Masterarbeit, 2015
106 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Problem- und Aufgabenstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Datenschutz und Datensicherheit
2.1 Daten und Informationen
2.1.1 Daten im juristischen Sinne
2.1.2 Daten in der Computerwissenschaft
2.1.3 Informationen
2.2 Datenschutz
2.2.1 Motivation zur Schaffung von Datenschutz
2.2.2 Datenschutz in Deutschland
2.2.3 Datenschutz in Europa
2.2.4 Datenschutz International
2.2.5 Datenschutz Grundprinzipien
2.2.6 Safe-Harbor-Abkommen
2.3 Datensicherheit
2.3.1 Schutzziele
2.3.2 Datensicherheit operationalisieren
2.4 Soziologische Aspekte von Datenschutz und Datensicherheit
3 Wearable Computing
3.1 Einführung
3.1.1 Attribute des Wearable Computing
3.1.2 Augmented Reality
3.1.3 Interessenvertreter und treibende Faktoren
3.2 Abgrenzung zu anderen Technologien
3.2.1 Ubiquitous Computing und Wearable Computing
3.2.2 Mobile Computing und Wearable Computing
3.3 Klassifikation von Wearables
3.3.1 Einteilung nach Körperteil und Anwendungsbereich
3.3.2 Einteilung nach technologischer Entwicklung
3.4 Technische Daten
3.4.1 Hardwarearchitektur
3.4.2 Sensoren
3.4.3 Betriebsdauer
3.4.4 Speicherkapazität
3.5 Evaluation des Datenschutzes
3.5.1 Anwendung im Sport und Fitnessbereich
3.5.2 Anwendung in der Medizin
3.5.3 Anwendung in der Versicherungsbranche
3.5.4 Anwendung bei der Polizei und der Strafverfolgung
3.5.5 Anwendung in der Industrie
3.5.6 Wearable Computing und die Prinzipien des Datenschutzes
3.6 Evaluation der Datensicherheit
3.6.1 Ermitteln des Schutzbedarfs
3.6.2 Ermitteln des Informationsflusses
3.6.3 Sicherheit der Kommunikation
3.6.4 Sicherheit von Wearable-Betriebssystemen
3.6.5 Risiken für die Datensicherheit
3.6.6 Datensicherheit im Privat- und Geschäftsumfeld
4 Schlussbetrachtung
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
4.3 Weiterführende Arbeiten
Die Arbeit analysiert das Potenzial von Wearable Computing als disruptive Innovation unter Berücksichtigung ihrer Anwendungsfelder und untersucht kritisch die daraus resultierenden Risiken für Datenschutz und Datensicherheit. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob eine datenschutz- und datensicherheitskonforme Verarbeitung personenbezogener Daten bei dieser Technologie möglich ist oder ob sie zu einem informationellen Kontrollverlust führt.
3.1.1 Attribute des Wearable Computing
Rhodes, der am Massachusetts Institute of Technology forscht, definierte den Begriff Wearables im Jahr 1997 für tragbare Computer und nannte fünf charakteristische Merkmale. Das Hauptunterscheidungsmerkmal gegenüber Laptops oder Desktop PCs ist die Benutzung des Geräts, während der Nutzer läuft oder anderweitig in Bewegung ist. Das zweite Merkmal berührt die Bedienbarkeit des Geräts ohne oder allenfalls mit minimalem Einsatz der Hände. Eingaben sollen durch Sprache und die Ausgabe über Head-up-Display oder als Sprachausgabe in militärischen und industriellen Anwendungsfällen erfolgen. Das dritte Merkmal betrifft die Sensorik, die neben Vitaldaten des Nutzers auch Umweltdaten über drahtlose Kommunikation, GPS, Kameras und Mikrofon erfasst. Viertens sollen Wearables den Nutzer proaktiv, d. h. ohne eine durch den Nutzer manuell initiierte Aktion über Ereignisse informieren. Das fünfte Merkmal betrifft die standardmäßige permanente Aktivität des Gerätes und der Sensoren. Das Gerät muss nicht manuell aktiviert werden oder vor der Nutzung einen Bootprozess durchlaufen.
Steve Mann lieferte auf der ersten Internationalen Wearable-Computing-Konferenz (ICWC 98) einen weiteren Definitionsansatz:
“Wearable computing facilitates a new form of human-computer interaction comprising a small body-worn computer (e.g. user-programmable device) that is always on and always ready and accessible. In this regard, the new computational framework differs from that of hand held devices, laptop computers and personal digital assistants (PDAs). The ‘always ready’ capability leads to a new form of synergy between human and computer, characterized by long-term adaptation through constancy of user-interface.”
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die technologische Entwicklung mobiler Systeme ein, definiert das Wearable Computing als neue Form der Mensch-Maschine-Interaktion und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Risiken für Datenschutz und Datensicherheit.
2 Datenschutz und Datensicherheit: Dieses Kapitel erläutert elementare Begriffe und rechtliche Grundlagen des Datenschutzes und der Datensicherheit, analysiert nationale sowie europäische Regelungen und betrachtet soziologische Aspekte des Themas.
3 Wearable Computing: Das Kapitel bietet eine Einführung in die Technologie, klassifiziert Wearables anhand ihrer Eigenschaften und Anwendungsbereiche, bewertet den Datenschutz sowie die Datensicherheit in verschiedenen Branchen und analysiert technische Sicherheitsaspekte der Betriebssysteme.
4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die technologische Entwicklung und den Datenschutz kritisch und gibt Ausblicke auf zukünftige Forschungsarbeiten.
Wearable Computing, Datenschutz, Datensicherheit, Informationelle Selbstbestimmung, Personenebezogene Daten, Sensortechnik, Wearables, Mobile Computing, Sicherheit, Datenschutz-Grundverordnung, Fitness-Tracker, Privacy-Paradoxon, Augmented Reality, Betriebssysteme, Verschlüsselung.
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der disruptiven Innovation „Wearable Computing“ und den notwendigen Anforderungen an den Datenschutz sowie die Datensicherheit.
Zu den Schwerpunkten zählen die rechtlichen Grundlagen des Datenschutzes, die technische Klassifikation von Wearables, die Analyse von Anwendungsfällen und die Bewertung der Datensicherheit.
Ziel ist es, die Chancen und Potenziale von Wearable Computing herauszuarbeiten und gleichzeitig die Risiken für den Datenschutz und die Datensicherheit in verschiedenen Anwendungsfeldern fundiert zu analysieren.
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Studien, Gesetzen, internationalen Abkommen und technischen Spezifikationen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Begriffsbestimmung, eine umfassende Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen und eine praxisnahe Evaluation von Wearables in Sport, Medizin, Versicherung und Industrie.
Die zentralen Begriffe sind Wearable Computing, Datenschutz, Datensicherheit, personenbezogene Daten, informationelle Selbstbestimmung und Wearable-Betriebssysteme.
Die Arbeit erläutert, dass solche Abkommen den Ausbau strenger Datenschutzstandards hemmen könnten, da Investitionsschutz-Klauseln Unternehmen aus den USA rechtliche Angriffsflächen gegen schärfere europäische Regeln bieten könnten.
Das Paradoxon beschreibt das Phänomen, dass Nutzer zwar ein hohes Bewusstsein für Datenschutzprobleme äußern, sich jedoch im Alltag konträr dazu verhalten und bereitwillig viele Informationen über sich preisgeben.
Aufgrund der permanenten Erfassung sensibler Daten und der potenziellen Nutzung von Video- sowie Audioaufzeichnungen sieht der Autor hier erhöhte Gefahren für Persönlichkeitsrechte und die informationelle Selbstbestimmung.
Ja, laut Analyse müssen Verschlüsselungsmechanismen oft auf Applikationsebene durch Entwickler implementiert werden, da viele Betriebssysteme auf Wearables keine systemseitige Verschlüsselung der Daten bieten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

