Bachelorarbeit, 2015
61 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2.1. Einblicke in den Staat Israel
2.1.1. Die Abgrenzung Israels zu Palästina
2.1.2. Die Verfassung Israels
2.1.3. Die Gesundheits- und Sozialpolitik
2.2. Religionen und deren Einstellungen zum Thema Familienplanung
2.2.1. Religionsrecht und Religiosität
2.2.2. Judentum
2.2.3. Islam
2.2.4. Religiöse Minderheiten
3. Familienplanung in Israel
3.1. Rechtliche Aspekte in Hinsicht auf Familienplanung
3.1.1. Ehe
3.1.2. Verhütung
3.1.3. Abtreibung
3.1.4. In-vitro-Fertilisation
3.2. Statistiken über Familienplanung
3.2.1. Familienstrukturen
3.2.2. Ehe
3.2.3. Geburten
3.2.4. Verhütung
3.2.5. Abtreibung
3.2.6. In-vitro-Fertilität
3.3. Öffentliche Meinungen zum Thema Familienplanung
4. Diskussion
4.1. Beantwortung der Fragestellung
4.2. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Haltung von Staat und Religion in Israel zur Familienplanung. Dabei wird analysiert, ob die israelische Politik einen pro-natalistischen Ansatz verfolgt, der Reproduktion aktiv fördert, und inwiefern dieser Ansatz mit den Lehren der beiden Hauptreligionen, dem Judentum und dem Islam, vereinbar ist.
1. Einleitung
Israel hat eine erstaunliche demografische Entwicklung hinter sich. Waren es im Jahr der Gründung des Staates Israel, 1948, noch circa 806.000, so sind es im Jahre 2015 circa acht Millionen Menschen. Dies liegt vor allem an den hohen Zuwanderungszahlen von Menschen jüdischen Glaubens aus anderen Ländern (vgl. Übers. Verf., Elis, 2014, o.S.), sowie unter anderem auch an der hohen Geburtenrate. Im Durchschnitt gebärt jede Frau drei Kinder (vgl. Übers. Verf., Central Bureau of Statistic, 2012, S.6). Ein weiterer großer Einflussfaktor ist die neue Fortpflanzungstechnologie. Mit etwa 22.449 künstlichen Befruchtungen im Jahr 2003 (vgl. Übers. Verf., Birenbaum-Cameli/Dirnfeld, 2008, S.184) ist Israel das führende Land mit der höchsten Geburtenrate per In-vitro-Fertilisation-Behandlungen (Übers. Verf., IVF-Israel, 2015, o.S.). Familie, Tradition, Religion und staatliche Förderungen scheinen einen großen Einfluss auf den Alltag und auf die Familienplanung zu haben. Diese Entwicklungen sollen in der vorliegenden Arbeit untersucht werden. Die Ausarbeitung ist als eine Einführung in die Materie zu verstehen, welche sehr umfangreich ist und weiterer Forschungen sowie Untersuchungen bedarf. Bis dato gab es nur sehr wenige wissenschaftliche Auseinandersetzungen zu dem Thema.
Aufgrund dessen lautet die Forschungsfrage: „Welche Haltung nehmen sowohl Staat als auch Religion im Hinblick auf die Familienplanung ein?“ Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen ob der israelische Staat mit seiner Gesundheits- und Familienpolitik einen pro-natalistischen Ansatz verfolgt, welcher eine menschliche Reproduktion befürwortet und wie dies umgesetzt wird. Zweitens wird untersucht, ob ein pro-natalistischer Ansatz mit den zwei Hauptreligionen vereinbar ist. Drittens soll die Familie und die Familienplanung näher betrachtet werden, sowie die Geburtenraten. Dabei wird besonders auf die Religionen eingegangen und deren Haltung zur Fortpflanzung.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die demografische Ausgangslage in Israel dar, benennt die Forschungsfrage zur Haltung von Staat und Religion gegenüber der Familienplanung und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel liefert einen geschichtlichen Abriss, definiert die Begriffe Israel und Palästina und erläutert die verfassungsrechtlichen sowie religiösen Grundlagen, die das Familienleben und die Familienplanung in Israel prägen.
3. Familienplanung in Israel: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die rechtlichen Rahmenbedingungen für Ehe, Verhütung, Abtreibung und künstliche Befruchtung, ergänzt durch statistische Daten und die Wiedergabe öffentlicher Meinungen durch Experteninterviews.
4. Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse, reflektiert den pro-natalistischen Ansatz des israelischen Staates im Lichte der erarbeiteten Grundlagen und gibt einen Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf.
Israel, Familienplanung, Judentum, Islam, pro-natalistische Politik, Geburtenrate, IVF-Behandlung, Reproduktion, Religion, Familienrecht, Gesundheitspolitik, Demografie, Ehe, Abtreibung, Verhütung.
Die Arbeit befasst sich mit der staatlichen und religiösen Haltung zur Familienplanung in Israel und untersucht, wie diese Faktoren die Geburtenrate und das reproduktive Verhalten der Bevölkerung beeinflussen.
Die zentralen Themen sind der israelische Staat und seine Gesundheits- und Sozialpolitik, das Familienrecht unter jüdischem und islamischem Einfluss sowie die explorative Untersuchung der pro-natalistischen gesellschaftlichen Ausrichtung durch Experteninterviews.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Welche Haltung nehmen sowohl Staat als auch Religion im Hinblick auf die Familienplanung ein?“ Ziel ist es, den pro-natalistischen Ansatz des Staates und seine Vereinbarkeit mit den Hauptreligionen zu prüfen.
Die Autorin nutzte eine Kombination aus Literaturrecherche, der Auswertung amtlicher Statistiken sowie qualitativer Forschung mittels leitfadengestützter E-Mail-Interviews und eigener Gedächtnisprotokolle.
Im Hauptteil (Kapitel 3) werden die rechtlichen Bestimmungen zu Ehe, Verhütung, Abtreibung und In-vitro-Fertilisation detailliert dargelegt, gefolgt von statistischen Analysen zu Familienstrukturen und einer Auswertung persönlicher Meinungen aus der Bevölkerung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Israel, Familienplanung, Judentum, Islam, pro-natalistische Politik, Geburtenrate sowie IVF-Behandlung und Reproduktionsrechte.
Die befragten Experten und Privatpersonen nahmen weitgehend übereinstimmend wahr, dass der israelische Staat eine pro-natalistische Politik verfolgt, die durch finanzielle Anreize, Kindergeld und die kostenlose Förderung von IVF-Behandlungen eine „Pro-Kind“-Haltung aktiv unterstützt.
Die Arbeit beleuchtet, wie der nationale Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern zu dem Narrativ einer „demografischen Bedrohung“ führt, wodurch das Kinderkriegen eine politische Dimension erhält, die insbesondere von der jüdischen Mehrheit als Mittel zur Existenzsicherung und zum Erhalt des Staates Israel angesehen wird.
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