Bachelorarbeit, 2015
90 Seiten, Note: 1,5
1 Einführung
2 Das deutsche Rundfunksystem
2.1 Öffentlich-rechtlicher Rundfunk
2.1.1 Programmangebot des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
2.1.2 Die ARD
2.2 Privater Rundfunk
3 Die Finanzierung und Beaufsichtigung der privaten Rundfunksender
4 Regional-, Ballungsraum- und Lokalfernsehen
4.1 Lokales und regionales Privatfernsehen
4.2 Problematik des lokalen und regionalen Fernsehens
5 Das Werberecht in Deutschland
5.1 Das Werberecht des Privatfernsehens
5.2 Werbeformen
5.2.1 Spotwerbung
5.2.2 Sponsoring
5.2.3 Medien- bzw. Programmsponsoring
5.2.4 Fundraising
5.2.5 Licensing
6 Staatliche Förderung für lokale und regionale Sender
6.1 Bayern
6.1.1 Teilnehmerentgelt-Der Kabelgroschen
6.1.2 Lokale und regionale Rundfunkfinanzierung
6.2 Sachsen
7 These und Forschungsinhalt
8 Methodik und Analyse
8.1 Analyse der Finanzierungsmöglichkeiten von vier lokalen Sendern in Sachsen und Bayern
8.1.1 tvMeißen
8.1.2 Sachsen Fernsehen
8.1.3 TV Oberfranken
8.1.4 TVtouring
8.2 Experteninterviews
8.2.1 Umfrage zur Finanzierung und Förderung lokaler und regionaler Fernsehsender
8.2.2 Regeln im Interview
9 Auswertung und Ergebnisse
9.1 Die Werbefinanzierung
9.1.1 tvMeißen
9.1.2 Sachsen Fernsehen
9.1.3 TV Oberfranken
9.1.4 TVtouring
9.2 Staatliche Förderung
9.2.1 tvMeißen
9.2.2 Sachsen Fernsehen
9.2.3 TV Oberfranken
9.2.4 TVtouring
9.3 Ergebnisse der Expertenbefragung
9.3.1 tvMeißen
9.3.2 Sachsen Fernsehen
9.3.3 TV Oberfranken
9.3.4 TVtouring
10 Fazit und Ergebnisvorstellung
11 Ausblick
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Lage sowie die Finanzierungsmöglichkeiten lokaler und regionaler Fernsehsender in den Bundesländern Bayern und Sachsen. Zentrale Forschungsfrage ist es zu analysieren, wie sich diese Sender finanzieren, welchen Stellenwert staatliche Fördermittel einnehmen und durch welche Maßnahmen ihre langfristige Existenz gesichert werden kann.
4.2 Problematik des lokalen und regionalen Fernsehens
Lokales und regionales Fernsehen stößt immer wieder auf mangelnde Akzeptanz. Dafür gibt es mehrere Gründe. Vielen Sendern fehlen einfach die Ressourcen. Hinzu kommt ein Mangel an Know-How und mangelnde Professionalität. Des Weiteren kommt es häufig vor, dass sich die einzelnen Sendungen wiederholen, wodurch es auch immer wieder zu Qualitätsschwankungen der lokalen und regionalen Sender kommt. Ferner richten die Sender ihre Programmplanung wenig nach der Zielgruppe.
Ein weiteres Problem lokaler und regionaler Sender ist die mangelnde Wirtschaftlichkeit. Sie ist meist auf die schlechte Vernetzung zurückzuführen. Die Sender schöpfen das Potential lokaler Werbekunden vor Ort oft nicht aus. Die lokalen Sender bzw. die Wirtschaftlichkeit der Sender ist maßgeblich vom Werbeverkauf abhängig. Der Markt ist jedoch von einigen strukturellen Problemen geprägt. Zum einen scheuen die Unternehmen den angeblich hohen Produktions- und Schaltungsaufwand und sind unsicher über die zu erreichende Zielgruppe. Zum anderen fehlt den regionalen Werbeagenturen auch oft die Möglichkeit zur Produktion. Sie verhalten sich zurückhaltend, wenn es darum geht, ihren Kunden Werbung im lokalen Fernsehen zu empfehlen.
1 Einführung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Bedeutung des Lokalfernsehens und erläutert die Forschungsfrage sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Das deutsche Rundfunksystem: Dieses Kapitel beschreibt die Grundlagen des dualen Rundfunksystems, die Aufgaben der öffentlich-rechtlichen Sender sowie die Entstehung und Struktur des privaten Rundfunks.
3 Die Finanzierung und Beaufsichtigung der privaten Rundfunksender: Hier werden die regulatorische Rolle der Landesmedienanstalten und die grundlegenden Finanzierungsquellen privater Sender wie Werbeumsätze und Pay-TV beleuchtet.
4 Regional-, Ballungsraum- und Lokalfernsehen: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Region, Ballungsraum und Lokalfernsehen und thematisiert die strukturellen sowie wirtschaftlichen Herausforderungen der entsprechenden Sender.
5 Das Werberecht in Deutschland: Hier wird der rechtliche Rahmen der Werbung im Fernsehen, einschließlich europarechtlicher Vorgaben und spezieller Werbeformen wie Sponsoring und Product Placement, detailliert ausgeführt.
6 Staatliche Förderung für lokale und regionale Sender: Dieses Kapitel vergleicht die unterschiedlichen Fördermodelle in den Bundesländern Bayern und Sachsen.
7 These und Forschungsinhalt: Die These unterstreicht die Relevanz des Lokalfernsehens und führt in das Untersuchungsdesign der Expertenbefragung ein.
8 Methodik und Analyse: Dieses Kapitel erläutert das Vorgehen bei der Auswahl der vier untersuchten Sender sowie die Konzeption der Experteninterviews zur Finanzierung und Förderung.
9 Auswertung und Ergebnisse: Die gesammelten Daten aus den Interviews mit Vertretern der Sender werden hier systematisch aufbereitet und analysiert.
10 Fazit und Ergebnisvorstellung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Expertenbefragungen zusammen, insbesondere hinsichtlich der Werbefinanzierung und der Notwendigkeit staatlicher Förderung.
11 Ausblick: Der Ausblick diskutiert zukünftige Lösungsansätze wie die Forderung nach Teilhabe an Rundfunkgebühren zur Sicherung des Fortbestands lokaler Berichterstattung.
Lokalfernsehen, Regionalfernsehen, Rundfunkrecht, Werberecht, Rundfunkfinanzierung, Medienförderung, duales System, Spotwerbung, Sponsoring, Experteninterviews, Medientechnik, Landesmedienanstalten, Werbeeinnahmen, mediale Vielfalt, Rundfunkbeitrag.
Die Bachelorarbeit thematisiert das Werberecht des Privatfernsehens und analysiert die Finanzierungsmöglichkeiten lokaler sowie regionaler Fernsehveranstalter in Deutschland, mit Fokus auf Sachsen und Bayern.
Die zentralen Themen umfassen die rechtlichen Rahmenbedingungen des dualen Rundfunksystems, die verschiedenen Werbeformen im Fernsehen sowie die staatlichen Fördermechanismen für lokale Rundfunkangebote.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich lokale Sender finanzieren, inwieweit staatliche Förderung die wirtschaftliche Stabilität beeinflusst und welche Maßnahmen notwendig sind, um ihre langfristige Existenz zu sichern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer empirischen Untersuchung in Form von Experteninterviews mit Verantwortlichen von vier lokalen Fernsehsendern aus Sachsen und Bayern.
Der Hauptteil analysiert das duale Rundfunksystem, werberechtliche Vorschriften, spezifische Finanzierungsarten wie Spotwerbung und Sponsoring sowie die unterschiedlichen staatlichen Förderansätze in den betrachteten Bundesländern.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lokalfernsehen, Rundfunkfinanzierung, Medienförderung, Werberecht und duales System beschreiben.
In Bayern existiert durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) bereits ein System zur Förderung technischer Infrastruktur, während in Sachsen die Förderlandschaft zum Untersuchungszeitpunkt weniger stark ausgeprägt war.
Die Experten schlagen unter anderem eine einheitliche überregionale Werbevermarktung, eine technische Förderung der Programmerstellung, HD-Unterstützung sowie einen marginalen Anteil an den Rundfunkgebühren für Nachrichtenanteile vor.
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