Masterarbeit, 2014
67 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
2. Phraseologie
2.1. Zum Begriff Phraseologie
2.2. Kriterien der Phraseologismen
3. Funktionsverbgefüge
3.1. Definition
3.2. Form der FVG
3.3. Bedeutung der FVG
3.3.1. Das Nomen im FVG
3.3.2. Das Funktionsverb im FVG
3.3.3. Bedeutung der FVG
3.4. Abgrenzung: Sind FVG syntaktisch frei oder Phraseologisch?
4. Syntaktische Merkmale der FVG
4.1. Herkunft des Nominalen Bestandteils
4.2. Paraphrasierbarkeit und Substituierbarkeit
4.3. Kommutationsverhältnis zwischen FV und NFVG
4.4. Anaphorisierbarkeit und Erfragbarkeit
4.5. Artikelgebrauch und Numerus Singular/Plural
4.6. Erweiterung durch Attribute und Negation
4.7. Stellungseigenschaften
4.8. Sonstige Kriterien
4.9. Zusammenfassung
5. Die Valenz der FVG (obligatorisch/fakultativ)
5.1. Obligatorische und fakultative Elemente
5.2. Semantisch notwendige adjektivische Attribute
5.3. Wahl der Präposition
6. Schwerpunkt der FV vs. Vollverben
Semantische und kommunikative Leitungen der FVG
7. Funktionsverbgefüge Im Arabischen
7.1. Einleitung
7.2. Arabische Termini für FV
8. Gegenüberstellung
9. Äquivalenz
9.1. Definition
9.2. quantitative Äquivalenz
9.3. qualitative Äquivalenz
9.4. Ermittlung des Äquivalenzgrads
9.5. Tabelle
9.6. Auswertung der Tabelle
10. Schlussfolgerung
Diese Arbeit widmet sich der kontrastiven Sprachwissenschaft mit dem Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen deutschen und arabischen Funktionsverbgefügen (FVG) systematisch zu ermitteln. Durch die semantisch-syntaktische Analyse wird untersucht, inwieweit Äquivalenzen zwischen den beiden Sprachen bestehen, um einen Beitrag zur Übersetzungstheorie, Lexikographie und zum Fremdsprachenunterricht zu leisten.
2. Phraseologie
Der im lexikalischen System einer Sprache gegebene Bereich, der aus Phraseologismen bzw. phraseologischen Einheiten besteht, heißt Phraseologie. Die Phraseologismen sind phraseologische Einheiten des Lexikons, die polylexikalisch sind bzw. aus zwei oder mehr Wörtern bestehen, und die Bedeutung eines Einzellexems haben können. Die Phraseologie ist eine linguistische Teildisziplin, die sich mit Phraseologismen befasst.
Die Phraseologie als sprachwissenschaftliche Teildisziplin ist im deutschsprachigen Raum relativ jung. Die ersten Untersuchungen in diesem Bereich wurden von der russischen Sprachwissenschaft gemacht, die als Vorfahr dieser Teildisziplin betrachtet wird. Die russischen Linguisten haben mit der Erforschung der Phraseologie schon in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. begonnen. Die russische Phraseologieforschung gab den deutschsprachigen Linguisten die ersten Impulse, um sich mit diesem sprachwissenschaftlichen Gebiet auseinanderzusetzen. So entstand eine sprachwissenschaftliche Wende, die sich seit Anfang der siebziger Jahre sowohl im deutschsprachigen Raum als auch in mehreren europäischen Ländern mit Phraseologie beschäftigte. Die Phraseologieforschung fand zu dieser Zeit ein breites Interesse, wobei zahlreiche Linguisten diesem Bereich ihr Interesse widmeten.
1. Einleitung: Die Arbeit stellt eine kontrastive Untersuchung von deutschen und arabischen Funktionsverbgefügen dar und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise.
2. Phraseologie: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Phraseologie und erläutert zentrale Kriterien wie Polylexikalität, Festigkeit und Idiomatizität.
3. Funktionsverbgefüge: Es wird eine umfassende Definition der FVG erarbeitet, ihre Form und Bedeutung analysiert und eine Abgrenzung zu anderen Wortverbindungen vorgenommen.
4. Syntaktische Merkmale der FVG: Hier werden die wesentlichen Merkmale wie Paraphrasierbarkeit, Artikelgebrauch, Negationsverhalten und Stellungseigenschaften detailliert untersucht.
5. Die Valenz der FVG (obligatorisch/fakultativ): Das Kapitel behandelt die Notwendigkeit der nominalen Bestandteile und die Rolle von Präpositionen innerhalb der FVG-Struktur.
6. Schwerpunkt der FV vs. Vollverben: Es wird die semantische und kommunikative Funktion der Funktionsverben im Vergleich zu Vollverben dargestellt, insbesondere hinsichtlich der Aktionsart.
7. Funktionsverbgefüge Im Arabischen: Die theoretischen Grundlagen des FVG werden auf das Arabische übertragen und arabische Termini für diese Strukturen eingeführt.
8. Gegenüberstellung: Dieses Kapitel vergleicht die morphosyntaktischen Strukturen deutscher und arabischer FVG anhand von Beispielsätzen direkt miteinander.
9. Äquivalenz: Basierend auf einer qualitativen und quantitativen Analyse wird der Äquivalenzgrad zwischen den FVG beider Sprachen ermittelt und in Tabellenform ausgewertet.
10. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse der kontrastiven Analyse werden zusammengefasst und die Bedeutung der FVG für das Sprachsystem und die Übersetzungspraxis hervorgehoben.
Funktionsverbgefüge, FVG, Phraseologie, Kontrastive Linguistik, Deutsch-Arabisch, Nominalisierung, Valenz, Äquivalenz, Semantik, Syntax, Morphologie, Idiomatizität, Funktionsverb, Sprachvergleich, Übersetzung.
Die Arbeit untersucht Funktionsverbgefüge (FVG) in einem kontrastiven Vergleich zwischen dem Deutschen und dem Arabischen, um Ähnlichkeiten und Unterschiede in Struktur und Verwendung aufzuzeigen.
Zu den Kernbereichen gehören die Phraseologie, die morphosyntaktische Analyse von Funktionsverbgefügen, deren semantische Leistung sowie die Theorie der sprachlichen Äquivalenz.
Das primäre Ziel ist es, durch eine systematische Gegenüberstellung deutsche und arabische FVG vergleichbar zu machen und eine Skala zur Bestimmung des Äquivalenzgrades für Übersetzungsprozesse zu entwickeln.
Es wird eine kontrastive linguistische Methode verwendet, die sowohl deskriptive Ansätze zur Definition der FVG nutzt als auch eine quantitative und qualitative Analyse von Übersetzungsäquivalenten durchführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Definitionen, Merkmale und Valenz der FVG) und einen praktischen Teil (arabische FVG, Gegenüberstellung und Ermittlung von Äquivalenzgraden).
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Funktionsverbgefüge, Kontrastive Linguistik, Äquivalenz, Nominalisierung und Sprachvergleich definieren.
Die Nominalisierung ist ein konstitutives Merkmal der FVG, da sie das Grundverb transformiert und das Funktionsverb erst in seine spezifische grammatische Rolle innerhalb des Gefüges hebt.
Die größte Herausforderung liegt in den typologischen Unterschieden, wie etwa der unterschiedlichen Behandlung von Dativ und Akkusativ sowie der Wortstellung, die einen direkten Vergleich komplex gestalten.
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