Bachelorarbeit, 2015
44 Seiten
1. Einleitung
2. Das Konzept „Singen ist klasse“ und seine Stimmbildung
2.1 Die Entstehung und die gesamtkonzeptionelle Zielsetzung
2.2 Die Stimmbildung und ihre Zielsetzung
2.3 Ausgewählte stimmbildnerische Aspekte
2.3.1 Der Vokal „i“ und die hochfrequenten Klanganteile
2.3.2 Impulshafte Atemübungen und der körperliche Klang
2.3.3 Zusammenführung von zwei stimmbildnerischen Aspekten
2.4 Zusammenfassung
3. Die Funktionale Stimmbildung – Zusammenstellung eines Untersuchungsinstrumentariums
3.1 Die Funktionale Stimmbildung und ihre stimmbildnerische Ausrichtung
3.2 Begriffsdefinition
3.3 Das Untersuchungsinstrumentarium
3.3.1 Der Vokaltrakt als Resonator
3.3.2 Der Vokaltrakt als Artikulator
3.3.3 Das Doppelventil des Kehlkopfs
3.3.4 Zusammenfassung
4. Untersuchung der ausgewählten stimmbildnerischen Aspekte
4.1 Der Vokal „i“ – eine Untersuchung
4.1.1 Der Vokal „i“ und der Vokaltrakt als Resonator
4.1.2 Der Vokal „i“ und der Vokaltrakt als Artikulator
4.2 Impulshafte Atemübungen – eine Untersuchung
4.2.1 Impulshafte Atemübungen und das Doppelventil des Kehlkopfs
5. Schlussbetrachtung
6. Quellenverzeichnis
Die Arbeit untersucht Ralf Schnitzers Unterrichtskonzept „Singen ist klasse“ hinsichtlich seiner stimmbildnerischen Ansätze. Ziel ist es, unter Anwendung der „Funktionalen Stimmbildung“ nach Eugen Rabine zu analysieren, ob die angestrebte Förderung hochfrequenter Klanganteile durch die gewählten Methoden erreicht werden kann.
2.3.1 Der Vokal „i“ und die hochfrequenten Klanganteile
Ein wichtiger Aspekt des stimmbildnerischen Ansatzes der Konzeption „Singen ist klasse“ zur Förderung hochfrequenter Klanganteile ist die Nutzung des Vokals „i“. Er wird als ein Vokal betrachtet, der im Vergleich zu den anderen Vokalen die meisten hochfrequenten Klanganteile besitzt. Dies lässt ihn zur musikalischen Entwicklungsförderung als gut geeignet erscheinen. Die durch die hochfrequenten Klanganteile entstehende Helligkeit soll zunächst durch den Vokal „i“ etabliert und als Qualität vermittelt werden. Ist diese hochfrequente Vokalqualität des Vokals „i“ erst von den SuS erkannt und verinnerlicht worden, wird sie auf alle Vokale übertragen. Dazu werden die SuS zunächst langsam vom „i“ über das „e“ zu einem weit geöffneten „a“ geführt, um dann diese nach und nach durch einen häufigen Vokalwechsel vom „i“ auf die anderen Vokale zu übertragen. Als weiteres Mittel zur Übertragung dieser hochfrequenten Klanganteile kann ebenfalls der „i“ ähnliche Konsonant „j“ unterstützend wirken und substitutiv zum Vokal „i“ eingesetzt werden. So können Laute wie „ja“ oder „ju“ zum Erreichen der stimmbildnerischen Zielsetzung genutzt werden.
1. Einleitung: Die historische Entwicklung des Singens in der Schule wird skizziert, um die aktuelle Bedeutung und Zielsetzung von Konzepten wie „Singen ist klasse“ herzuleiten.
2. Das Konzept „Singen ist klasse“ und seine Stimmbildung: Das Konzept wird vorgestellt, wobei der Fokus auf der neurobiologischen Begründung der musikalischen Entwicklung und der Rolle der Stimmbildung zur Förderung hochfrequenter Klanganteile liegt.
3. Die Funktionale Stimmbildung – Zusammenstellung eines Untersuchungsinstrumentariums: Die theoretischen Grundlagen der Funktionalen Stimmbildung nach Eugen Rabine werden erläutert, um ein Analysewerkzeug für Schnitzers Konzept zu schaffen.
4. Untersuchung der ausgewählten stimmbildnerischen Aspekte: Schnitzers Methoden werden kritisch hinterfragt, wobei insbesondere die Rolle des Vokals „i“ und impulshafter Atemübungen auf ihre physiologische Wirksamkeit untersucht werden.
5. Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst, wobei sowohl die Erfolge des Konzepts als auch bisher ungenutzte Potenziale aufgezeigt werden.
6. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur, Internetquellen und Filmmaterialien.
Singen ist klasse, Funktionale Stimmbildung, Eugen Rabine, Ralf Schnitzer, Vokaltrakt, Sängerformant, hochfrequente Klanganteile, Atemmuskulatur, Doppelventilfunktion, Stimmbildung, Vokalausgleich, musikalische Entwicklung, Resonanz, Artikulation, pädagogische Musikpraxis.
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit Ralf Schnitzers Musikkonzept „Singen ist klasse“ auseinander, insbesondere mit den darin enthaltenen stimmbildnerischen Ansätzen.
Die Themen umfassen die Stimmbildung in der Schule, die Akustik des Vokaltrakts sowie die Physiologie der Atmung im Kontext des Gesangs.
Es soll untersucht werden, ob die in Schnitzers Konzept angewandten Übungen (Nutzung des Vokals „i“ und impulshafte Atemübungen) tatsächlich die angestrebte musikalische Entwicklung durch die Förderung hochfrequenter Klanganteile unterstützen.
Die Arbeit nutzt die „Funktionale Stimmbildung“ nach Eugen Rabine als theoretisches Instrumentarium, um die Praktiken aus „Singen ist klasse“ wissenschaftlich zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung durch das Rabine-Modell und die konkrete Analyse von Schnitzers Methoden anhand von Beschreibungen und DVD-Material der Konzeption.
Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Stimmfunktion, Sängerformant, Vokalartikulation und einer kritischen Auseinandersetzung mit sängerischen Ausbildungsmethoden.
Schnitzer geht davon aus, dass dieser Vokal die meisten hochfrequenten Klanganteile enthält und seine Qualität daher als Helligkeits-Standard auf andere Vokale übertragen werden kann.
Der Autor schlägt vor, den Fokus weg von der reinen Vokalausgleich-Idee und hin zu einer physiologisch fundierten Gestaltung des Vokaltrakts und einer differenzierteren Atemsteuerung zu verschieben.
Aus Sicht der Funktionalen Stimmbildung führen diese Übungen dazu, dass die Ausatemmuskulatur zu stark beansprucht wird, was das Vestibül verengt und damit die Entstehung gewünschter hochfrequenter Klanganteile eher behindert.
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