Bachelorarbeit, 2015
39 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Klinische Erscheinungsformen
2.2 Statistiken
3. Verschiedene Formen der Selbstverletzung
4. Ursachen von selbstverletzendem Verhalten
4.1 Traumatisierungen
4.2 Die posttraumatische Belastungsstörung
4.3 Die Borderline-Persönlichkeitsstörung
5. Erklärungsansätze zur Entstehung von selbstverletzendem Verhalten
5.1 Psychoanalytische Erklärungsansätze
5.2 Lerntheoretische Erklärungsansätze
6. Psychische Funktionen der Selbstverletzung
6.1 Interpersonelle Funktionen
6.1.1 Selbstverletzung als Präverbaler Appell
6.1.2 Selbstverletzung als Flucht vor sozialer Überforderung
6.2 Intrapersonelle Funktionen
6.2.1 Spannungsreduktion durch Selbstverletzung
6.2.2 Selbstverletzung als Antidissoziativum
6.3 Zusammenfassung
7. Möglichkeiten der Einflussnahme
7.1 Grundlagen Sozialer Arbeit
7.2 Konzeptentwicklung
7.2.1 Zielpyramide
7.2.2 Maßnahmenportfolio
7.2.3 Rahmenbedingungen und Umsetzung
7.2.4 Ergebnissicherung
8. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Phänomen der Selbstverletzung als eigenständiges Krankheitsbild zu beleuchten, die zugrunde liegenden Ursachen sowie psychischen Funktionen zu analysieren und ein präventionsorientiertes Konzept für die schulische Sozialarbeit zu entwickeln.
6.2.1 Spannungsreduktion durch Selbstverletzung
Wenn es sich nach subjektiver Einschätzung des Betroffenen um eine aussichtslose Situation handelt, kann dies zur Selbstverletzung und somit Spannungsreduktion führen. Das selbstverletzende Verhalten dient dem Abbau psychischer und physischer Spannungen, der Reduktion von Wut auf sich selbst oder Außenstehende und der Befreiung von enormen Angstzuständen und depressiven Gefühlen. Demnach hat die Selbstverletzung zwar einen großen Einfluss auf das emotionale Empfinden des Betroffenen, jedoch handelt es sich um eine kurzzeitige Wirksamkeit in Bezug auf die Spannungsreduktion, da die negativen Gefühle, welche gleichzeitig einen Auslöser für das selbstverletzende Verhalten darstellen, nach kurzer Zeit erneut auftreten.
Die Selbstverletzung des eigenen Körpers wird von Betroffenen als eine Art Ventil beschrieben, welches mit einem platzenden Luftballon verglichen wird. Somit schaffen Betroffene durch das Aufschneiden der eigenen Haut einen Ausgang für innere Spannungen und Ängste, welche durch diesen entweichen können. Dies wiederum wird von Betroffenen als Erleichterung empfunden. Der durch die Schnitte entstandene physische Schmerz beendet den Trancezustand, welcher aufgrund des zu hoch empfundenen emotionalen Drucks entsteht. Zudem empfinden Betroffene bei dem Anblick ihres Blutes ein Gefühl der Lebendigkeit. Aus diesem Grund kann die Wirkung der Selbstverletzung in Bezug auf die Spannungsreduktion mit einer körperlichen Verausgabung oder Trainingseinheiten zur Muskelentspannung verglichen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, thematisiert die gesellschaftliche Relevanz und stellt die Zielsetzung dar, Selbstverletzung als eigenständige Erkrankung statt als Symptom zu betrachten.
2. Begriffsdefinition: Hier werden Schwierigkeiten bei der einheitlichen Definition erörtert und zwischen akzeptierten sowie krankhaften Formen des selbstverletzenden Verhaltens unterschieden.
3. Verschiedene Formen der Selbstverletzung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Vielfalt der Selbstschädigungen, unterteilt in offene und heimliche Formen.
4. Ursachen von selbstverletzendem Verhalten: Das Kapitel analysiert zentrale Risikofaktoren wie Traumatisierungen, die posttraumatische Belastungsstörung und die Borderline-Persönlichkeitsstörung.
5. Erklärungsansätze zur Entstehung von selbstverletzendem Verhalten: Hier werden psychoanalytische und lerntheoretische Konzepte zur Erklärung des Entstehens von Selbstverletzung skizziert.
6. Psychische Funktionen der Selbstverletzung: Die Arbeit beleuchtet hier die interpersonellen (z.B. Appell) und intrapersonellen (z.B. Spannungsreduktion, Antidissoziation) Motive.
7. Möglichkeiten der Einflussnahme: Dieses Kapitel verbindet die theoretischen Erkenntnisse mit der Sozialen Arbeit und entwirft ein pädagogisches Präventionskonzept für die Schule.
8. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit weiterer Forschung zur Anerkennung der Selbstverletzung als eigenständiges Krankheitsbild.
Selbstverletzendes Verhalten, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Traumatisierung, Posttraumatische Belastungsstörung, Spannungsreduktion, Soziale Arbeit, Prävention, psychische Konfliktbewältigung, Identitätsstörung, Antidissoziativum, Resilienz, Schule, Adoleszenz, Symptomgenese, Interventionsarbeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Problematik des selbstverletzenden Verhaltens, betrachtet dieses als eigenständiges psychisches Phänomen und erarbeitet Möglichkeiten für die schulische Präventionsarbeit.
Die Schwerpunkte liegen auf der Begriffsdefinition, den psychologischen Ursachen (insb. Trauma), den Funktionen der Selbstverletzung sowie der Konzeption präventiver Maßnahmen.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Phänomen zu schaffen, Betroffene nicht zu stigmatisieren und ein schulisches Konzept zu entwickeln, das Kinder in ihrer Resilienz stärkt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller fachwissenschaftlicher Literatur und der Entwicklung eines praktischen Präventionskonzepts.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Ursachen, Erklärungsansätze), die Analyse psychischer Funktionen (intrapersonell/interpersonell) und die Konzeptentwicklung.
Wichtige Begriffe sind Selbstverletzendes Verhalten, Traumatisierung, Borderline, Soziale Arbeit, Spannungsreduktion und Prävention.
Akzeptierte Formen umfassen etwa Piercings oder Tattoos, während krankhafte Formen eine bewusste Selbstschädigung ohne suizidale Absicht zur Regulation inneren Drucks beschreiben.
Die Schule dient als bekannter Lebensraum, in dem durch Projektwochen und Workshops Kompetenzen zur Emotionsregulation und Resilienz vermittelt werden sollen.
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