Masterarbeit, 2015
36 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Entwicklung des Kinderfernsehens
2.1 1980iger Jahre: „Konkurrenz"
2.2 1970iger Jahre: „die erste Vorschulserie"
2.3 1950-1966: „Die ARD als Alleinanbieter"
2.4 1967- 1973: „Kinder haben ein Recht auf Unterhaltung und Bildung"
2.5 1997 bis heute: „Die Geburtsstunde des Kinderkanals"
3 Die wichtigen Merkmale und Aspekte des Kinderfernsehens
3.1 Wann handelt es sich um „gutes Kinderfernsehen“?
3.2 Vorstrukturierung einer Kinderlernsendung
3.3 Die vielfältigen Einstiegspunkte einer Kinderlernsendung
4 Die Anwendung der Merkmale und Aspekte an einer Magazinsendung
4.1 Das Format Magazinsendung
4.2 Die Sendung „pur+" vom 11.04.2015: „Eric kassiert die Handys ein"
4.3 Der Vorspann: Eine Vorstellung und Analyse.
4.4 Einführung in das Thema der Sendung: Der erste Beitrag und Analyse
4.5 Der zweite Beitrag und Analyse
4.6 Der dritte Beitrag und Analyse
4.7 Das Ende der Sendung und Analyse
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Qualität und den didaktischen Aufbau des Kinderfernsehens, um zu analysieren, ob öffentlich-rechtliche Formate primär einen Bildungsauftrag erfüllen oder vornehmlich zur Unterhaltung dienen. Dabei steht die Frage im Fokus, unter welchen Bedingungen Lernsendungen effektiv Wissen vermitteln und wie Kinder in diesen Prozessen erreicht werden.
3.1 Wann handelt es sich um „gutes Kinderfernsehen“?
Fernsehen ohne zielgruppenorientierten Sinn hat weder für Erwachsene noch für Kinder einen Wert. Deshalb haben die Programmmacher für die Informationsvermittlung eine entscheidende Rolle. Sie sind beim Kinderfernsehen das Bindeglied zwischen Kindern und medialer Programmgestaltung, denn erst durch die Übertragung von Sendungen, die das Kinderfernsehen in Grundidee und Konstruktion ansprechen, können die durch das Medium vermittelten Informationsinhalte Kinder als Zielgruppe erreichen. Aufgrund dessen müssen diese Informationsinhalte so gezeigt werden, dass sie die Sehbedürfnisse von Kindern erfüllen. Die Grundidee und Gestaltung hängt also hauptsächlich von den präzisen Vorstellungen ab, die Moderatoren von Kindern haben (vgl. Serocka, 2008, S.23).
Geeignetes Fernsehen für Kinder sollte vor allem kindsgerecht sein, dies bedeutet, dass in der Sendung typisches Denken, emotionale Fähigkeiten und Bedürfnissen der unterschiedlichen Entwicklungsstufen von Kindern angestrebt werden. Außerdem soll es gleichzeitig informativ als auch unterhaltend sein, um die Erwartungen, Hoffnungen und Neugier sowie die Erfahrungen und Erlebnisse der Kinder zu berücksichtigen (vgl. Jacobi 1998, S.7).
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die funktionsbestimmte Qualität. Hierbei greifen die Sendungen Themen der Kinder auf, die unter Mitschülern Gespräche anregen sollen bzw. bei denen Kinder über die neusten Ereignisse mitreden können. Es soll an den Lebensalltag der Kinder anbinden, so dass sie eine einfache und persönliche Beziehung zu den bearbeiteten Themen herstellen können (vgl. Kammann/Jurkuhn/Wolf, 2007, S. 89). In diesem Zusammenhang sollte ein Programm auch immer Identifikationsfiguren anbieten, denn diese Figuren haben bewundernswerte Talente, die die Kinder sehr anzieht und mit denen sie sich identifizieren. Sie sollten eine eindeutige Struktur haben, wiedererkennbar und optimistische Charaktere sein, denn sie sollen durch ihre Talente Kindern helfen, sich weiterzuentwickeln (vgl. TELEVIZION, 18/2005).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium für Kinder ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich des Verhältnisses von Unterhaltung und Bildung.
2 Die Entwicklung des Kinderfernsehens: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von den Anfängen des deutschen Kinderfernsehens bis zur Gründung des Kinderkanals nach.
3 Die wichtigen Merkmale und Aspekte des Kinderfernsehens: Hier werden theoretische Qualitätskriterien für Kinderfernsehen definiert und Anforderungen an Dramaturgie und Inhaltsvermittlung erläutert.
4 Die Anwendung der Merkmale und Aspekte an einer Magazinsendung: Anhand der Sendung "pur+" wird praxisnah analysiert, wie die zuvor theoretisch erarbeiteten Merkmale in einem realen Magazinformat umgesetzt werden.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Kinderfernsehen primär als Unterhaltungsmedium fungiert, das jedoch eine grundlegende Bildungsfunktion erfüllen kann.
Kinderfernsehen, Bildungsauftrag, Unterhaltungsmedien, Lernsendungen, pur+, Medienkompetenz, Dramaturgie, Komplexitätsreduktion, Wissensvermittlung, Rezipientenanalyse, Perspektivenvielfalt, Anschlussfähigkeit, öffentlich-rechtlicher Rundfunk.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Unterhaltung und Bildungsanspruch im deutschen Kinderfernsehen und prüft die Qualitätsstandards moderner Lernsendungen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Geschichte des Kinderfernsehens, die theoretische Bestimmung von "gutem" Kinderprogramm sowie die praktische Analyse von Magazinformaten.
Ziel ist es herauszufinden, ob die Fernsehanstalten ihrem Bildungsauftrag nachkommen und ob Kinder durch ausgewiesene Lernsendungen tatsächlich neues Wissen erwerben.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine qualitative Einzelfallanalyse (Fallstudie) der Sendung "pur+" zur Überprüfung der theoretischen Kriterien.
Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung, definiert Qualitätsmerkmale (wie Vorstrukturierung und Komplexitätsreduktion) und analysiert detailliert den Aufbau einer "pur+"-Folge.
Zentrale Begriffe sind Medienkompetenz, Wissensvermittlung, Kindgerechtheit, Unterhaltungsqualität und das "pur+"-Magazinformat.
Ein gutes Kinderfernsehen zeichnet sich durch Kindgerechtheit, Abwesenheit von Gewalt und Werbung, eine klare Struktur sowie die Förderung der aktiven Auseinandersetzung mit Inhalten aus.
Die Sendung dient als Beispiel für eine erfolgreiche Verknüpfung von Information und Unterhaltung und verdeutlicht, wie komplexe Sachverhalte durch gezielte Dramaturgie für Kinder verständlich aufbereitet werden können.
Das Fazit hält fest, dass Kinderfernsehen in erster Linie als Unterhaltung zu betrachten ist, aus der jedoch wertvolle Grundlagenbildung und Impulse für eigenes Handeln resultieren können.
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