Governance
3.3 Rolle der Kommunen
3.4 Zwischenfazit Rolle der Kommunen
4 Carsharing
4.1 Begriffsbestimmung und Entwicklung
4.2 Erfolgsfaktor Carsharing
4.3 Fördernde und hemmende Faktoren
4.4 Zwischenfazit Carsharing
5 Methodisches Vorgehen
5.1 Untersuchungsplan
5.1.1 Stichprobe und Rekrutierung der Stichprobe
5.1.2 Untersuchungsdurchführung
5.2 Auswertungsverfahren, Fragestellungen, Deskriptivstatistik
5.2.1 Statistische Auswertungsverfahren
5.2.2 Deskriptivstatistik
6 Synthese und Ausblick
Ziel der Masterarbeit ist die Erforschung des Status von kommunalem Carsharing in Österreich. Dabei wird untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Teilnahme an Umwelt- oder Klimaschutzprogrammen und dem Interesse an Carsharing besteht sowie welche Rolle Kommunen bei der Durchführung solcher Projekte einnehmen.
4.1 Begriffsbestimmung und Entwicklung
Gemäß Le Vine, Zolfaghari, & Polak (2014, 3) gibt es keine standardisierte Terminologie für Carsharing. Sie definieren Carsharing wie folgt: „Carsharing sits within the emerging class of ‘mobility services’ that draw on modern technology to enable access to car-based mobility without the consumer owning the physical asset (a car).” (Le Vine et al., 2014, 3). Baum, & Pesch (1994, 1) definieren Carsharing als eine Mobilitätsdienstleistung, bei der Fahrzeuge gemeinschaftlich genutzt werden. Ergänzend dazu sieht Gossen (2012, 27) Carsharing als sozialinnovative Strategie einer nachhaltigeren Mobilität.
Beim „klassischen“ Carsharing-Modell, welches sich ausgehend von der Einführung des modernen Carsharing in Europa in den frühen 1990er Jahren entwickelt hat, nehmen sich Carsharing-Organisationen (CSO) Fahrzeuge, statten diese mit zusätzlicher Technologie und automatisierter Verrechnung aus, so dass die Mitglieder das Auto nutzen können, wenn sie es brauchen (Chase, 2012, 205). Das Auto wird reserviert, die Nutzerinnen und Nutzer geben Start- und Endzeit und Dauer der Fahrt an. Später wird das Fahrzeug zur selben Station, wo es ursprünglich ausgeliehen wurde, zurückgebracht (Chase, 2012, 206). Diese Art des Carsharing nennt sich “Round-Trip“ Carsharing (Le Vine et al., 2014, 5) bzw. stationsbasiertes Carsharing.
1 Einführung: Die Einleitung erläutert die Relevanz des Klimawandels und des Verkehrssektors und stellt das Forschungsziel sowie den Aufbau der Arbeit vor.
2 Forschungsgegenstand im Kontext: Dieses Kapitel betrachtet die globalen Zusammenhänge von Klimawandel, Verkehr und nachhaltiger Entwicklung als kontextuellen Rahmen.
3 Nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene: Hier wird die Rolle der Kommunen bei der Umsetzung lokaler Umweltprogramme und die Relevanz von lokaler Klima-Governance diskutiert.
4 Carsharing: Das Kapitel bietet eine Begriffsbestimmung und analysiert den aktuellen Forschungsstand zu Carsharing sowie dessen Potenzial und Hemmnisse.
5 Methodisches Vorgehen: Dieser Abschnitt beschreibt das Studiendesign, die Stichprobengewinnung und die eingesetzten statistischen Auswertungsmethoden.
6 Synthese und Ausblick: Das Abschlusskapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit den empirischen Ergebnissen und diskutiert den weiteren Forschungsbedarf.
Kommunales Carsharing, Nachhaltige Entwicklung, Klimaschutz, Lokale Agenda 21, Klima-Governance, Mobilität, Österreichische Kommunen, Online-Umfrage, Partizipation, Verkehrswende, Umweltpolitik, Sozialinnovation, Elektrofahrzeuge, Infrastruktur, Nutzerverhalten
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema „kommunales Carsharing“ und untersucht dessen Status und Potenziale innerhalb österreichischer Gemeinden und Städte.
Die zentralen Themen sind nachhaltige Mobilität, lokale Klima-Governance, die Rolle der Kommunen als Akteure des Umweltschutzes und die Verbreitung von Carsharing-Modellen.
Das Hauptziel ist es, den aktuellen Stand von kommunalem Carsharing in Österreich zu erheben und zu analysieren, ob ein Zusammenhang zwischen Umweltprogrammen der Kommunen und deren Interesse an Carsharing besteht.
Es wurde eine empirische Online-Studie durchgeführt, bei der österreichische Kommunen mittels Fragebögen befragt und die Ergebnisse anschließend deskriptiv statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturanalyse zu globalen Umwelt- und Verkehrskontexten sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten zur Einstellung und Umsetzung von Carsharing-Projekten in Kommunen.
Die wichtigsten Begriffe sind Kommunales Carsharing, Nachhaltige Entwicklung, Lokale Klima-Governance, Partizipation und Mobilitätspolitik.
Die Lokale Agenda 21 dient als Rahmenwerk, das die Bedeutung kommunaler Akteure bei der Umsetzung nachhaltiger Entwicklung hervorhebt und als Referenzpunkt für die Einbindung der Zivilgesellschaft dient.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Kommunalverwaltungen eine zentrale Rolle als Initiatoren und Moderatoren lokaler Klimaschutzprojekte wie Carsharing einnehmen sollten, auch wenn sie dabei mit Ressourcenbeschränkungen konfrontiert sind.
Die empirische Untersuchung konnte keine signifikanten Unterschiede bezüglich des Interesses oder der Umsetzung von Carsharing-Projekten zwischen diesen beiden Gruppen feststellen.
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