Bachelorarbeit, 2013
55 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Hintergrund und Motivation
1.2 Untersuchungsziel und Forschungsfrage
2 Theoretischer Rahmen
2.1 Das Berufsbild Gesundheits- und Krankenpflege
2.1.1 Die Ausbildung
2.1.2 Fortbildungen und Weiterbildungen
2.1.3 Bedarfsermittlung für Bildungsmaßnahmen
2.1.4 Die Deutschen Krankenhausgesellschaft
2.1.5 Interessenvertretung
2.2 Zentrale Notaufnahme
2.2.1 Historie und Organisationsstruktur der Notaufnahmen in Deutschland
2.2.2 Patientenklientel und Krankheitsspektrum
2.2.3 Aufgaben des Notaufnahmeteams
2.2.4 Patientensicherheit
3 Studiendesign und Methode
3.1 Recherche
3.1.1 Ein- und Ausschlusskriterien
3.1.2 Relevanz für die Berufsverbände
3.2 Qualitative Methode - Das Experteninterview
3.2.1 Datenerhebung – Entwicklung und Durchführung des Interviews
3.2.2 Datenauswertung
4 Ergebnisse
4.1 Qualifizierungsmöglichkeiten für das Pflegepersonal der ZNA
4.2 Bereits anerkannte Fachweiterbildungen im deutschsprachigen Ausland
4.3 Die analysierten Interviews
4.3.1 Veränderte Versorgungsstrukturen
4.3.2 Mitarbeiter-bezogene Aspekte
4.3.3 Patienten-bezogene Aspekte
4.3.4 Versorgungsqualität
4.3.5 Bildungsmaßnahmen
5 Diskussion
5.1 Ergebnisse
5.2 Methodenkritik
6 Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Kompetenzanforderungen an das Pflegepersonal in Zentralen Notaufnahmen (ZNA) verändert haben und ob die allgemeine Krankenpflegeausbildung ausreicht, um diesen Anforderungen gerecht zu werden, oder ob ein Bedarf an spezifischen Fort- und Weiterbildungen besteht.
4.3.1.1 Umgestaltung der innerklinischen Versorgungsstruktur
Die ZNA hat sich nach Meinung aller Interviewpartner in den letzten Jahren zunehmend verändert. So sind die Pflegekräfte gezwungen, alle eintreffenden Patienten, unabhängig der Erkrankung, optimal zu versorgen. Es wird angegeben, dass dies früher nicht der Fall war und damals kritisch Kranken in spezielle Abteilungen versorgt wurden.
„Also, ich schaue jetzt mal aufs Schwerstverletztenmanagement. Früher hat man, wenn man gemerkt hat, dem geht es schlecht, dann hat man den sofort irgendwo anders hingekarrt, auf Intensiv oder so. Heute machen wir Erstversorgung in der Notaufnahme. Das heißt 20 Minuten absolute Super-High-Tech-Medizin.“ LII, Z: 301-306, #00:17:29-2#
Auch weisen alle ein erweitertes Leistungsspektrum und / oder Spezial-Ambulanzen auf, welche durch die dort arbeitenden Pflegekräfte mit abgedeckt werden müssen.
„Wir haben eine D-Ambulanz bei uns unten in der Notaufnahme und wir haben noch einen Hand- und Plastischen Bereich, in dem Sprechstunden und kleine OPs sind. Das decken wir auch noch mit ab.“ LII, Z: 107-109, #00:06:41-6#
„Wir sind überregionales Traumazentrum. Wir haben jetzt in Arbeit Chest-Pain-Unit und sind zertifizierte Stroke-Unit.“ LII, Z:207-208, #00:12:05-9#
Nicht nur die Aufnahme von Notfällen erfolgt über die ZNA, auch geplante Aufnahmen von Patienten finden dort statt.
„Die stationäre Aufnahme wird weitestgehend in die Notfallaufnahme verlagert - das sind hausinterne Ziele.“ LI, Z: 97-99, #00:07:34-2#
Die gegenwärtigen baulichen Voraussetzungen / Räumlichkeiten sind für die Masse an Patienten nicht mehr ausreichend. So kann es auch vorkommen, dass bei starkem Patientenzulauf die Patienten auf den Fluren versorgt werden müssen.
„Wenn auch schon die räumlichen Gegebenheiten nicht mehr ausreichen und Patienten auf dem Flur liegen, dann sag ich auch zu mir, das möchte ich nicht für mich.“ LIII, Z:139-141, #00:10:22-9#
1 Einleitung: Beschreibt den Hintergrund der Arbeit, das veränderte Anforderungsprofil in Zentralen Notaufnahmen und definiert die Forschungsfrage.
2 Theoretischer Rahmen: Erläutert das Berufsbild der Pflege, die Strukturen der ZNA, rechtliche Rahmenbedingungen sowie die Bedeutung von Fort- und Weiterbildungen.
3 Studiendesign und Methode: Beschreibt die Triangulation aus Literaturrecherche und Experteninterviews zur Datengewinnung.
4 Ergebnisse: Präsentiert die Resultate der Recherche und der Experteninterviews zu veränderten Anforderungen und dem Qualifizierungsbedarf.
5 Diskussion: Reflektiert die Ergebnisse im Kontext der ökonomischen und strukturellen Herausforderungen der Notfallversorgung.
6 Fazit und Ausblick: Fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer angepassten Personalstruktur und Fachweiterbildung.
Zentrale Notaufnahme, ZNA, Pflegepersonal, Kompetenzanforderungen, Fachweiterbildung, Notfallversorgung, Patientenklientel, Qualifizierung, Arbeitsbelastung, Patientensicherheit, Triagierung, Personalentwicklung, Interprofessionalität, Gesundheitswesen.
Die Bachelorarbeit untersucht, ob sich die Anforderungen an das Pflegepersonal in Zentralen Notaufnahmen durch veränderte strukturelle Bedingungen gewandelt haben und ob das bestehende Ausbildungssystem diese Anforderungen abdeckt.
Zu den zentralen Themen gehören das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflege, die Organisation und Entwicklung von Zentralen Notaufnahmen, das Patientenaufkommen sowie die Notwendigkeit von spezifischen Weiterbildungen für ZNA-Personal.
Das Ziel ist es zu klären, ob es veränderte Kompetenzanforderungen an das Pflegepersonal in der ZNA gibt, die eine zusätzliche bereichsspezifische Ausbildung notwendig machen.
Es wurde eine Triangulation angewendet, die eine Recherche über bestehende Bildungsmöglichkeiten mit Experteninterviews bei pflegerischen Leitungen von Notaufnahmen kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Handlungsfeldes Notaufnahme, die Darstellung der Methoden, die Präsentation der Untersuchungsergebnisse (einschließlich Interviewanalysen) sowie eine kritische Diskussion der Befunde.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Zentrale Notaufnahme, Fachweiterbildung, Kompetenzanforderungen, Notfallversorgung und Patientenklientel geprägt.
Die Experten befürworten eine spezifische Fachweiterbildung, da sie Defizite zwischen den in der Grundausbildung erworbenen Kompetenzen und den tatsächlichen Anforderungen im hochfrequenten, interdisziplinären Arbeitsalltag einer ZNA erkennen.
Die Experten berichten von einem veränderten Patientenverhalten, welches die Notaufnahme zunehmend als Anlaufstelle für Bagatellfälle nutzt, was in Kombination mit dem demografischen Wandel zu einer hohen Belastung für das Personal führt.
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