Diplomarbeit, 2016
104 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
2 Theoretische Fundierung
2.1 Ursprünge der empirischen Ästhetik
2.2 Das Modell der ästhetischen Erfahrung
2.2.1 Die Perzeptuelle Analyse
2.2.2 Implizite Gedächtnisintegration
2.2.3 Explizite Klassifikation
2.2.4 Kognitive Bewältigung
2.2.5 Evaluation
3 Neuroästhetik
3.1 Neuronale Korrelate ästhetischer Wahrnehmung
4 Forschungsfrage und Hypothese
4.1 Gegenständliche Bilder
4.2 Valenzkategorien
4.3 Positive and Negative Affect Schedule (PANAS)
4.4 Kunstinteresse Fragebogen (KiF)
4.5 Die Emotional Contagion Scale (ECS)
4.6 Hypothesen
5 Methoden
5.1 Vorstudie I
5.2 Vorstudie II
5.2.1 Stichprobe
5.2.2 Ablauf
5.2.3 Ergebnisse
5.3 Hauptstudie
5.3.1 Stichprobe
5.3.2 Stimuli
5.3.3 Studiendesign
5.3.4 Der Positive and Negative Affect Schedule (PANAS)
5.3.5 Kunstinteresse Fragebogen (KiF)
5.3.6 Die Emotional Contagion Scale (ECS)
6 Ergebnisse
6.1 Ergebnisse der Verständnisbewertung
6.1.1 Der zeitliche Abstand zwischen den Testungen und das Verständnis
6.1.2 Das Bilderset (AB vs. BA) und das Verständnis
6.1.3 Die Reaktionszeit bei der Verständnisbewertung
6.2 Ergebnisse der Farbigkeitsbewertung
6.2.1 Der zeitliche Abstand zwischen den Testungen und die Farbigkeitsbewertung
6.2.2 Das Bilderset (AB vs. BA) und die Farbigkeit
6.2.3 Die Reaktionszeit bei der Farbigkeitsbewertung
6.3 Fragebogenergebnisse
6.3.1 PANAS
6.3.2 PANAS und das Verständnis
6.3.3 KiF
6.3.4 KiF und das Verständnis
6.3.5 ECS
6.3.6 ECS und das Verständnis
6.4 Fragebogen und die Farbigkeit
6.4.1 PANAS
6.4.2 PANAS und die Farbigkeit
6.4.4 KiF und die Farbigkeit
6.4.5 ECS
6.4.6 ECS und die Farbigkeit
7 Diskussion
7.1 Ergebnisse der tDC-Stimulation
7.2 Ergebnisse der Verständnisbewertung gegenständlicher Bilder
7.3 Ergebnisse der Valenzkategorien
7.4 Ergebnisse der Fragebögen
7.5 Reaktionszeit bei der Verständnisbewertung
7.6 Einschränkungen und Ausblicke
Die Diplomarbeit untersucht den kausalen Zusammenhang zwischen der Aktivität des linken dorsolateralen Präfrontalkortex (lDLPFC) und dem Verständnis gegenständlicher Kunstwerke. Durch den Einsatz einer anodalen transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) soll geprüft werden, ob eine artifizielle Aktivierung dieses Areals das Kunstverständnis und die ästhetische Erfahrung von Probanden steigern kann, basierend auf dem theoretischen Modell der ästhetischen Erfahrung nach Leder et al. (2004).
3.1 Neuronale Korrelate ästhetischer Wahrnehmung
Neuroästhetische Forschung mit bildgebenden Verfahren verfolgt das Ziel, die mehrheitlich mit der Entscheidung über Schönheit und Gefallen als operationalisiertes ästhetisches Urteil assoziierten neuronale Aktivitäten zu identifizieren. Der Präfrontalkortex scheint als Produkt der menschlichen Evolution (Leisman, Macahdo, Melillo, & Mualem, 2012), neben dem parietalen Kortex (Cattaneo et al., 2014) und dem primären visuellen Kortex, für die ästhetische Wahrnehmung sowie für objektspezifische Eigenschaften wie Form und Farbe verantwortlich zu sein (Cela-Conde et al., 2004). Noch vor zehn Jahren, in den Anfängen der Forschung mit bildgebenden und neurophysiologischen Verfahren (Leder & Nadal, 2014), konstatierten Cela-Conde et al. (2004) den geringen Wissensstand über die Beziehung zwischen dem Präfrontalkortex und der ästhetischen Wahrnehmung. Ziel ihrer MEG- Studie war es, Gehirnareale, welche während der Wahrnehmung ästhetischer Objekte aktiv sind, zu identifizieren.
Sie forderten acht Probanden auf den Finger zu heben, sobald sie einen der präsentierten Bildreize als schön empfanden. Eine deutliche Aktivierung des linken dorsolateralen Präfrontalkortex konnte zwischen 400 und 900 ms nach der Reizpräsentation bei als „schön“ befundenen Reizen festgestellt werden (Cela-Conde et al., 2004). Die Ergebnisse einer weiteren MEG Studie zeigen ebenfalls eine Aktivitätssteigerung zwischen 300 und 400 ms nach der Reizpräsentation bei schönen Bildern (Munar, et al., 2012). Visuelle Schlüsselreize wie Farbe, Symmetrie und Komposition werden ebenso wie die dazugehörigen Kontextinformationen bereits nach 200 bis 300 ms registriert.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt das Feld der Neuroästhetik vor und definiert das Ziel der Studie, den Zusammenhang zwischen dem lDLPFC und dem Kunstverständnis mittels tDCS zu untersuchen.
2 Theoretische Fundierung: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge der empirischen Ästhetik und stellt das Modell der ästhetischen Erfahrung von Leder et al. (2004) detailliert dar.
3 Neuroästhetik: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Disziplin der Neuroästhetik und diskutiert aktuelle Forschungsergebnisse zu den neuronalen Korrelaten ästhetischer Wahrnehmung.
4 Forschungsfrage und Hypothese: Dieses Kapitel führt die Hypothese ein, dass eine anodale tDCS des lDLPFC zu einer Steigerung des Verständnisses gegenständlicher Kunstwerke führen sollte.
5 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign, die Teilnehmerstruktur, die Stimuli und das konkrete tDCS-Protokoll der durchgeführten Experimente.
6 Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die statistischen Auswertungen der Verständnis- und Farbigkeitsbewertungen sowie der erhobenen Kontrollfragebögen.
7 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse, räumt ein, dass der erwartete tDCS-Effekt auf das Verständnis ausblieb, und erörtert die Bedeutung der emotionalen Valenz.
Neuroästhetik, ästhetische Erfahrung, tDCS, linker dorsolateraler Präfrontalkortex, Kunstverständnis, gegenständliche Kunst, emotionale Valenz, empirische Ästhetik, kognitive Bewältigung, neuronale Korrelate, Bildbewertung, psychologische Ästhetik, Gehirnstimulation.
Die Arbeit befasst sich mit den neuronalen Grundlagen der ästhetischen Wahrnehmung von Kunst, insbesondere mit der Frage, ob eine gezielte Stimulation des Gehirns das Verständnis von Kunstwerken beeinflussen kann.
Die zentralen Themen sind die Neuroästhetik, das Modell der ästhetischen Erfahrung nach Leder et al., die Rolle des linken dorsolateralen Präfrontalkortex (lDLPFC) und die Anwendung von tDCS als Forschungsmethode.
Das Ziel ist es, durch eine anodale transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) des linken dorsolateralen Präfrontalkortex kausal zu belegen, dass eine Aktivierung dieses Areals das Verständnis gegenständlicher Kunstwerke steigert.
Es wurde ein computergestütztes Experiment mit einem Doppelblind-Design durchgeführt, bei dem Probanden mittels tDCS stimuliert wurden und anschließend die Bewertung von Bildern hinsichtlich des Verständnisses vornahmen.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, eine ausführliche Literaturübersicht zur Neuroästhetik, die Formulierung der Hypothesen, die Beschreibung der methodischen Vorstudien und der Hauptstudie sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Neuroästhetik, tDCS, lDLPFC, ästhetische Erfahrung, Bildverständnis und emotionale Valenz.
Nein, wider Erwarten führte die artifizielle Aktivierung des lDLPFCs mittels tDCS zu keiner signifikanten Veränderung des Kunstverständnisses der Probanden.
Die Ergebnisse zeigen, dass Bilder mit positiver Valenz signifikant besser verstanden wurden als Bilder mit negativer Valenz, was die Bedeutung emotionaler Aspekte bei der Kunstverarbeitung unterstreicht.
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