Bachelorarbeit, 2013
36 Seiten, Note: 2
2. EINFÜHRUNG
2.1. THEMA
2.2. FRAGESTELLUNG
3. THEORETISCHER HINTERGRUND DER KONFLIKTANALYSE
3.1. ENTSTEHUNG DES FORSCHUNGSFELDES
3.2. MODELLÜBERSICHT
4. GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK – VON DER UNABHÄNGIGKEIT DES SUDAN BIS ZUR GEGENWART
4.1. UNABHÄNGIGKEIT BIS 1983
4.2. ZWEITER BÜRGERKRIEG
4.3. DARFUR
4.4. WEITERE ENTWICKLUNGEN
5. KONFLIKTANALYSE SÜDSUDAN AB DER UNABHÄNGIGKEIT 2011
5.1. ZWISCHENSTAATLICHER KONFLIKT (SUDAN – SÜDSUDAN)
5.2. INNERSTAATLICHER KONFLIKT (BEVÖLKERUNGSGRUPPEN)
5.3. NATÜRLICHE RESSOURCEN UND DEREN EINFLUSS AUF KONFLIKTE
6. CONCLUSIO
Die vorliegende Arbeit analysiert die komplexen Ursachen und Vernetzungen des Konflikts zwischen dem Sudan und dem Südsudan, wobei insbesondere der Einfluss von natürlichen Ressourcen und innerstaatlichen Konflikten seit der Unabhängigkeit des Südsudan im Jahr 2011 untersucht wird.
3.2. Modellübersicht
Nachfolgend werden diverse Konfliktanalysemodelle näher beschrieben, die in den Kapiteln vier und fünf zur Anwendung kommen. Grundsätzlich gibt es viele Analysemodelle, jedoch konnten während der Recherchearbeiten keine, die speziell für den untersuchten Konflikt anzuwenden wären, gefunden werden. Die nachfolgenden Modelle beziehen sich auf das Buch Contemporary Conflict Resolution, da es zur Zeit als eines der umfassendsten und aktuellsten Informationsquellen der Friedens- und Konfliktforschung gilt.
Eines der ersten angeführten Modelle wurde von Johan Galtung, welcher bereits im Kapital zuvor erwähnt wurde, eingeführt. Es handelt sich dabei um die sogenannten triangle model.
Galtung argumentiert, dass sich Konflikte in einem Dreieck widerspiegeln. Dabei stehen sich die drei Ebenen Widerspruch/Gegensatz, Einstellung und Verhalten gegenüber. Erstgenannte bezieht sich auf die Konfliktsituation und die Unvereinbarkeit von Zielen der Konfliktparteien. Die Einstellung nimmt Bezug auf die (Fehl-) Wahrnehmungen der Konfliktparteien. Grundsätzlich können die Wahrnehmungen sowohl positiv als auch negativ sein. Im Falle von Konflikten spricht man jedoch meist von negativen und stereotypisierenden Wahrnehmungen („die Anderen“). Ein entscheidender Punkt bei den Wahrnehmungen ist, dass diese oft durch persönliche Emotionen wie etwa Angst, Hass o.ä. beeinflusst werden. Das bedeutet dem Fremden und Unbekannten steht man vorwiegend skeptisch und zurückhaltend gegenüber. Die letzte Ebene dieses Modells, das Verhalten, involviert Gesten und Signale die Versöhnung oder Feindseligkeiten äußern. Im Falle von gewalttätigen Konflikten sind sie oft durch verbale Androhungen oder auch destruktiven Angriffen gekennzeichnet. Sind alle drei Ebenen gegeben, spricht Galtung von Konflikt. Ferner spricht er sich für die Theorie aus, dass Konflikte keine statischen Konstrukte, sondern dynamische Prozesse sind. Insbesondere die Ebenen Verhalten und Einstellung unterliegen laufenden Veränderungen bzw. beeinflussen sich wechselseitig. Konfliktparteien beispielsweise adaptieren deren Einstellungen um ihre Interessen verfolgen zu können und halten gleichzeitig die feindliche Einstellung ihrem Gegenüber ein. Durch die laufende Adaptierung und Neuausrichtung können sich Konflikte intensivieren und ausbreiten, gegebenenfalls auch weitere Parteien miteinbeziehen.
2. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung erläutert das Thema des Südsudan-Konflikts, die ökonomische Relevanz von Erdölressourcen sowie die historischen Grundlagen der Auseinandersetzungen.
3. THEORETISCHER HINTERGRUND DER KONFLIKTANALYSE: Dieses Kapitel stellt die Entwicklung der Konfliktanalyse als Disziplin dar und führt zentrale Analysemodelle wie das Triangle Model und das Hourglass Model ein.
4. GESCHICHTLICHER ÜBERBLICK – VON DER UNABHÄNGIGKEIT DES SUDAN BIS ZUR GEGENWART: Ein historischer Abriss von 1956 bis zur Gegenwart, der die Ursachen der innerstaatlichen Spannungen und die Entwicklung zum Bürgerkrieg beleuchtet.
5. KONFLIKTANALYSE SÜDSUDAN AB DER UNABHÄNGIGKEIT 2011: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Konfliktdynamiken nach der Unabhängigkeit, inklusive zwischenstaatlicher Spannungen und innerethnischer Gewalt.
6. CONCLUSIO: Das Fazit führt die Analysen zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der Ursachen des Konflikts und der Rolle externer Faktoren.
Südsudan, Sudan, Konfliktanalyse, Erdölvorkommen, Bürgerkrieg, Ressourcenfluch, Drittparteien, Ethnische Konflikte, Friedensabkommen, CPA, Machtstrukturen, Gewalt, internationale Beziehungen, Konfliktmodelle, Infrastruktur.
Die Arbeit analysiert die komplexen Ursachen und Dynamiken des Konflikts zwischen Sudan und Südsudan unter Berücksichtigung historischer und ökonomischer Faktoren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Rolle natürlicher Ressourcen (insbesondere Erdöl), dem Einfluss ethnischer Gruppen sowie der Involvierung internationaler Akteure und Drittparteien.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Konfliktursachen vernetzt sind und ob die Eskalation rein ökonomisch durch Erdölvorkommen motiviert ist oder ob andere Faktoren eine maßgebliche Rolle spielen.
Die Autorin/der Autor nutzt etablierte Modelle der Friedens- und Konfliktforschung, wie Galtungs Triangle Model, das Hourglass Model und den Conflict Tree, um den Konflikt systematisch zu analysieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Rückblick auf die sudanesische Geschichte und eine detaillierte Konfliktanalyse der Phase ab der Unabhängigkeit des Südsudan im Jahr 2011.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Südsudan, Konfliktanalyse, Ressourcenfluch, Bürgerkrieg, zwischenstaatlicher Konflikt und Friedensabkommen.
Drittparteien wie die USA, China, die UNO oder die AU fungieren teils als Mediatoren, verfolgen aber teilweise auch eigene wirtschaftliche oder geopolitische Interessen, die den Konfliktverlauf beeinflussen.
Dieser Konflikt gilt als einer der weitreichendsten innerstaatlichen Konflikte, der tief in der Geschichte verwurzelt ist und die Stabilität des jungen Staates sowie das Zusammenleben der Bevölkerungsgruppen massiv belastet.
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