Diplomarbeit, 2012
66 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Grundlagen der Kommunikation am Kapitalmarkt
2.1 Das Problem der asymmetrischen Informationsverteilung
2.1.1 Formen von Informationsasymmetrien
2.1.2 Strategien zur Beseitigung von Informationsasymmetrien
2.1.3 Überwindung von Informationsasymmetrien am Kapitalmarkt durch Informationssignale
2.2 Freiwillige Publizität von Unternehmensinformationen
2.2.1 Theorien zur freiwilligen Unternehmenspublizität
2.2.2 Investor Relations
2.3 Pflichtpublizität
3 Die Wirkung von Accounting-Signalen nach Holthausen/Verrecchia (1988)
3.1 Das Grundmodell
3.2 Die Erweiterung des Grundmodells
3.3 Analyse der Varianz der Preisveränderungen
4 Verschiedene Modelle zur Wirkung von Accounting-Signalen
4.1 Das Modell von Kim/Verrecchia (1991a)
4.2 Das Modell von Kim/Verrecchia (1991b)
4.3 Das Modell von Demski/Feltham (1992)
4.4 Das Modell von Kim/Verrecchia (1994)
4.5 Das Modell von Trueman (1994)
4.6 Das Modell von Subramanyam (1996)
5 Kategorisierung der vorgestellten Modelle zur Wirkung von Accounting Signalen
5.1 Vergleich der verschiedenen Modellannahmen
5.2 Vergleich der Modelle zu Accounting-Signalen
5.3 Systematisierung der Modelle
6 Empirische Untersuchung von Informationssignalen
6.1 Empirische Ergebnisse zu ausgewählten Modellen
6.1.1 Die Auswirkung von Ergebnisankündigungen auf die Aktienrendite
6.1.2 Die Studie von Atiase und Bamber
6.1.3 Die Studie von Bamber und Cheon
6.2 Die empirische Bedeutung von Analystenberichten im Kontext von Ergebnisankündigungen
6.3 Limitationen
7 Fazit
Diese Arbeit zielt darauf ab, einen systematischen Überblick über die theoretischen und empirischen Modelle zur Wirkung von Accounting-Signalen am Kapitalmarkt zu bieten, um deren Annahmen, Kontexte und Forschungsinhalte besser vergleichbar zu machen.
3.1 Das Grundmodell
Im Grundmodell wird zunächst der Fall mit einem riskanten Wertpapier betrachtet. Die Preise werden von einem risikoneutralen Kursmakler gesetzt. Im Ausgangszeitpunkt besitzt der Markt bereits Informationen über den Erwartungswert und die Varianz des Erlöses der riskanten Anlage. Der Marktpreis vor der Veröffentlichung von Informationen entspricht dem Erwartungswert des Erlöses der Anlage. Im Anschluss finden nacheinander die beiden Informationsveröffentlichungen y1 und y2 statt. Diese Informationen werden von allen Marktteilnehmern simultan und vollständig erhalten. Jede Informationsveröffentlichung beinhaltet die tatsächliche Verteilung der Ausschüttung sowie einen Störterm.77 Der a priori unbekannte Erlös wird durch die normalverteilte Zufallsvariable u modelliert.78 Der Erwartungswert des Erlöses lautet m und die Varianz des Erlöses beträgt v. Der ebenfalls normalverteilte Störterm der Information wird durch die Zufallsvariable v ausgedrückt und hat einen Erwartungswert von Null sowie eine Varianz in Höhe von n.
1 Einleitung: Vorstellung der Problematik asymmetrischer Informationsverteilung am Kapitalmarkt und Definition der Zielsetzung der Arbeit sowie des methodischen Vorgehens.
2. Grundlagen der Kommunikation am Kapitalmarkt: Erläuterung der Ursachen von Informationsasymmetrien und Darstellung verschiedener Lösungsansätze wie Signaling und Screening sowie rechtlicher Rahmenbedingungen.
3 Die Wirkung von Accounting-Signalen nach Holthausen/Verrecchia (1988): Detaillierte mathematische Analyse der Signalwirkung auf die Varianz der Preisreaktion in einem zweiperiodigen Modell.
4 Verschiedene Modelle zur Wirkung von Accounting-Signalen: Chronologische Übersicht und Erläuterung weiterer zentraler Modelle, die auf dem Modell von Holthausen/Verrecchia aufbauen.
5 Kategorisierung der vorgestellten Modelle zur Wirkung von Accounting Signalen: Systematische Gegenüberstellung der Modellannahmen, Anlagemöglichkeiten und Signalkontexte der behandelten Forschungsbeiträge.
6 Empirische Untersuchung von Informationssignalen: Vorstellung empirischer Studien, die die theoretischen Modellergebnisse in der Praxis testen, insbesondere mit Fokus auf Preisreaktionen und Analystenberichte.
7 Fazit: Zusammenfassende Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der Bedeutung theoretischer Modellierung für die empirische Forschung.
Accounting-Signale, Kapitalmarkt, Informationsasymmetrie, Signaling, Preisreaktion, Handelsvolumen, Marktliquidität, Analystenberichte, Ergebnisankündigung, Publizität, Investoren, Modelltheorie, Empirie, Risiko, Informationsgehalt.
Die Arbeit untersucht, wie Informationen (Accounting-Signale) von Unternehmen an den Kapitalmarkt gelangen und wie diese Signale die Entscheidungen und das Verhalten von Investoren beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Kommunikation zwischen Unternehmen und Investoren, das Problem asymmetrischer Informationsverteilung, die Modellierung von Marktreaktionen sowie die empirische Überprüfung dieser Modelle.
Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über verschiedene theoretische Signaling-Modelle zu geben und deren Annahmen sowie Ergebnisse systematisch miteinander zu vergleichen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse theoretischer Signaling-Modelle sowie eine Gegenüberstellung empirischer Studien, um die Wirkungsweisen von Accounting-Informationen zu validieren.
Im Hauptteil werden zunächst das Grundmodell von Holthausen/Verrecchia (1988) analysiert und anschließend zahlreiche weitere Modelle (z.B. von Kim/Verrecchia oder Demski/Feltham) in ihrer Modellstruktur und ihren Aussagen verglichen.
Wesentliche Begriffe sind Accounting-Signale, Informationsasymmetrie, Signaling-Modelle, Marktliquidität und Ergebnisankündigungen.
Analystenberichte werden als wichtige Quelle für private Informationen sowie als Indikator für Informationsasymmetrien betrachtet und daraufhin untersucht, ob sie als Substitute für offizielle Ergebnisankündigungen dienen können.
Die Modelle bilden unterschiedliche Wissensstände ab; informierte Investoren beschaffen sich aktiv private Informationen, während nicht informierte Investoren ihre Handelsentscheidungen stärker am öffentlichen Preis oder an Marktbewegungen ausrichten.
Es dient als theoretische Basis, da es die Signalwirkung von Accounting-Informationen auf einem hohen Abstraktionsniveau abbildet und viele grundlegende Mechanismen für spätere Modelle definiert.
Die empirische Analyse zeigt, dass Analystenberichte keinesfalls als vollständige Substitute für die Ergebnisankündigungen von Unternehmen betrachtet werden können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

