Bachelorarbeit, 2013
36 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Der Schlaganfall – Ein folgenschweres und komplexes Ereignis
3. Pflegekonzepte – Eine Bestandsaufnahme
3.1 Das Bobath Konzept® als traditionelle Konzeption
3.1.1 Definition und Entwicklung
3.1.2 Prinzipien und deren pflegerische Integration
3.2 Kinaesthetics® als moderne Konzeptsymbiose
3.2.1 Definition und Entwicklung
3.2.2 Konzepte und deren pflegerische Integration
4. Kritische Reflexion – Die Konzepte auf dem Prüfstand
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Prinzipien, Konzepte und pflegerischen Maßnahmen für Schlaganfallpatienten zu untersuchen und kritisch auf ihre Praktikabilität sowie Wirksamkeit in der Pflege zu prüfen, um Grenzen der bestehenden Ansätze aufzuzeigen.
3.1.2 Prinzipien und deren pflegerische Integration
Friedhoff und Schieberle betonen, dass es Bobath als sehr wichtig empfand, dass auch Pflegende das Bobath-Konzept anwenden. Diese Erkenntnis von Bobath ist als äußerst wertvoll zu betrachten, da Pflegende – vor allem im stationären Alltag – ständige Begleiter der Patienten sind und vor allem in Hinsicht auf die Interdisziplinarität ebenfalls einen wichtigen Bestandteil des multiprofessionellen Teams darstellen. Zudem wird es dem Anspruch des Konzeptes ein „24-Stunden-Konzept“ darstellen zu wollen gerecht.
Das Konzept beruht auf der Grundannahme, dass das zentrale Nervensystem in der Lage ist, sich anzupassen und umzuorganisieren und damit auch lernfähig ist. Grund dafür sind verschiedene Mechanismen. Dazu zählen unter anderem die Fähigkeit des Nervensystems bisher ungenutzte Synapsen durch biochemische Prozesse und rehabilitative Stimuli zu aktivieren, die Fähigkeit zur Sprossenbildung von Axonen sowie die Fähigkeit bestimmte motorische Bahnen vermehrt zu nutzen. Aufgrund dieser Erkenntnisse ist es wichtig, dass dem Patienten durch das pflegerische und therapeutische Team physiologische Bewegungsmuster ermöglicht und angebahnt und demzufolge pathologische Bewegungen vermieden werden. Denn ein Zulassen abnormer Bewegungen würde zwangsläufig zu einer Etablierung falscher synaptischer Verbindungen führen.
Um abnorme Bewegungen zu vermeiden und um einen Patienten nach Schlaganfall in den Aktivitäten des täglichen Lebens professionell unterstützen zu können, sollten nach dem Bobath-Konzept drei fundamentale Prinzipien beachtet werden. Dazu zählen die Förderung von normalen Bewegungsabläufen, die Normalisierung und Regulation des Muskeltonus und die Förderung der Körperwahrnehmung. Diese Fundamente können zugleich als Ziele des Konzeptes verstanden werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Prävention und Rehabilitation bei Schlaganfällen angesichts des demografischen Wandels und stellt die Forschungsfrage der Arbeit.
2. Der Schlaganfall – Ein folgenschweres und komplexes Ereignis: Dieses Kapitel definiert den Schlaganfall medizinisch und erläutert die physischen, psychischen sowie sozialen Folgen für die Betroffenen.
3. Pflegekonzepte – Eine Bestandsaufnahme: Hier erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme der Pflegekonzepte unter Berücksichtigung ihrer Entstehung und Zielsetzung.
3.1 Das Bobath Konzept® als traditionelle Konzeption: Dieses Unterkapitel widmet sich den Grundlagen und der Entstehungsgeschichte des Bobath-Konzeptes in der Pflege.
3.1.1 Definition und Entwicklung: Hier werden die theoretischen Definitionen und die historische Entwicklung des Bobath-Konzeptes detailliert beschrieben.
3.1.2 Prinzipien und deren pflegerische Integration: Dieses Kapitel befasst sich mit den Kernprinzipien des Bobath-Konzeptes und deren Anwendung im pflegerischen Alltag.
3.2 Kinaesthetics® als moderne Konzeptsymbiose: Hier wird Kinaesthetics als alternatives, auf Bewegungswahrnehmung basierendes Konzept für die Pflege eingeführt.
3.2.1 Definition und Entwicklung: Dieser Abschnitt beschreibt die Definition und den Ursprung von Kinaesthetics, geprägt durch Frank Hatch und Lenny Maietta.
3.2.2 Konzepte und deren pflegerische Integration: Dieses Kapitel erläutert die sechs Konzepte von Kinaesthetics und deren spezifische Bedeutung für pflegerische Handlungen.
4. Kritische Reflexion – Die Konzepte auf dem Prüfstand: Die Arbeit prüft die Anwendbarkeit, Wirksamkeit und Grenzen von Bobath und Kinaesthetics in der Pflege von Schlaganfallpatienten.
5. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und fordert die Entwicklung eines ganzheitlichen, evidenzbasierten Pflegekonzeptes für Schlaganfallpatienten.
Schlaganfall, Pflegekonzept, Bobath-Konzept, Kinaesthetics, Kinästhetik, Rehabilitation, Pflegealltag, Schlaganfallpatienten, Bewegungstherapie, Muskeltonus, Körperwahrnehmung, Evidenzbasierte Pflege, Interaktion, Gesundheitsentwicklung, Pflegemaßnahmen.
Die Arbeit befasst sich mit der pflegerischen Versorgung von Schlaganfallpatienten unter Verwendung etablierter Pflegekonzepte wie dem Bobath-Konzept und Kinaesthetics.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen eines Schlaganfalls, die theoretischen Grundlagen der Pflegekonzepte Bobath und Kinaesthetics sowie deren praktische Umsetzung und kritische Reflexion.
Das Ziel ist es, die Prinzipien und Maßnahmen dieser Konzepte zu klären und zu hinterfragen, ob sie für eine professionelle, ganzheitliche Pflege von Schlaganfallpatienten ausreichen.
Es handelt sich um eine Literatur- und Quellenarbeit, basierend auf Fachliteratur, Internetdatenbanken und offiziellen Lehrplänen der Gesundheits- und Krankenpflege.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Ursachen und Folgen des Schlaganfalls sowie die spezifischen Definitionen, Entwicklungen und Prinzipien der Bobath- und Kinaesthetics-Konzepte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schlaganfallrehabilitation, Bobath-Konzept, Kinaesthetics, Bewegungswahrnehmung, Evidenzbasierung und pflegerische Praxis charakterisiert.
Es wird als traditionell eingeordnet, da es eine lange Geschichte in der therapeutischen Anwendung hat und seit Jahrzehnten fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung in der Pflege ist.
Kinaesthetics basiert primär auf der Lehre der Bewegungsempfindung und fokussiert sich stärker auf die Ressourcenentwicklung und die Interaktion mit dem Patienten als auf ein rein symptomorientiertes Vorgehen.
Die Arbeit stellt fest, dass die wissenschaftliche Evidenzlage für beide Konzepte derzeit noch unzureichend ist und ein dringender Bedarf für weitere pflegewissenschaftliche Untersuchungen besteht.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein neues, einheitliches und evidenzbasiertes Pflegekonzept benötigt wird, das gezielter auf das komplexe Krankheitsbild des Schlaganfalls abgestimmt ist.
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