Bachelorarbeit, 2011
70 Seiten, Note: 1,0
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
2 ZUR BILDUNG UND DEN STANDARDS
2.1 Bildung
2.2 Standards
2.2.1 Content standards
2.2.2 Opportunity to learn standards
2.2.3 Performance standards
2.3 Resümee
3 BILDUNGSSTANDARDS IN ÖSTERREICH
3.1 Was sind Bildungsstandards in Österreich?
3.2 Die Anfänge der Bildungsstandards in Österreich
3.3 Der gesetzliche Rahmen von Bildungsstandards in Österreich
3.4 Intentionen von Bildungsstandards
3.5 Kompetenz und Kompetenzmodelle
3.6 Informelle Kompetenzmessung
3.7 Qualitätszirkel
3.8 Implementierungsmaßnahmen
3.9 Resümee
4 VON DER THEORIE ZUR PRAXIS
4.1 Die Baseline-Testungen
4.2 Das Überprüfungsdesign
4.3 Der Testablauf
4.4 Die Rückmeldung
4.5 Resümee
5 UNTERSUCHUNG
5.1 Forschungsfrage
5.2 Grundhypothese
5.3 Nullhypothesen
5.4 Abriss des Fragebogens zum Thema Bildungsstandards
5.5 Das Untersuchungsdesign
5.6 Deskriptive Statistik
5.6.1 Stichprobe
5.6.2 Verteilung der Mittelwerte
5.7 Reliabilitätsanalyse der Faktoren
5.8 Die Mittelwertsverteilung der Faktoren
5.9 Prüfung auf Normalverteilung
5.10 Signifikanztest
5.10.1 T-Test
5.10.2 Chi-Quadrat-Test
5.11 Die Beurteilung der Grundhypothese
5.12 Die weitere Fragestellung
5.13 Resümee
6 ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob Bildungsstandards aus Sicht der Lehrenden in der Sekundarstufe I in Österreich als geeignetes Mittel zur Qualitätsentwicklung betrachtet werden und ob sich diese Einstellungen seit einer Untersuchung aus dem Jahr 2005 verbessert haben.
Bildung
Der Begriff Bildung ist allgegenwärtig und zentral in der erziehungswissenschaftlichen Fachsprache. Dieses so einfach wirkende Wort ist charakteristisch für die Tradition des wissenschaftlichen und öffentlichen Denkens über Erziehung.
Jeder Mensch nimmt den Begriff jeden Tag wahr, sei es im Fernsehen oder in Bildungseinrichtungen selbst. Es wird ständig von Bildungsreform und qualitativ hochwertiger Bildung gesprochen. Was aber ist nun Bildung wirklich? Viele Gelehrte haben diesen Begriff genauer betrachtet und dabei entsprechende Definitionen gefunden.
Humboldt (* 1767, † 1835) versteht Bildung als eine Anregung aller Kräfte des Menschen, sich diese von der Welt anzueignen und über sie zu entfalten. Dies führt dann zu einer selbst bestimmenden Individualität und Persönlichkeit. Dabei wird Bildung selbst als ein aktiver Prozess verstanden, der sich auf das bildendende Individuum und nicht auf das Objekt des Geschehens bezieht.
Klafki spricht den Bildungsbegriff ebenfalls an. Er gibt an, dass zum Anspruch der Bildung auch die einzelnen Subjekte gehören. Diese sollen sich den Zumutungen und Ansprüchen der Gesellschaft, welche der ganz individuellen Entfaltung hinderlich sind, widersetzen. Kritikfähigkeit und Rollendistanz stellen ein zentrales Bildungselement dar, ohne die keine Bildung möglich wäre.
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die gesetzliche Lage sowie die Forschungsfrage, ob Lehrende Bildungsstandards als positiven Beitrag zur Qualitätssicherung sehen.
2 ZUR BILDUNG UND DEN STANDARDS: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Bildungsbegriff, verschiedenen Standard-Typen und deren Definitionen.
3 BILDUNGSSTANDARDS IN ÖSTERREICH: Erläuterung der politischen und gesetzlichen Hintergründe, der Kompetenzmodelle sowie der Implementierung in Österreich.
4 VON DER THEORIE ZUR PRAXIS: Darstellung des Test- und Überprüfungsdesigns sowie der Rückmeldemechanismen für die Praxis.
5 UNTERSUCHUNG: Empirische Analyse der Lehrer-Einstellungen unter Verwendung eines Fragebogens und inferenzstatistischer Verfahren zum Vergleich mit 2005.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse zur Einstellung von Lehrkräften gegenüber Bildungsstandards und der festgestellten Tendenzen.
Bildungsstandards, Österreich, Sekundarstufe I, Lehrende, Qualitätssicherung, Kompetenzorientierung, Lehrer-Einstellungen, empirische Untersuchung, Bildungsreform, Kompetenzmodell, Baseline-Testung, Informelle Kompetenzmessung, Qualitätszyklus, Ergebnisorientierung, Fragebogenanalyse.
Die Arbeit analysiert die Einstellungen von Lehrkräften der Sekundarstufe I in Österreich gegenüber Bildungsstandards und bewertet diese im Vergleich zu einer Vorstudie aus dem Jahr 2005.
Neben der theoretischen Einbettung von Bildungs- und Standardbegriffen bildet die Umsetzung der österreichischen Bildungsstandards sowie deren Wahrnehmung durch das Lehrpersonal den Kern der Arbeit.
Es soll geklärt werden, ob Bildungsstandards aus Sicht der Lehrenden ein geeignetes Instrument zur Qualitätsentwicklung an Schulen darstellen.
Die Autorin nutzt eine quantitative Fragebogenstudie, die an 15 Schulen in Niederösterreich durchgeführt und mittels SPSS statistisch ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Klärung von Kompetenzmodellen und Implementierungsmaßnahmen als auch die empirische Analyse und Interpretation der Daten.
Zentrale Begriffe sind Bildungsstandards, Lehrer-Einstellungen, Qualitätssicherung, Kompetenzorientierung und der empirische Vergleich von Daten.
Die Auswertung zeigt, dass in vier von fünf untersuchten Faktoren eine tendenzielle Verbesserung der Einstellung im Vergleich zu 2005 festzustellen ist.
Nein, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Mehrheit der befragten Lehrenden Bildungsstandards nicht als geeignetes Mittel zur Professionalisierung oder Qualitätssteigerung wahrnimmt.
Die IKM dient als Diagnoseinstrument, das Lehrkräften die Möglichkeit gibt, den individuellen Lernstand ihrer Schülerinnen und Schüler zu ermitteln und gezielte Fördermaßnahmen abzuleiten.
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