Examensarbeit, 2011
32 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
1.1. Motivation
1.2. Ziele und Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Interkulturelle Kompetenz: Definition und Lernziele
2.2. Warum interkulturelles Lernen mit Literatur im Fremdsprachenunterricht?
2.3. Handlungs- und produktionsorientierter Umgang mit Literatur im Fremdsprachenunterricht
2.3.1. Ansätze zu kreativen Verfahren im Umgang mit Literatur im Englischunterricht
2.3.2. Reading journal
3. Darstellung des Konzepts zur Förderung interkultureller Kompetenz an der Realschule XY
3.1. Lehrerfunktionen
3.2. „Ned Kelly. Outlaw and Folk Hero“: Lektüreinhalt und fachdidaktische Relevanz des Themas
3.3. Lernvoraussetzungen
3.4. Organisatorische Vorüberlegungen zur Gestaltung des reading journal
3.4.1. Aufbau des reading journal
3.4.2. Aufgabenkatalog: Obligatory, elective und optional tasks
3.4.3. Binnendifferenzierung.
3.5. Ablauf
3.5.1. Einstieg ins reading journal
3.5.2. Arbeitsphasen: before reading, while reading und after reading
3.5.3. Präsentation und Reflexion
3.5.4. Bewertung von reading journals
4. Vorschlag zur Evaluation des Konzepts
5. Resümee und Ausblick
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
Ziel dieser Arbeit ist es, ein handlungs- und produktionsorientiertes Konzept für den Englischunterricht einer 9. Klasse zu entwickeln, das die Förderung der interkulturellen Kompetenz durch das selbstständige Lesen einer Ganzschrift mittels eines reading journals ermöglicht.
2.3.1. Ansätze zu kreativen Verfahren im Umgang mit Literatur im Englischunterricht
In den vergangenen Jahren wurden unzählige literaturdidaktische Vorschläge unterbereitet, die die aktive Rolle der Schüler beim Lesen betonen und ihre individuellen und kreativen Sinnbildungs- und Textverarbeitungsprozesse durch Anregungen und Hilfestellungen unterstützen (vgl. Küppers 1999, 57).
Brusch/Caspari (1998) sind der Meinung, dass kreative Verfahren im Umgang mit Literatur im Englischunterricht viel fruchtbarer seien als interpretative Verfahren, weil sie nicht „einen primär Distanz nehmenden, analytischen, verobjektivierenden Umgang mit Texten“ (Brusch/Caspari 1998, 172) fordern, sondern „zu einer eher subjektiv-individuellen, intuitiven, imaginativen und teilweise auch spielerischen und emotionalen Auseinandersetzung mit literarischen Texten“ (ebd.) anregen, „ohne jedoch analytische und reflexive Prozesse prinzipiell auszuschließen“ (ebd.). Somit können kreative Verfahren als Konkretisierung und Ergänzung, aber auch als Weiterentwicklung des schülerzentrierten textdeutenden Englischunterrichts gelten (vgl. ebd.).
Brusch/Caspari (1998) teilen sämtliche kreative Verfahren im Umgang mit literarischen Texten in vier Kategorien ein:
1) Der produktorientierte Ansatz in enger Bindung an literarische Vorbilder. Im Mittelpunkt dieses Ansatzes steht der literarische Originaltext, dessen Besonderheiten und kreatives Potenzial mithilfe kreativer Verfahren erkannt und nachvollzogen werden. Dazu eignen sich solche Verfahren wie Auslassungen („Lückentext“), Hinzufügungen, formale Veränderungen (Gedicht als Prosatext), Vertauschung von Textteilen, Präsentation des Textes in ungeordneten Einzelteilen („Textpuzzle“) usw.
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung interkultureller Kompetenz und motiviert das Thema durch die Beobachtung eines Mangels an Ganzschriften im Englischunterricht der Realschule XY.
2. Theoretische Grundlagen: Erörtert Definitionen interkultureller Kompetenz, den Nutzen von Literatur für interkulturelles Lernen sowie methodische Grundlagen handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts.
3. Darstellung des Konzepts zur Förderung interkultureller Kompetenz an der Realschule XY: Entwirft das praktische Konzept des reading journals, inklusive Lehrerfunktionen, Lektüreauswahl, Aufgabenkatalog und Ablauf für eine 9. Klasse.
4. Vorschlag zur Evaluation des Konzepts: Skizziert einen methodischen Rahmen für die zukünftige Erprobung und Überprüfung der Effektivität des Konzepts an verschiedenen Lerngruppen.
5. Resümee und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit der praktischen Erprobung des Konzepts im zukünftigen Berufsalltag.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Listet die verwendeten fachwissenschaftlichen Publikationen sowie die herangezogenen Internetquellen auf.
Interkulturelle Kompetenz, Fremdsprachenunterricht, Reading journal, Ganzschrift, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Kreative Verfahren, Literaturdidaktik, Englischunterricht, Lesetagebuch, Lesemappe, Lesebegleitheft, Binnendifferenzierung, Selbstständiges Lernen, Ned Kelly, Sprachkompetenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption eines handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts im Fach Englisch, um die interkulturelle Kompetenz von Schülern einer 9. Klasse an der Realschule zu fördern.
Die zentralen Themenfelder sind die interkulturelle Kompetenz, die Didaktik des literarischen Lesens sowie die praktische Umsetzung durch reading journals.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines konkreten Konzepts, das Lehrern ermöglicht, den Schülern einen Zugang zu fremden Kulturen über Ganzschriften zu eröffnen, obwohl im Unterrichtsalltag oft Zeitmangel herrscht.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Fachdidaktik-Literatur und der Entwicklung eines praxisorientierten, differenzierten Konzeptentwurfs am Beispiel der Lektüre „Ned Kelly“.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Ausarbeitung des reading journals, den Aufgabenarten für Schüler, der Binnendifferenzierung sowie der konkreten Organisation vom Einstieg bis zur Bewertung.
Die wichtigsten Begriffe sind Interkulturelle Kompetenz, Reading journal, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, Ganzschrift und Englischunterricht.
Die Lektüre ermöglicht einen literaturbezogenen Landeskundeunterricht über Australien und ist für die Interessen der 15-16-jährigen Jugendlichen aufgrund der Thematik um Helden und Gesetzlose sehr motivierend.
Durch die Kategorisierung von Aufgaben in Pflicht-, Wahl- und freiwillige Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (easy, medium, difficult) wird den Schülern ermöglicht, ihrem individuellen Leistungsstand entsprechend zu arbeiten.
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