Bachelorarbeit, 2014
68 Seiten, Note: 1,25 (5,25)
1 Einleitung und Hinführung
1.1 Aktualität des Themas: das Interesse an Crowdfunding
1.2 Forschungslücke
1.3 Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit
1.4 Methodik und Aufbau der Arbeit
1.5 Abgrenzung
2 Allgemeine Definitionen
2.1 Begriffsklärungen: Finanzintermediation
2.1.1 Der Finanzintermediär
2.1.2 Klassische Finanzintermediäre
2.1.3 Finanzintermediationssystem
2.1.4 Finanzkontrakte
2.1.5 Fokus der Arbeit
2.2 Definitionen im Bereich Crowdfunding
2.2.1 Crowdsourcing
2.2.2 Crowdfunding
2.2.3 Involvierte Parteien in einem beispielhaften Crowdfunding-Prozess
3 Anforderungen an einen Finanzintermediär
3.1 Neoklassisches Modell des vollkommenen Marktes
3.1.1 Fama: Transaktionskosten und die Administrations- und Servicefunktion
3.1.2 Gurley und Shaw: die Liquiditätstransformationsfunktion
3.2 Finanzintermediäre in der neuen Institutionenökonomik
3.2.1 Das Leland-Pyle-Modell und die Informationsfunktion (Signalling)
3.2.2 Das Diamond-Modell und die delegierte Kontrolle als Monitoringfunktion
3.3 Funktionale Modelle
3.3.1 Funktionales Modell nach Merton & Bodie
3.3.2 Allen & Santomero und die Partizipationskosten
3.4 Anforderungsgerüst an einen Finanzintermediär
4 Crowdfunding-Plattformen: Eigenschaften und Funktionen
4.1 Forschungsmethode des systematischen Literaturreviews
4.1.1 Warum ein Literarturreview
4.1.2 Forschungsfragen
4.1.3 Suchstrategie, Suchgrundlagen und Vorgehen
4.2 Ergebnisse
4.2.1 Statistische Auswertungen der Ergebnisse
4.2.2 Definitionen und Beschreibungen
4.2.3 Eigenschaft: Investitionsmodelle der Crowdfunding-Plattformen
4.2.4 Funktionsweisen der Crowdfunding-Plattformen
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung
5.2 Erläuterungen: Crowdfunding als Finanzintermediär
5.2.1 Transferfunktion
5.2.2 Transformationsfunktion
5.2.3 Informations- und Beratungsfunktion
5.2.4 Administrations- und Servicefunktion
5.2.5 Monitoringfunktion
5.2.6 Partizipationskostensenkungsfunktion
5.3 Fazit
5.4 Implikationen für die Zukunft von Crowdfunding
6 Schlussgedanke und Forschungsempfehlungen
7 Literaturverzeichnis
8 Anhang
8.1 Anhang 1: Paper des Literaturreviews
8.2 Anhang 2: Tabelle mit Crowdfunding-Prozessbeschreibungen
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit Crowdfunding-Plattformen die Funktionen traditioneller Finanzintermediäre übernehmen können. Ziel ist es, ein auf theoretischen Modellen basierendes Anforderungsgerüst für Finanzintermediäre zu erstellen und dieses mittels eines systematischen Literaturreviews mit den tatsächlichen Eigenschaften und Funktionen heutiger Crowdfunding-Plattformen abzugleichen, um deren Potenzial als zukünftige Intermediäre einzuschätzen.
3.1.1 Fama: Transaktionskosten und die Administrations- und Servicefunktion
Der Ansatz von Fama argumentiert hier mit einer Zahlungsfunktion beziehungsweise einer Portfoliohaltungsaufgabe. Die Finanzkontrakte, die sich im neoklassischen Modell ja sozusagen sofort und automatisch finden, müssen in der Realität zusammengeführt (Anbahnungskosten), vereinbart, abgewickelt, kontrolliert und verwaltet werden. Zudem müssen die Zinsen oder Renditen ausbezahlt werden, was der Funktion der Finanzintermediäre entspricht. Die Aufgaben werden unter dem Begriff Transaktionskosten zusammengefasst. Damit nicht jeder Investor diese Aufgabe selbst wahrnehmen muss, bündelt ein Finanzintermediär diese Aufgaben und senkt so die Transaktionskosten. Es wird also eine Administrations- (oder Transaktions-) und Servicefunktion angenommen (vgl. Fama, 1980).
1 Einleitung und Hinführung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit, indem es das enorme Wachstum des Crowdfunding-Marktes aufzeigt und die daraus resultierende Forschungslücke zur Rolle als Finanzintermediär benennt.
2 Allgemeine Definitionen: Hier werden die zentralen Begriffe, insbesondere die Abgrenzung von Finanzintermediären und die Definitionen von Crowdsourcing und Crowdfunding, für die weitere Arbeit geklärt.
3 Anforderungen an einen Finanzintermediär: Dieses Kapitel erarbeitet ein theoretisches Anforderungsgerüst basierend auf neoklassischen Modellen, der neuen Institutionenökonomik und funktionalen Modellen der Finanzintermediation.
4 Crowdfunding-Plattformen: Eigenschaften und Funktionen: Der Autor führt einen systematischen Literaturreview durch, um den aktuellen Forschungsstand zu den Eigenschaften und Funktionsweisen von Crowdfunding-Plattformen zu ermitteln.
5 Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die empirischen Ergebnisse aus dem Literaturreview mit dem theoretischen Anforderungsgerüst aus Kapitel 3 verglichen, um zu prüfen, welche Aufgaben von Plattformen wahrgenommen werden.
6 Schlussgedanke und Forschungsempfehlungen: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert Implikationen für die Zukunft sowie Möglichkeiten für weitere empirische Forschungsarbeiten.
Crowdfunding, Finanzintermediär, Intermediationstheorie, Crowdsourcing, Literaturreview, Plattformforschung, Transaktionskosten, Monitoringfunktion, Risikomanagement, Kapitalmarkt, Finanzkontrakte, Investitionsmodelle, Digitalisierung, Finanzindustrie, Markttransparenz
Die Arbeit analysiert, ob Crowdfunding-Plattformen die Aufgaben und Funktionen erfüllen, die klassischerweise Finanzintermediären (wie Banken) in der ökonomischen Theorie zugeschrieben werden.
Die zentralen Felder sind die Finanzintermediationstheorie, die Funktionsweise moderner Crowdfunding-Plattformen sowie der Vergleich dieser beiden Welten anhand eines systematischen Literaturreviews.
Die Hauptfrage ist, inwieweit Crowdfunding als Finanzintermediär betrachtet werden kann und welche zukünftige Rolle diese Plattformen in der Finanzindustrie spielen könnten.
Die Arbeit basiert auf einem theoretischen Forschungsbeitrag. Der Autor nutzt ein Anforderungsgerüst aus Finanztheorien und führt einen systematischen Literaturreview durch, um bestehende Forschungsergebnisse zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Erarbeitung theoretischer Anforderungen an Intermediäre, die Durchführung eines systematischen Literaturreviews über Plattform-Eigenschaften und die anschließende Diskussion und Abgleichung dieser beiden Bereiche.
Wichtige Begriffe sind Crowdfunding, Finanzintermediation, Crowdsourcing, Transaktionskosten, Monitoring, Risikomanagement und Plattformökonomie.
Der Autor unterscheidet auf Basis der Literatur zwischen Spenden, aktiven Investments (mit Mitspracherecht/Gewinnbeteiligung) und passiven Investments (ohne Mitsprache).
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Crowdfunding-Plattformen bereits viele grundlegende intermediäre Aufgaben übernehmen, aber derzeit noch nicht alle Anforderungen an einen klassischen Finanzintermediär (insbesondere bezüglich Bilanzierung und Risikomanagement) erfüllen.
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