Bachelorarbeit, 2014
44 Seiten, Note: Sehr gut
1. FEINWARE (DÜNNWANDIGE KERAMIK)
1.1. FORSCHUNGSGESCHICHTE
1.2. FABRIKATE UND WARE
1.3. GENESE DER FEINWARE IN REPUBLIKANISCHER ZEIT
1.4. FORMENSCHATZ
1.4.1. DÜNNWANDIGE TRINKBECHER
1.4.2. RIPPENBECHER
1.4.3. ACO-BECHER
1.4.4. FALTENBECHER
1.4.5. SCHALEN UND SCHÄLCHEN
1.4.6. DÜNNWANDIGE KERAMIK AUS DEM MEDITERRANEN OSTEN
1.5. OBERFLÄCHENMERKMALE
1.5.1. ÜBERZUG
1.5.2. DEKOR
1.6. VERBREITUNGSGEBIETE UND REGIONALE PRODUKTIONSZENTREN
1.7. RESÜMEE
2. FRÜHE GLASIERTE KERAMIK
2.1. FORSCHUNGSGESCHICHTE
2.2 HERSTELLUNG GLASIERTER WARE: ARBEITSABLÄUFE, GLASUR UND BRANDFÜHRUNG
2.3. ENTSTEHUNG UND VERBREITUNG
2.4. RESÜMEE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung, Verbreitung und technologische Einordnung von dünnwandiger Keramik und früher glasierter Keramik in der römischen Antike. Ziel ist es, die Genese dieser Keramikgattungen im Kontext antiker Tischsitten zu beleuchten und regionale Produktionszentren sowie deren Einflussfaktoren zu identifizieren.
1.3. GENESE DER FEINWARE IN REPUBLIKANISCHER ZEIT
Dünnwandige Keramik als eine eigene Keramikklasse und Ausdruck eines kleinasiatischen Modegeschmacks zu identifizieren, der dann zu Beginn des 2. Jh. v. Chr das westliche Mittelmeer erobert haben soll, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Vice versa deutet vieles auf eine europäische im speziellen italische Entwicklung hin, die sich einerseits durch einen Feinwaremangel in hellenistischen Fundkontexten, beispielsweise in Ephesos, bemerkbar macht, andererseits aber Belege in frühen Zentren wie Rom, Sutri, Pollentia, Numantia, aber auch aus Funden in Schiffswracks wie den Grand Congloué liefert. Im Osten herrschten andere Sitten und Gebräuche. Dort erfüllten vor allem die modelgeformten megarischen Becher funktionell das, was später im westlichen Mittelmeerraum die Feinware ausmachte.
Eine mögliche Hypothese wäre, die Entstehung der Ceramica a pareti sottili in republikanischer Zeit als das Resultat technischer Adaption töpferischer Fertigkeiten unterschiedlicher Strömungen anzusehen. Eine stellt das kulturelle Erbe eines prähistorischen Europas dar und auf der anderen Seite nimmt sie, mit der Übersetzung scharfer Konturen metallischer in irdene Formen, eine hellenistische Tradition auf. Zu Beginn des 2. Jh. v. Ch. haben bestimmte historische Geschehnisse dazu geführt, dass diese unterschiedlichen Kulturstränge zusammen stießen.
1. FEINWARE (DÜNNWANDIGE KERAMIK): Dieses Kapitel analysiert die Definition, Typologie und Verbreitung der dünnwandigen Keramik in der römischen Welt sowie deren historische Entwicklung von der republikanischen Zeit bis in die Spätantike.
2. FRÜHE GLASIERTE KERAMIK: Dieser Abschnitt widmet sich den technischen Grundlagen und der Verbreitung glasierter Keramik, wobei der Fokus auf Herstellungsprozessen, dem Dekor und der kulturellen Einbettung der Stücke liegt.
Dünnwandige Keramik, pareti sottili, glasierte Keramik, ceramica a pareti sottili, Keramikherstellung, römische Tischkultur, Archäometrie, Produktionszentren, Feinware, Barbotinedekor, Keramiktypologie, Antike, Terra Sigillata, Formenschatz, Keramikhandel.
Die Arbeit behandelt die Untersuchung von römischer Feinkeramik, speziell dünnwandiger Keramik und früher glasierter Keramik, hinsichtlich ihrer Herstellung, Verbreitung und historischen Einordnung.
Die zentralen Themen sind die Klassifizierung der Fabrikate, die Analyse der technologischen Herstellung (wie Glasurtechnik und Brennverfahren) sowie die Erforschung von Produktionszentren und Handelswegen.
Das primäre Ziel ist es, die Entwicklung dieser Keramikgattungen als Ausdruck veränderter Esskultur und gesellschaftlicher Einflüsse nachzuvollziehen und eine fundierte Typologie auf Basis aktueller archäologischer Forschung zu liefern.
Es wird eine typologische Analyse des Formenschatzes vorgenommen, ergänzt durch historische Untersuchungen der Forschungsgeschichte und materialwissenschaftliche Betrachtungen wie petrographische Analysen der Tone.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den verschiedenen Fabrikaten der Feinware und der glasierten Keramik, inklusive ihrer Entstehung, geografischen Verteilung und spezifischen Dekormethoden.
Die wichtigsten Begriffe sind Dünnwandige Keramik, Feinware, glasierte Keramik, römische Tischsitten, Keramikproduktion und archäologische Typologie.
Das Hauptkriterium ist die besonders geringe Wandstärke von ca. 0,1 bis 0,5 cm, die sich deutlich von der Gebrauchskeramik abhebt und eine Verwendung bei Tisch wahrscheinlich macht.
Die Schwierigkeit liegt in der fehlenden stereotypen Uniformität, da die Ware meist nicht in Formschüsseln getöpfert wurde und regionale Werkstatttraditionen stark variieren können.
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