Bachelorarbeit, 2015
59 Seiten, Note: 5,0
1. Lebensphase Jugend
1.1 Jugend - eine Begriffserklärung
1.2 Fazit zur Lebensphase Jugend
2. Sozialisation im Jugendalter im Kontext zur Berufswahl
2.1 Definition „Sozialisation“
2.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
2.3 Sozialisationsprozesse Jugendlicher
2.3.1 Sozialisationsinstanz Schule
2.3.2 Sozialisationsinstanz Familie
2.3.3 Sozialisationsinstanz Peergroup
2.3.4 Sozialisation in der Öffentlichkeit und Politik
2.4 Fazit zu den Sozialisationsprozessen
3. Jugendliche an der Schnittstelle zwischen Schule und Erwerbsleben
3.1 Orientierungs- und Berufswahlprozesse Jugendlicher an der Schnittstelle zwischen Schule und Erwerbsleben
3.1.1 Berufswahl- und Orientierungsprozesse
3.1.2 Berufswahl als Entwicklungsprozess
3.1.3 Typologische Berufswahltheorie
3.1.4 Entwicklungspsychologische Perspektive
3.1.5 Berufswahlprozess im Kontext der Sozialisation
3.2 Fazit zu den Berufswahl- und Orientierungsprozesse Jugendlicher
4. Berufswahl Jugendlicher im Kontext der Sozialisation und Berufsorientierung
4.1 Interaktionen zwischen den Sozialisationsinstanzen und Jugendlichen im Berufswahlprozess
4.2 Schulische Qualifikation im Kontext zur beruflichen Integration
4.2.1 Die Phase des Übergangs ins Erwerbsleben
4.3 Berufswahl im Kontext der Sozialisation
4.4 Fazit zu Jugendlichen im Berufswahlprozess im Kontext der Sozialisation
5. Bezug zur Sozialen Arbeit
5.1 Herausforderungen für die Soziale Arbeit im Kontext der Integration von Jugendlichen in den Arbeitsprozess
5.2 Welche Jugendlichen benötigen Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung?
5.3 Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit im Kontext der beruflichen Integration Jugendlicher
5.3.1 Offene Jugendarbeit
5.3.2 Jugendberatungsstellen
5.3.3 Sozialpädagogische Wohngruppen
5.3.4 Elternarbeit
5.3.5 Schulsozialarbeit
5.3.6 Berufliche Integration am Beispiel des Integrationsprogramms Funtauna
5.4 Fazit zur Sozialen Arbeit mit Jugendlichen an der Schnittstelle zwischen Schule und Erwerbsleben
Diese Arbeit untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Sozialisationsprozessen und der beruflichen Integration von Jugendlichen an der Schnittstelle zwischen Schule und Erwerbsleben. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziale Arbeit Jugendliche mit geringeren Ressourcen effektiv bei der erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt unterstützen kann.
2.3.1 Sozialisationsinstanz Schule
In der Schweiz besteht eine Schulpflicht für alle Kinder und Jugendliche, denn „(…) die Schule ist eine Pflichtveranstaltung des Staates und ihre ausgewiesene Aufgabe ist die Sozialisation von Kindern und Jugendlichen“ (Zimmermann, 2000, S. 109). Da Kinder neben der Herkunftsfamilie viele Stunden ihres Lebens in der Schule verbringen, kommt der Schule eine wichtige Aufgabe und damit eine bedeutende Rolle als Sozialisationsinstanz zu. So wirkt die Schule nicht nur auf die Integration der Jugendlichen an der Schnittstelle zwischen Schule und Erwerbsleben ein, sondern auch auf die Persönlichkeitsentwicklung. Nachfolgend wird dies differenziert erläutert.
Parsons (1981) erklärt die zwei zentralen Aufgaben der Schule folgendermassen: „Erstens soll sie den Heranwachsenden kompetentes Rollenhandeln vermitteln – und zwar so, dass diese die Bereitschaft und Fähigkeit zur erfolgreichen Erfüllung ihrer späteren Erwachsenenrolle verinnerlichen – und zweitens soll die Schule die Schülerinnen und Schüler in die Rollenstrukturen der Erwachsenenwelt verteilen“ (Parsons, 1981 in Zimmermann, 2000, S. 110). Dies bedeutet, dass der Schule die Funktion der Selektion und Allokation zukommt. Die Schüler und Schülerinnen werden somit in verschiedenen Schulformen oder sogar beruflichen Positionen zugeordnet.
1. Lebensphase Jugend: Definiert die Jugend als Übergangsphase und Moratorium, in der relevante Weichenstellungen für das spätere Erwachsenenleben und die Berufsbiografie stattfinden.
2. Sozialisation im Jugendalter im Kontext zur Berufswahl: Untersucht die Rolle primärer und sekundärer Sozialisationsinstanzen wie Familie, Schule und Peergroup bei der Persönlichkeitsentwicklung und Berufsfindung.
3. Jugendliche an der Schnittstelle zwischen Schule und Erwerbsleben: Analysiert verschiedene theoretische Ansätze zur Berufswahl und betrachtet diese als komplexen Entwicklungs- und Entscheidungsprozess.
4. Berufswahl Jugendlicher im Kontext der Sozialisation und Berufsorientierung: Verknüpft die Erkenntnisse zur Sozialisation mit den konkreten Anforderungen an die berufliche Qualifikation und den Übergang ins Arbeitsleben.
5. Bezug zur Sozialen Arbeit: Erläutert die spezifischen Handlungsfelder und Interventionsmöglichkeiten der Sozialen Arbeit, um Jugendliche bei der beruflichen Integration zu unterstützen.
Sozialisation, Berufswahl, Lebensphase Jugend, berufliche Integration, Soziale Arbeit, Schulsozialarbeit, Übergangssystem, Orientierungsprozess, Identitätsentwicklung, Sozialisationsinstanzen, Arbeitsmarkt, Berufsberatung, Entwicklungsaufgaben, Bildungsabschluss, Integration.
Die Arbeit untersucht, wie Jugendliche zwischen 15 und 20 Jahren bei ihrem Übergang von der Schule in die Berufswelt unterstützt werden können, wobei der Einfluss ihrer Sozialisationsumfelder im Fokus steht.
Die zentralen Felder sind die Jugendphase als Entwicklungszeit, die Bedeutung der Sozialisationsinstanzen (Familie, Schule, Peergroup) sowie die Angebote und Methoden der Sozialen Arbeit bei der Berufsfindung.
Das Ziel ist es, die Wechselwirkungen zwischen Sozialisationsprozessen und beruflicher Integration zu erörtern und aufzuzeigen, wie Professionelle der Sozialen Arbeit Jugendliche beim erfolgreichen Start ins Berufsleben begleiten können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Konzepte der Sozialisation und Berufswahl mit praktischen Ansätzen der Sozialen Arbeit verknüpft.
Der Hauptteil analysiert theoretische Berufswahlmodelle, die Rolle von Schule und Familie sowie spezifische Risikotypen bei Jugendlichen, die Schwierigkeiten beim Übergang in den Arbeitsmarkt haben.
Wichtige Begriffe sind Sozialisationsprozesse, Berufswahl, berufliche Integration, Soziale Arbeit, Übergangssystem und Identitätsentwicklung.
Das Dokument identifiziert Gruppen wie die „Orientierungslosen“, die „Dequalifizierten“ und die „unerwartet Schwierigen“, die jeweils spezifische Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt benötigen.
Es dient als praktisches Fallbeispiel für ein Motivationssemester, das Schulabgängern ohne Lehrstelle dabei hilft, ihre Berufsreife zu erlangen und einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden.
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