Bachelorarbeit, 2015
85 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau dieser Arbeit
1.3 Abgrenzung
2 Grundlagen der Kapitalanlagevermittlung
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Erlaubnispflicht
2.3 Kunden
2.4 Kapitalanlageprodukte
2.5 Aktuelle Marktsituation
3 Theorie des Marketings
3.1 Erfolgsfaktoren des Marketing
3.2 Marketingziele und Marketing-Strategien
3.3 Marketing-Mix
3.3.1 Distributionspolitik
3.3.2 Distributionskanal
3.3.3 Multi-Channel-Strategien
3.3.4 Multi-Channel-Vertriebswege
4 Online-Marketing
4.1 Grundbedürfnisse und Anspruchsdenken
4.2 Vom Web 1.0 zum Web 4.0
4.3 Internetnutzung
4.3.1 Internet-Nutzung durch Nachfrager
4.3.2 Internet-Nutzung durch Anbieter
4.4 Zielgruppen des Online-Marketing
4.5 Instrumente des Online-Marketing
4.6 Instrumente des Mobile-Marketing
4.7 Corporate Website
4.7.1 Usability der Corporate Website
5 Beratungsplattformen im Internet
5.1 Begriffserklärung
5.2 Crowd-Investing-Plattform
5.3 Social-Media-Plattform
5.4 Personal-Finance-Management-Plattform
5.5 Anlageplaner
5.6 Peer-to-Peer Lending-Plattform
5.7 Ein allgemeines Beispiel – vaamo.de
5.8 Ein allgemeines Beispiel – consorsbank.de
6 Empirische Untersuchung
6.1 Fragestellungen und Zielsetzung
6.2 Methodik
6.3 Grenzen der Untersuchung
6.4 Durchführung
6.5 Ergebnisse
6.6 Zusammenfassung
7 Fazit
Die Bachelor-Thesis untersucht, wie der digitale Wandel die Finanzdienstleistungsbranche verändert, speziell im Hinblick auf Beratungsplattformen im Internet für die Kapitalanlagevermittlung. Ziel ist es, Chancen und Risiken dieser neuen Distributionskanäle zu identifizieren, Kundenbedürfnisse zu analysieren und zu prüfen, inwieweit digitale Angebote die traditionelle Finanzberatung ersetzen oder ergänzen können.
1.1 Problemstellung
Der digitale Wandel ist in vollem Gange. In zunehmendem Maße sehen sich Anbieter von Produkten und Dienstleistungen damit konfrontiert, dass junge Wettbewerber das Internet nutzen, um Marktanteile zu gewinnen. Etablierte Unternehmen kommen dadurch in Bedrängnis, insbesondere, wenn es sich um das Geschäft mit voll digitalisierbaren Produkten wie Bücher, Filme, Musik oder auch Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen handelt. In der Finanzdienstleistungsbranche setzt dieser Wandel erst spät ein. Beispielsweise sind heute bereits Schallplattenläden aus den Innenstädten fast vollständig verschwunden, währenddessen es Bankfilialen noch buchstäblich an jeder Ecke gibt. Erschwerend sehen sich Banken und Versicherungen nun gleichzeitig mit den Herausforderungen konfrontiert, welche aus dem Vertrauensverlust der vergangenen Jahre resultieren. Die Auswirkungen der letzten Weltwirtschaftskrise mit ihrem Höhepunkt im Jahr 2008, die zahlreichen Kapitalanlagen empfindliche Verluste zufügte und die bis heute anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank lässt die Möglichkeiten der Sparer unattraktiv erscheinen.
Anbieter wie vaamo, Zinsland, fidor BANK oder BERGFÜRST, um nur einige Beispiele zu nennen, sehen in dieser aktuellen Situation ihre historische Chance. Sie setzen auf einfache, transparente Konzepte im Internet, die auf eine persönliche Beratung verzichten. Ein Teil der zunehmend internetaffinen Bevölkerung nimmt diese Angebote in Anspruch. Das Erstarken einer ganzen Szene namens FinTech, die hip und trendy daherkommt und gerade in den wichtigsten Finanzzentren der Welt wie London, Berlin oder Frankfurt aktuell zahlreiche StartUp´s hervorbringt, läutet nun eine weitere Digitalisierungswelle ein. Die jungen Unternehmen ersetzen vielfach nicht einfach die vorhandenen Anbieter, sondern erweitern die Wertschöpfungskette, indem sie die Möglichkeiten, die ihnen der Kommunikationskanal Internet bietet ausschöpfen und damit dem Kunden ein gänzlich neues Erlebnis der Finanzdienstleistung bieten. Experten sprechen von einem Megatrend, den der Finanzsektor erfasst oder auch einer nächsten Generation der Finanzdienstleister.
1 Einleitung: Beschreibt den digitalen Wandel in der Finanzbranche, die Problemstellung durch neue FinTech-Anbieter und den Aufbau der Arbeit.
2 Grundlagen der Kapitalanlagevermittlung: Definiert die rechtlichen Rahmenbedingungen, Erlaubnispflichten und Kundensegmente im Bereich der Kapitalanlage.
3 Theorie des Marketings: Erläutert klassische Marketing-Erfolgsfaktoren, Strategien und den Marketing-Mix mit Fokus auf die Distributionspolitik.
4 Online-Marketing: Analysiert die spezifischen Anforderungen und Instrumente des Online-Marketings sowie die Bedeutung des Internets für Kunden und Anbieter.
5 Beratungsplattformen im Internet: Stellt verschiedene digitale Konzepte wie Robo-Advisors, Crowd-Investing und P2P-Plattformen sowie Praxisbeispiele vor.
6 Empirische Untersuchung: Dokumentiert die Durchführung, Methodik und Ergebnisse einer Befragung zur Akzeptanz von digitalen Finanzdienstleistungen.
7 Fazit: Fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten der Finanzberatung im Spannungsfeld zwischen Digitalisierung und persönlichem Kontakt.
Kapitalanlagevermittlung, Online-Marketing, Finanzberatung, FinTech, Digitalisierung, Distributionskanal, Kundenbedürfnisse, Robo-Advisor, Crowd-Investing, Online-Banking, Multi-Channel-Strategie, Marktorientierung, Käufermarkt, Usability, Finanzdienstleistungen
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die Finanzdienstleistungsbranche, insbesondere wie Beratungsplattformen im Internet als neuer Distributionskanal für die Kapitalanlagevermittlung dienen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem klassischen Marketing und Online-Marketing, einer Einordnung digitaler Finanzplattformen (z.B. Robo-Advisors, P2P-Lending) und der empirischen Analyse des Anlegerverhaltens.
Das Ziel ist es, Chancen und Risiken von digitalen Beratungsplattformen für Anbieter aufzuzeigen und zu prüfen, wie Kundenbedürfnisse durch digitale Prozesse bestmöglich erfüllt werden können.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse führte der Autor eine empirische Online-Befragung unter 92 Teilnehmern durch, um aktuelle Präferenzen und Einstellungen zu Finanzdienstleistungen im Internet zu erfassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Marketingstrategien im digitalen Zeitalter, die detaillierte Vorstellung existierender digitaler Finanzdienstleistungs-Konzepte und die Auswertung der durchgeführten empirischen Studie.
Zu den prägenden Begriffen zählen Kapitalanlagevermittlung, Online-Marketing, Finanzberatung, FinTech, Digitalisierung und Kundenbedürfnisse.
Vaamo dient als praxisnahes Beispiel für ein junges FinTech-Unternehmen, das versucht, durch ein einfaches, digitales Konzept und eine hohe Usability die Geldanlage am Kapitalmarkt für Privatanleger zu vereinfachen.
Trotz der zunehmenden Digitalisierung betont die Arbeit, dass das persönliche Beratungsgespräch weiterhin eine hohe Relevanz besitzt und das Internet den stationären Berater vor Ort derzeit nicht vollständig ersetzen kann.
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