Bachelorarbeit, 2015
37 Seiten, Note: 1
Vorwort
I Auszüge der (internalistischen) Bedeutungstheorien
I.1 Einleitung
I.2 Subjektive Bedeutungstheorie bei John Locke
I.3 Sinn & Bedeutung bei Gottlob Frege
I.4 Bertrand Russells dreiteilige Analyse von Kennzeichnungen
I.5 Intension & Extension bei Rudolf Carnap
I.6 Bündeltheorie bei John Searle
I.7 Referentieller & attributiver Gebrauch bei Keith Donnellan
II „Bedeutungen sind nicht im Kopf“ – Die externalistische Kritik
II.1 Saul A. Kripkes kausale Theorie der Eigennamen
II.2 Hilary Putnams Zwillingserde und darüber hinaus
III Wo sind Bedeutungen dann? – Der Kritik antworten.
III.1 Kritische Überlegungen zu Putnam
Nachwort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen internalistischen und externalistischen Bedeutungstheorien der analytischen Sprachphilosophie, um kritisch zu hinterfragen, ob die Bedeutung sprachlicher Ausdrücke primär durch mentale Zustände („im Kopf“) oder durch externe Faktoren in der Welt bestimmt wird.
I.2 Subjektive Bedeutungstheorie bei John Locke
John Locke (1632-1704) beschreibt im dritten Buch seiner Schrift „Versuch über den menschlichen Verstand“ seine Auffassungen der Bedeutung von Wörtern. Er argumentiert für eine stark subjektive Bedeutungstheorie, indem er den mentalen Zustand eines Sprechers als wichtigsten Teil für die Bedeutung eines sprachlichen Ausdrucks heranzieht.
Lockeanisch gesprochen ist die Bedeutung eines Satzes, die Idee eines Sprechers, kurzum das, was der Sprecher damit verbindet. Natürlich würde man hier sofort einwenden, dass, wenn jede Äußerung rein subjektiv wäre, man keinerlei wissenschaftliche Aussagen mehr mit objektivem Wahrheitsanspruch tätigen könne, sondern nur noch in der Form wie „wahr für x“ oder „wahr für y“. Wenn sich die Bedeutung eines Satzes also von Sprecher zu Sprecher ändert, ist es doch ebenso erstaunlich, dass wir miteinander sprechen und verstehen, was uns unser Gegenüber mitteilen möchte. Die Lockesche Spracherfassung ist streng genommen ein Sammelsurium, eine Addition von Privatsprachen. Jeder Mensch hat seine eigenen Ideen, jeder von ihnen gibt seinen Ideen entsprechende eigene Zeichen. Dies tun wir, nach Locke, um zwei Funktionen zu erfüllen. Erstens, um uns selber Ideen, die wir haben im Gedächtnis zu behalten, und zweitens, um mit anderen zu kommunizieren. Also ist es für Locke klar, dass die öffentliche Sprache nichts anderes ist, als die Summe aller Privatsprachen, der in einer Sprachgemeinschaft involvierten Wesen (vgl. Locke, 1988, S.5f). Diese Wesen sind, wenn man so will, „thinkers in isolation“.
Vorwort: Einleitung in die Themenstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie eine kurze historische Verortung der Sprachphilosophie.
I Auszüge der (internalistischen) Bedeutungstheorien: Darstellung der Grundlagen internalistischer Theorien durch bedeutende Denker wie Locke, Frege, Russell, Carnap, Searle und Donnellan.
I.1 Einleitung: Einführung in die Debatte um die Verortung von Bedeutung („im Kopf“ vs. „außerhalb des Kopfes“).
I.2 Subjektive Bedeutungstheorie bei John Locke: Erörterung von Lockes Fokus auf mentale Ideen als Basis für die Bedeutung von Wörtern.
I.3 Sinn & Bedeutung bei Gottlob Frege: Analyse von Freges Unterscheidung zwischen Sinn (Art des Gegebenseins) und Bedeutung (Referenz).
I.4 Bertrand Russells dreiteilige Analyse von Kennzeichnungen: Untersuchung von Russells Theorie, dass Kennzeichnungen keine referentiellen Terme sind.
I.5 Intension & Extension bei Rudolf Carnap: Erläuterung von Carnaps Erweiterung der Fregeschen Semantik um das Konzept möglicher Welten.
I.6 Bündeltheorie bei John Searle: Diskussion von Searles Ansatz, dass Eigennamen durch ein Bündel von Kennzeichnungen definiert sind.
I.7 Referentieller & attributiver Gebrauch bei Keith Donnellan: Differenzierung zwischen referentieller und attributiver Verwendungsweise von Kennzeichnungen.
II „Bedeutungen sind nicht im Kopf“ – Die externalistische Kritik: Kritische Untersuchung der Abkehr vom Internalismus.
II.1 Saul A. Kripkes kausale Theorie der Eigennamen: Analyse von Kripkes kausaler Theorie und dem Konzept starrer Designatoren.
II.2 Hilary Putnams Zwillingserde und darüber hinaus: Diskussion von Putnams Zwillingserde-Gedankenexperiment und seiner externalistischen These.
III Wo sind Bedeutungen dann? – Der Kritik antworten.: Synthese der vorangegangenen Kapitel und kritische Reflexion.
III.1 Kritische Überlegungen zu Putnam: Zusammenfassende Kritik an Putnams Externalismus anhand der behandelten Beispiele.
Nachwort: Zusammenfassendes Fazit der Arbeit und Ausblick auf weitere philosophische Diskussionen.
Sprachphilosophie, Semantik, Internalismus, Externalismus, Bedeutungstheorie, Intension, Extension, Referenz, Gottlob Frege, Hilary Putnam, Saul Kripke, John Locke, Kennzeichnungstheorie, Zwillingserde, Sprachanalyse
Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Debatte über die Frage, wie sprachliche Ausdrücke ihre Bedeutung erhalten und ob diese Bedeutung in den mentalen Zuständen des Sprechers oder in der äußeren Welt verankert ist.
Die Themenfelder umfassen die Analytische Sprachphilosophie, die Theorie der Kennzeichnungen, Bedeutungstheorien natürlicher Arten sowie die Abgrenzung von internalistischen und externalistischen Positionen.
Das primäre Ziel ist es, die externalistische Kritik an internalistischen Bedeutungstheorien zu hinterfragen und zu prüfen, ob die Annahme, dass Bedeutungen „nicht im Kopf“ sind, stichhaltig ist.
Die Arbeit nutzt einen systematischen und historischen Überblick, analysiert zentrale Gedankenexperimente der Fachliteratur und unterzieht diese einer kritischen philosophischen Prüfung.
Im Hauptteil werden zunächst klassische internalistische Positionen (Locke, Frege, Russell, Carnap, Searle, Donnellan) und anschließend externalistische Gegenpositionen (Kripke, Putnam) detailliert analysiert.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Semantik, Referenz, Intension, Extension, mentale Zustände und die philosophischen Gedankenexperimente von Zwillingserde und Gold.
Der Autor kritisiert, dass Putnams Zwillingserde-Beispiele logisch als Homonymie interpretiert werden können und dass Putnam das Problem des Irrtums nicht klar von der Bedeutungsverschiedenheit abgrenzen kann.
Der Autor argumentiert, dass Kripkes Gedankenexperimente als „Bumerang“ gegen ihn selbst verwendet werden können, da wir auch bei veränderter chemischer Struktur einer Substanz dazu neigen, den ursprünglichen Begriff beizubehalten.
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